Sieben auf einen Streich

1. FC Nürnberg Saison 1968/69 - Mannschaftsbild mit Cebinac
Sie lehrten den Bayern das Fürchten: Die Nürnberger Mannschaft um Franz Brungs (Mitte, 2.v.r.).
Karl Schnörrer (dpa)
München
Beinahe auf den Tag genau vor 51 Jahren wurde der FC Bayern von den Franken eiskalt abgewatscht. Der Club schenkte den Münchnern am 2. Dezember1967 sage und schreibe sieben Treffer ein. Nach gut einer Stunde stand es bereits 6:0 für Nürnberg. Franz „Goldköpfchen“ Brungs wurde durch den Fünferpack beim 7:3 zum Helden der Fans.
 

Das Phantomtor

Für die Nürnberger hat sich der 23. April 1994 ganz sicher wie ein schlechter Scherz angefühlt. In großen Abstiegsnöten mussten die Franken am 32. Spieltag beim FC Bayern antreten. In der 26. Minute stocherte der aufgerückte Münchner Verteidiger Thomas Helmer den Ball am Tor der Gäste vorbei. So weit, so gut. Doch Schiedsrichter Hans-Joachim Osmers entschied fatalerweise auf Tor für den FC Bayern.
Nicht drin...und doch drin

Leser unserer App finden das Video hier.

Am Ende stand es inklusive dieses Tores zwar 2:1 für den späteren Meister, doch der kapitale Bock des Unparteiischen hatte ein Nachspiel. Im wahrsten Sinne des Wortes.
 

Das Nachholspiel

Der Deutsche Fußball-Bund (die Deutsche Fußball-Liga gibt es erst seit 2000, Anm. d. Red.) annullierte besagtes Tor von Helmer. Begründung: ein Regelverstoß des Schiedsrichters. Die fränkische Fußballseele beruhigte sich und freute sich nun auf die Neu-Ansetzung der Partie wenige Tage nach der Erstauflage. 3. Mai, Olympiastadion, Flutlicht. Eine, übrigens torlose, Halbzeit lang taten sich die Münchner gegen defensive Nürnberger richtig schwer, dann brechen alle Dämme.

Das Torverhältnis versaut

Leser unserer App finden das Video hier

Die Doppelpacker Mehmet Scholl und Bruno Labbadia sowie Dietmar Hamann schießen den FCN mit 5:0 aus dem Stadion. Der Club ging baden und stieg am Ende wegen des schlechten Torverhältnisses aus der Ersten Bundesliga ab.
 

Torparty zum Abschied

FC Bayern München - 1. FC Nürnberg
Sechs Mal musste Club-Keeper Schäfer am 14. Mai 2005 hinter sich greifen. Hier trifft Roy Makaay per Elfmeter zum 4:0.
Bernd Weißbrod (dpa)
München
Zum letzten Spiel im Olympiastadion begrüßte der FC Bayern als deutscher Meister am 14. Mai 2005 den FC Nürnberg. Die Münchner zeigten schnell, dass sie trotz des feierlichen Rahmens an diesem Tag nicht gerade in Geberlaune waren. Das Spiel war mit dem 5:0-Halbzeitstand entschieden. Vier weitere Treffer im zweiten Durchgang machten das Torfestival perfekt. Am Ende stand es 6:3.
 

Pleite zur Premiere

1. FC Nürnberg - FC Bayern München
Bayern am Boden: Róbert Vittek hat den Münchnern beim 3:0 des FCN einen eingeschenkt.
Matthias Schrader (dpa)
München
Trister Beginn des Jahres 2007 in München: Nach einem 0:0 gegen den VfL Bochum hatten die Vereinsbosse genug gesehen und entließen Trainer Felix Magath. Ein alter Bekannter sollte es nun richten. Doch das erste Spiel unter Ottmar Hitzfeld ging für den FCB total daneben. Beim 3:0 am 2. Februar 2007 in Nürnberg spielten die Gastgeber (Tore: Ivan Saenko, Markus Schroth, Róbert Vittek) den bayerischen Rivalen schwindlig. Die Euphorie des bislang letzten Derbysieges gegen den FCB trug die Franken bis zum Pokalsieg im Mai.
 

Der fliegende Holländer

Alles Schreien half nichts: Der FC Bayern kam am 9. April 2011 in Nürnberg nur zu einem müden 1:1. Vor allem die Art und Weise erzürnte die Bosse. Trainer Louis van Gaal (Foto) war seinen Job los.
Patrick Seeger (dpa)
München
Zunächst lief für die Gäste aus München am 9. April 2011 alles nach Plan. Thomas Müller brachte die Bayern früh in Front. Doch das Team des damaligen Trainers Louis van Gaal spielte behäbig und nachlässig. Diese unsägliche Mischung wirkte sich auch auf das hoffnungsvolle Torwarttalent der Münchner, Thomas Kraft, aus. Dem Schlussmann unterlief nach 60 Minuten ein folgenschwerer Patzer, den Christian Eigler zum 1:1 ausnutzte. Das Starensemble aus der bayerischen Landeshauptstadt kam an diesem Tag nicht mehr auf die Beine. Manager Uli Hoeneß platzte der Kragen. Der ohnehin angezählte Holländer van Gaal war nach dem Spiel seinen Job los.