Jugend-DM in Ulm

Podiumsplätze knapp verpasst

Hochspringer Tim Kraus von der LG Landkreis Roth muss sich mit Rang vier begnügen – Eberler wird Fünfter

20.07.2022 | Stand 20.07.2022, 16:53 Uhr

Ganz besonders bitter: Tim Kraus übersprang mit 2,03 Metern die gleiche Höhe wie die Silber- und Bronzemedaillengewinner, musste sich aber aufgrund eines Fehlversuchs mehr mit dem vierten Rang zufrieden geben. Foto: Kiefner

Von Alfred Rineck

Ulm – Auch ohne Anführer Nils Kremling, dem Deutschen Meister über 400 Meter von 2021, haben die Leichtathleten der LG Landkreis Roth bei den diesjährigen deutschen Meisterschaften der Jugend U18/U20 in Ulm (Baden-Württemberg) eine tolle Mannschaftsleistung abgeliefert. Erstmals konnten sich vier LG-Sportler für die nationalen Titelkämpfe qualifizieren, wobei zwei sogar berechtigte Aussichten auf einen Medaillenrang hatten. Letztlich schrammten aber sowohl Tim Kraus als auch Jakob Eberler knapp an einem Platz auf dem Podest vorbei.

Bereits seit Jahren zur deutschen Spitzenklasse gehören Jakob Eberler (TSV Röttenbach) im Speerwurf und Tim Kraus (TSV Wendelstein) im Hochsprung. Nach dem jeweils unglücklichen Verlauf im Vorjahr galt für beide logischerweise nur das Ziel, es diesmal auf das Podest zu schaffen. Aber bei der Leistungsdichte in der Spitze ist im entscheidenden Moment auch das Quäntchen Glück gefragt, das beiden letztlich fehlte.

Bereits am Samstag musste sich der Eckersmühlener Kraus in der Altersklasse U20 mit 2,03 Metern und dem vierten Platz begnügen. Eine durchaus ansprechende Leistung, besonders vor dem Hintergrund, dass er vor zwei Wochen bei den bayerischen Meisterschaften – allerdings leicht verletzt – schon bei 1,92 Metern ausgeschieden war. Besonders bitter war jedoch die Tatsache, dass Kraus höhengleich mit dem Zweiten war und lediglich wegen eines Fehlversuchs mehr am Podest vorbeiflog.

Ganz besonders motiviert war auch Speerwerfer Eberler (U20) aus Röttenbach, der sich einige Tage vor der DM 2021 am Ellenbogen verletzt hatte und somit im vergangenen Jahr nicht hatte starten können. Die Ergebnisse in diesem Jahr zeigten, dass die Verletzung vollständig ausgeheilt ist und die Entwicklung weiter nach oben geht. In Ulm landete sein Speer mit persönlicher Bestleistung bei 66,21 Metern. Trotzdem wird auch Eberler mit seinem fünften Platz nicht richtig zufrieden sein, fehlten doch zur Bronzemedaille gerade mal eineinhalb Meter. Wie gesagt, gelegentlich braucht man auch ein wenig Glück.

Ohne größere Ambitionen reisten dagegen Emy Kraus (U18, TSV Wendelstein) und Hannah Wittmann (U20, SV Rednitzhembach) zu den nationalen Titelkämpfen nach Ulm, war es für beide doch schon ein Erfolg, dass sie sich noch kurzfristig über die 100 Meter beziehungsweise 100 Meter Hürden qualifizieren konnten. Besonders für Emy Kraus war klar, dass es bei der gewaltigen Sprintkonkurrenz schon einer erheblichen Steigerung ihrer persönlichen Bestleistung bedürfte, um den Vorlauf zu überstehen. Dies schaffte sie mit 12,55 Sekunden nicht ganz. Bleiben wird jedoch die Erinnerung, erstmals bei einer deutschen Meisterschaft am Start gewesen zu sein.

Anders war die Lage bei Hannah Wittmann, die den 100-Meter-Hürdensprint eher als Training für die bayerischen Mehrkampfmeisterschaften am kommenden Wochenende ansah. Erst dort zählt es für sie, gilt es doch, die Qualifikationsnorm für die deutschen Siebenkampfmeisterschaften zu knacken.

HK