Hallen-Bezirksmeisterschaft
Nur Nebenrollen

Bei der Bezirksmeisterschaft scheiden der ASV Neumarkt und der TSV Freystadt in der Gruppenphase aus

23.01.2023 | Stand 17.09.2023, 4:50 Uhr

Der ASV Neumarkt (rot) und der TSV Freystadt kamen im direkten Duell nicht über ein torloses Remis hinaus. Fotos: Weller

Von Udo Weller

Herrieden/Neumarkt – Nichts zu tun hatten der ASV Neumarkt und der TSV Freystadt mit der Titelvergabe bei den Hallen-Bezirksmeisterschaften im fränkischen Herrieden. Während sich der ATSV Erlangen (Bayernliga) mit einem 4:0 gegen den ASV Vach (Bezirksliga) am Samstag den Turniersieg holte, belegten die hiesigen Vertreter in ihrer Gruppe B lediglich die Plätze drei und vier und schieden vorzeitig aus.

Allzu überraschend kam dies nicht, mussten doch beide auf etliche im Urlaub weilende Spieler verzichten und reisten deshalb schon mit arg gedämpften Erwartungen an. Beim Kreissieger und Bayernligisten ASV Neumarkt stand kein einziger Spieler aus der siegreichen Mannschaft der Vorwoche im Kader.

Viele A-Junioren beim Bayernligisten aus Neumarkt

Stattdessen versuchte es Trainer Oliver Wittmann mit einer Mischung aus erster Mannschaft und A-Jugendspielern. „Wir wollen uns gut präsentieren und unseren mitgereisten A-Junioren eine Chance geben“, sagte der Coach.

Auch für den Freystädter Trainer Michael Ferstl stand die Einstellung seiner in der Kreisklasse spielenden Kicker über dem Abschneiden: „Die Teilnahme an diesem Turnier ist für uns ohnehin ein Bonus. Nun wollen wir versuchen, als Außenseiter die Favoriten ein wenig zu ärgern.“

Dies sollte dem TSV im ersten Gruppenspiel gegen den Veranstalter SG TSV/DJK Herrieden dann auch über weite Strecken gelingen. Zwar spielbestimmend, hatte der Landesligist und spätere Turnierdritte gegen die couragiert antretenden Oberpfälzer seine liebe Mühe und kam kaum zu Torchancen. Als zwei Minuten vor dem Ende der jeweils viertelstündigen Spielzeit die Freystädter tatsächlich an einer Überraschung schnupperten, kassierte der TSV schließlich doch das endscheidende 0:1.

Komplett anders gestaltete sich das Geschehen im Match des ASV gegen Germania Nürnberg. Angetrieben von seinem stimmungsvollen Anhang verwandelte der Bezirksligist nach nicht einmal zehn Sekunden einen Strafstoß zum 1:0 und schickte wenig später das 2:0 hinterher.

Im weiteren Verlauf kam der ASV besser ins Spiel, um dann auch die Kontrolle zu übernehmen und durch Florian Hausner den verdienten 1:2-Anschluss zu markieren. Das 1:3 fast unmittelbar danach zog dem ASV jedoch den Stecker.

Somit standen Neumarkt und Freystadt im direkten Duell schon unter Druck. In der Vorwoche hatte der ASV das Kreisfinale noch mit 2:0 für sich entschieden, nun ging es einzig darum, sich nicht mit einer weiteren Pleite bereits jegliche Chance auf ein Weiterkommen zu verbauen. In Anbetracht dessen war es nicht verwunderlich, dass die Begegnung nur langsam auf Touren kam. Setzte der TSV mit einem Pfostenschuss den ersten Akzent, inszenierte der ASV dann die Mehrzahl an Angriffen, ohne diese aber gewinnbringend zu verwerten, weshalb am Ende die einzige Partie ohne Treffer zu Buche stand.

Um das Halbfinale zu erreichen benötigte Freystadt jetzt unbedingt einen Sieg, Gegner SC Germania genügte dazu ein Remis. Der begann überlegen, biss sich jedoch am reaktionsschnellen TSV-Keeper Endres Hocke zunächst die Zähne aus, um dann trotzdem die Führung zu erzwingen. Statt in sich zusammenzufallen, zeigte der TSV Nehmerqualitäten und scheiterte nach einer sehenswerten Direktabnahme von Dominik Höpfner, welche SCG-Keeper Tarik Töksöz überragend parierte, denkbar knapp am Ausgleich.

Töksöz mutierte gar zum Freystädter Albtraum, als er erst gegen Lukas Dorr im direkten Duell klärte, dann einen Schuss von Markus Forster per Fußabwehr entschärfte und wenig später auch noch einen von Daniel Ramers getretenen Strafstoß parierte.

Freystädter Überraschung bleibt aus

Schließlich war es Dominik Höfner, der den Ball 90 Sekunden vor dem Ende zum 1:1 ins Netz wuchtete. Eine Wende vermochte dies aber nicht mehr herbeizuführen. Vielmehr gelang Germania per schnellem Konter und einem Weitschuss fast über das gesamte Spielfeld der 2:1-Siegtreffer, der TSV war damit raus aus dem Turnier.

Weil nun sowohl der SCG als auch Herrieden sechs Zähler auf ihrem Konto hatten, waren auch die ohnehin nur noch latenten Halbfinal-Hoffnungen des ASV endgültig dahin. Der Bedeutungslosigkeit der Partie zum Trotz lieferte er sich mit Herrieden ein munteres Spiel und verschaffte sich mit 4:3 (Tore: Michael Riepl (2), Manuel Langhans, Hausner) einen versöhnlichen Abschluss.

Weil auch TSV-Trainer Ferstl meinte, dass „wir uns gut verkauft haben“, durften beide Teams ungeachtet des mäßigen Abschneidens zufrieden die etwa einstündige Heimfahrt antreten.

HK