Bezirksliga Süd

„Müssen uns auf etwas gefasst machen“

Bezirksliga Süd: Gredings Trainer Grabmann warnt vor der formstarken SG Herrieden um Torjäger Emmendörfer

05.08.2022 | Stand 05.08.2022, 21:14 Uhr

Die personelle Situation beim TSV Greding (rechts Fabian Wolfsteiner) ist weiterhin angespannt. Größte Baustelle ist die Viererkette, die Coach Grabmann auch diesmal verändern muss. Foto: Tschapka

Von Hans Nusko

Greding – Nach bislang drei Heimspielen in Folge tritt der TSV Greding (Bezirksliga Mittelfranken Süd) zum ersten Mal in der neuen Saison auswärts an. Die Mannschaft von Trainer Patrick Grabmann ist am Samstag ab 17 Uhr bei der SG TSV/DJK Herrieden zu Gast. Nach bisher zwei Siegen und einer Niederlage nehmen die Grünhemden aktuell den vierten Tabellenplatz ein. Dieselbe Bilanz weist ihr heutiger Gastgeber auf. Er steht aktuell auf dem fünften Rang.

Dass die Spielgemeinschaft derzeit so gut dasteht, war nicht unbedingt zu erwarten. Sie beendete die vergangene Saison mit nur einem Punkt Vorsprung vor einem direkten Abstiegsplatz auf einem Relegationsrang. Erst im letzten Spiel der Ausscheidungsrunde sicherte sie sich dank eines 8:7-Erfolgs im Elfmeterschießen gegen die DJK-SV Berg den Verbleib in der Liga. Dies wirkte sich offensichtlich sehr motivierend aus, denn die Herriedener starteten mit einem überraschend deutlichen 5:1 gegen den SC Aufkirchen, der die vergangenen Saison auf dem zweiten Tabellenplatz abschloss. Sie ließen dann ein 2:1 gegen Aufsteiger SV Wettelsheim folgen. Nach den beiden Heimsiegen kassierten sie allerdings ein 0:4 beim FC Wendelstein.

Nun liegt es an den Gredingern, den dritten Heimerfolg der SG nacheinander zu verhindern. Der TSV gewann in der vergangenen Spielzeit sowohl das Hin- als auch das Rückspiel jeweils mit 2:0 und möchte natürlich an diese Erfolge anknüpfen. Aufgrund der bisherigen Heimbilanz der SG dürfte dies indes nicht so einfach sein wie zuletzt. „Sie sind anscheinend gut drauf, wir müssen uns auf etwas gefasst machen,“ beschreibt Grabmann die Ausgangslage für seine Mannschaft. Neben einer gewissen Euphorie, die in Herrieden momentan offensichtlich vorherrscht, nennt er noch einen weiteren Grund, warum seine Mannschaft diesmal nicht unbedingt der Favorit ist.

Während die Spielgemeinschaft bislang dreimal in unveränderter Aufstellung antreten konnte, muss der Trainer des TSV auch für dieses Duell wieder Umstellungen vornehmen. Die größte Baustelle bei den Gredingern ist derzeit die Viererkette in der Abwehr. Verletzungs- beziehungsweise urlaubsbedingt müssen ständig Wechsel erfolgen. Auch dieses Mal gibt es Veränderungen, aber Grabmann ist zuversichtlich, auch die neue Herausforderung bewältigen zu können. Schließlich gebe es in seiner Mannschaft genügend Leute, die „sich reinhauen“ und so die Ausfälle kompensieren. Dies sei zuletzt gegen den ESV Ansbach-Eyb sehr gut gelungen. Sollte Johannes Wolfsteiner seine Corona-Infektion noch nicht überstanden haben, wird auch er gegen die SG ausfallen.

Unabhängig davon gilt es für die Gredinger, Herriedens Torjäger Kai Emmendörfer in Schach zu halten. Er erzielte in der vergangenen Saison 16 Treffer, war damit zweitbester Torjäger in der Bezirksliga Mittelfranken Süd und ist laut Grabmann „die Lebensversicherung“ für die SG. „Wir müssen schauen, dass hinten die Null steht. Vorne sind wir immer für ein Tor gut. Deshalb ist es nicht unmöglich, die drei Punkte zu holen,“ gibt der Gredinger Trainer als Parole aus. Sollte es nur zu einem Unentschieden reichen, könne man aber auch damit gut leben, ergänzt er.

HK