Kreisliga Neumarkt/Jura
Göggelsbuch fordert mit Tabellenführer Schwand nächstes Spitzenteam – Heideck will in der West-Staffel nachlegen

10.11.2023 | Stand 10.11.2023, 5:00 Uhr

Martin Schwerdt (am Ball) tritt mit der SG Möning/Rohr beim SC Pollanten an. Im Hinspiel gabs einen 3:2-Sieg für die SG. Foto: Werner

Göggelsbuch/Pollanten/Kammerstein – Zwei Spieltage stehen in den beiden Kreisligen Neumarkt/Jura vor der Winterpause noch an. Die DJK Göggelsbuch erwartet im letzten Auswärtsspiel des Jahres den Tabellenführer, die SG Möning/Rohr muss letztmals vor der Pause reisen. Und in der Gruppe West fährt der zuletzt starke TSV Heideck in den nördlichen Landkreis Roth.

DJK Göggelsbuch – FC Schwand (Sonntag, 14.30 Uhr): Zum Vorrundenabschluss der Tabellenzweite, zum Rückrundenauftakt der Spitzenreiter. Der Spielplan legt der DJK auf der fußballerischen Zielgeraden des Jahres hohe Hürden in den Weg.

Die erste haben die Göggelsbucher vergangene Woche schon genommen und der SG Möning/Rohr im Derby mit einem knappen 1:0-Erfolg die erste Saisonniederlage beigebracht. Also wissen sie in Göggelsbuch, wie man Spitzenmannschaften schlägt, dieses Wissen können sie im nächsten Heimspiel gegen den FC Schwand erneut anwenden. Oder etwa nicht? „Wenn das so einfach wäre“, sagt dazu DJK-Trainer Dominik Pöllet, der aber guter Dinge ist nach dem vergangenen Wochenende. „Wir haben durch den Derbysieg Selbstvertrauen getankt und die drei Punkte waren mit Blick auf die Tabelle Gold wert“, sagt Pöllet.

Ihre Chancen soll seine Mannschaft nun auch gegen den Meisterschaftsanwärter Nummer eins suchen. „Wir wollen wieder mit der gleichen Leidenschaft zu Werke gehen. Und wenn dann die Chancenverwertung passt, kann auch gegen Schwand was möglich sein.“ Denn viele Gelegenheiten werden die Gastgeber am Sonntag schätzungsweise nicht bekommen. Der Tabellenführer kommt mit der mit Abstand besten Defensive der Liga (13 Gegentore in zwölf Spielen) an die Gustav-Schreier-Straße. Das Hinspiel gewann der FC zum Saisonauftakt mit 3:0.

SC Pollanten – SG Möning/Rohr (Sonntag, 14.30 Uhr): War die Freude über den Coup gegen Möning/Rohr in Göggelsbuch freilich groß, saß der Frust im Lager der Spielgemeinschaft tief. Beziehungsweise: sitzt. „Nein, ehrlich gesagt noch nicht“, antwortet Trainer Manuel Fersch auf die Frage, ob er denn die erste Saisonniederlage schon verdaut hat.

Göggelsbuch habe verdient gewonnen und man könne ja auch mal einen schlechten Tag haben, sagt Manuel Fersch, „es war davor nicht alles perfekt und es ist jetzt nicht alles schlecht.“ An deutlichen Worten spart er aber nicht: „Dass in der Vorbereitung und im Spiel Einstellung, Motivation, Wille, Lauf- und Kampfbereitschaft sowie Spielfreude fehlt, das nervt mich.“

Der 32-Jährige, ansonsten voll des Lobes über seine Mannschaft, erwartet also die berühmte Reaktion gegen einen Gegner, den er hoch einschätzt. „Pollanten wird ein harter Brocken. Wir hatten sie zum Glück gleich am ersten Spieltag (3:2-Heimsieg, d. Red.), da haben ihnen noch ein paar Spieler gefehlt. Wir müssen auf jeden Fall wieder anders auftreten.“ Auf die Ausfallliste muss Fersch am Sonntag noch Jonathan Zeise setzen, der wegen einer Handverletzung für die letzten beiden Spiele des Jahres nicht mehr zur Verfügung steht.

SG Barthelmesaurach/Kammerstein – TSV Heideck (Sonntag, 14.30 Uhr, in Kammerstein): Wie erhofft haben die Heidecker am vergangenen Wochenende ein Zeichen gesetzt. Den als Tabellenführer angereisten TV Büchenbach schickten sie mit 2:0 nach Hause und präsentierten sich dabei defensiv erneut äußerst stabil.

„Gerade die erste Hälfte war richtig stark von uns, Büchenbach hatte im gesamten Spiel keine einzige Chance, obwohl sie in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, dass sie guten Fußball spielen“, blickt Heidecks Trainer Christoph Huber zurück, „wir haben uns damit in die Spitzengruppe reingebissen. Mit der Vorrunde bin ich sehr zufrieden.“

Wäre das Duell gegen Marienstein nicht ins neue Jahr verlegt worden, hätte Heideck – freilich einen Sieg vorausgesetzt – sogar als Herbstmeister in die Rückrunde starten können. „Das ist mir ehrlich gesagt völlig egal“, entgegnet Trainer Huber.

Vielmehr richtet er den Fokus auf die beiden anstehenden Aufgaben gegen die Kellerkinder Barthelmesaurach/Kammerstein (das Hinspiel gewann Heideck unter anderem durch zwei Albrecht-Tore mit 4:0) und Veitsaurach. „Das ist hinten alles so eng, da interessiert mich die Tabelle nicht. Wir wollen uns keine Ausrutscher erlauben“, fordert Heidecks Trainer, der diesbezüglich nur an die Zeit vor ziemlich genau einem Jahr erinnert. Da fuhr der TSV zum damaligen Abstiegskandidaten nach Cronheim – und kassierte eine 1:2-Niederlage.

hoc