Bezirksliga Süd

Beim Spitzenreiter zu Gast

Bezirksliga Süd: TSV Greding in Dinkelsbühl gefordert – Hilpoltstein trifft erstmals sei 2009 auf Woffenbach

03.09.2022 | Stand 03.09.2022, 5:00 Uhr

Ausgerechnet gegen den Tabellenführer müssen die Gredinger (in Schwarz) auf etliche Stammkräfte verzichten. Foto: Tschapka

Hilpoltstein – Hohe Hürde für den TSV Greding: Die Mannschaft von Trainer Patrick Grabmann muss nur drei Tage nach der Niederlage im Nachholspiel gegen den ASV Zirndorf bereits an diesem Samstag beim Spitzenreiter in Dinkelsbühl ran. Einen Tag später sind dann auch der TV Hilpoltstein und der TSV Meckenhausen am 9. Spieltag der Bezirksliga Süd im Einsatz.

Spfr. Dinkelsbühl - TSV Greding (Samstag, 16 Uhr): Der TSV Greding steht vor einer schweren Aufgabe. Die Mannschaft von Trainer Patrick Grabmann ist beim Tabellenführer Spfr. Dinkelsbühl zu Gast. Trotz wohl erheblicher personeller Probleme haben sich die Grünhemden dabei einen Punktgewinn zum Ziel gesetzt.

Drei Tage nach ihrer schwachen Leistung im Heimspiel gegen den ASV Zirndorf (1:2) geht es für die Gredinger vor allem darum, ein weiteres Abrutschen in der Tabelle zu verhindern. Ihr Abstand zum ersten Relegationsplatz gegen den Abstieg ist auf zwei Punkte geschrumpft. Andererseits hätte der TSV durch einen Sieg gegen Zirndorf bis auf zwei Zähler an den Tabellenführer heranrücken können. Dann wäre die bevorstehende Partie das Spitzenspiel der Liga gewesen. Nachdem in der Bezirksliga Süd derzeit aber offensichtlich fast jeder jeden schlagen kann, müssen die Gredinger nun aufpassen, dass sie nicht direkt in die Abstiegszone geraten. Dies gilt umso mehr, als sie es in den beiden folgenden Begegnungen mit dem SC Aufkirchen, Vizemeister in der vergangenen Saison, und dem derzeitigen Tabellendritten FC Wendelstein zu tun bekommen. Das Minimalziel von Grabmann in den kommenden drei Spielen lautet deshalb: „Vier Punkte sollten es schon sein.“

Jedoch stehen ihm ausgerechnet beim Spitzenreiter etliche Stammkräfte nicht zur Verfügung. Vier von ihnen sind auf einer Hochzeitsfeier, außerdem fallen Leistungsträger überwiegend verletzungsbedingt weiterhin aus. Wie sehr sie fehlen, hat sich am vergangenen Mittwoch deutlich gezeigt. Aus dem Kader der ersten Mannschaft werde er voraussichtlich nur auf elf Spieler zurückgreifen können, beschreibt der Trainer des TSV den personellen Engpass. Deshalb würden mehrere Akteure aus dem Reserveteam mit nach Dinkelsbühl fahren.

Unabhängig von der Anfangsformation erwartet Grabmann ein anderes Auftreten seiner Mannschaft als gegen Zirndorf. Vor allem gelte es, die am Mittwoch wiederholt erkennbaren Fehler beim Spielaufbau sowie Ballverluste, die letztlich zu beiden Gegentreffern führten, zu vermeiden.

Dass die Gredinger mit den Dinkelsbühlern durchaus auf Augenhöhe sein können, hat sich in der vergangenen Saison gezeigt. Auf eigenem Platz gewann der TSV mit 2:1, in Dinkelsbühl musste er sich knapp mit 2:3 geschlagen geben. Um gegen den Tabellenführer bestehen zu können, müsse sich seine Mannschaft auf einen schwer bespielbaren Platz und auf fanatische Zuschauer einstellen, weiß Grabmann.

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• TV Hilpoltstein - BSC Woffenbach (Sonntag, 14 Uhr): Der TV Hilpoltstein beendete seinen „Auswärts-August“ positiv und holte in der fünften Partie auf fremdem Geläuf in Folge ein verdientes Unentschieden gegen einen Gegner, der in der Vorsaison noch in der Relegation um den Landesligaaufstieg gescheitert war. „Die junge Mannschaft wächst weiter zusammen und wird besser – das Spiel in Aufkirchen war ein Beleg dafür. Wir waren robuster als in Lauterhofen, ließen uns nicht aus der Ruhe bringen und verfolgten unseren Fußball konsequent. Einen besonderen Effekt hatte Jörg Kotschak, der immer wieder für Tempo und eine besondere Aktion gut ist“, sagt das Hilpoltsteiner Trainerduo Julian Schmidpeter und Martin Baeck-Gugel und ergänzt: „Wir freuen uns deshalb, dass wir dort noch einen Punkt mitnehmen konnten, wissen aber auch, dass wir eigentlich einen Dreier wollten. Den wollen wir jetzt im ersten Heimspiel seit Wochen unbedingt holen.“Mit dem BSC Woffenbach ist für die Burgstädter eine gänzlich unbekannte Mannschaft an der Badstraße zu Gast, das letzte Duell im Ligabetrieb zwischen beiden Teams stammt aus dem Jahr 2009. In diesen 13 Jahren hat sich sowohl weltpolitisch als auch im Fußball viel getan – und so hat sich auch der Kader beider Mannschaften grundlegend geändert (Torschützen beim damaligen 2:1-Sieg des TV Hilpoltstein waren Markus Beyer und Benny Ramsauer). Im Lager des TVH bleibt man trotz der unbekannten Ausgangslage entspannt, viel mehr freue man sich einfach nur auf das erste Heimspiel seit Wochen. „Es wird wieder viel von der Tagesform und Einstellung abhängig sein – mit Halbgas holst du in dieser Liga nichts. Woffenbach hatte nach dem Abstieg etwas zu kämpfen, kommt jetzt aber immer besser rein und gehört sicher nicht in die Tabellenregion, in der sie sich aktuell befinden. Wir müssen, wie jede Woche, unser volles Potenzial abrufen“, sagt das TV-Trainergespann.Die Situation im Hilpoltsteiner Kader entspannt sich derweil mit Ablauf der Urlaubszeit wieder etwas, mit Fabian Schnabel und Martin Keller stehen dem Trainerduo für diese Partie wieder zwei Spieler mehr zur Verfügung.

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SG TSV/DJK Herrieden - TSV Meckenhausen (Sonntag, 15 Uhr): Der TSV Meckenhausen will nach der deutlichen Klatsche vom vergangenen Sonntag (2:7 gegen den ESV Ansbach-Eyb) bei der SG TSV/DJK Herrieden wieder zu alter Stärke finden. Das Team von Spielertrainer Dominik Betz hatte eine ordentliche Leistung gezeigt und hätte durchaus höher als 1:0 in Führung liegen können, ehe der ESV loslegte. Doch auch diese Niederlagen gehören laut Betz zum Lernprozess in der Bezirksliga dazu.

Nun fährt der TSV am Sonntag zum Spitzenspiel nach Herrieden. Mit Trainer Fredi Skurka hat die SG einen sehr erfahrenen Mann an der Seitenlinie, der unter anderem schon die SpVgg Ansbach in die Bayernliga führte. Mit Blick auf die bisherige Saisonstatistik begegnen sich beide Teams auf Augenhöhe. Die Herriedener rangieren aktuell mit 13 Zählern – drei weniger als der TSV – auf dem vierten Tabellenplatz und mussten vergangenes Wochenende ebenfalls nach eigener Führung noch eine Niederlage hinnehmen.

Beim Tabellenzweiten aus Meckenhausen ist die Personalsituation weiterhin angespannt. Nach wie vor fehlen einige Akteure verletzt oder sind angeschlagen. „Sie haben eine sehr heimstarke Truppe und stehen kompakt. Wir müssen zurück zu unseren Stärken finden, dann können wir vielleicht etwas mitnehmen“, sagt Betz.

HK