Fußball - Regionalliga Bayern
„Wir müssen gewinnen“

FCP-Trainer Herbert Paul ruft Partie in Hankofen zum Schicksalsspiel aus – VfB in Würzburg

25.11.2022 | Stand 19.09.2023, 3:30 Uhr

Pipinsrieds Halit Yilmaz (rechts) zog es auch im Spiel gegen Würzburg wie magisch zum Ball, sein Gegenspieler Dardan Karimani hielt dagegen. Foto: Kramer

Pipinsried/Eichstätt – Es ist wieder einmal ein Schicksalsspiel, das der FC Pipinsried an diesem Samstag vor der Brust hat: Der Regionalliga-Vorletzte (21 Punkte) gastiert beim 15. SpVgg Hankofen-Hailing (25 Punkte), Anpfiff ist um 14 Uhr. Derweil steht für den VfB Eichstätt zeitgleich die schwere Aufgabe bei Aufstiegsanwärter Würzburger Kickers an.

SpVgg Hankofen-Hailing - FC Pipinsried (Samstag, 14 Uhr): „Wenn wir das Spiel gewinnen, sind wir wieder mit dabei“, sagt Manager Tarik Sarisakal, „wenn wir verlieren … (es folgt eine lange Pause) … wird es schwierig.“ Herbert Paul, der mit Atdhedon Lushi das Trainerduo bildet, kennt nur eine Option: „Wir müssen das Spiel gewinnen.“ Nicht zuletzt weil es das Team versäumt hat, in den vergangenen beiden Partien gegen Aubstadt (0:1) und die Würzburger Kickers (1:2) zu punkten. „Obwohl wir es verdient gehabt hätten“, bekräftigt Paul.

Hoffnung könnte machen, dass die Formkurve der SpVgg Hankofen-Hailing seit Wochen nach unten zeigt: Von den letzten sechs Partien konnte die Mannschaft um Spielertrainer Tobias Beck nur eines gewinnen, ein 2:0 bei der U23 der SpVgg Greuther Fürth. Ansonsten setzte es zum Teil deftige Niederlagen, wie das 1:5 vor zwei Wochen beim TSV Rain. Die Hankofener Torbilanz seit Mitte Oktober liegt bei 3:11. Eine Chance für den FCP? „Wir kassieren leider auch immer wieder Gegentore“, merkt Sarisakal an. Die Treffer-/Gegentrefferquote der Pipinsrieder war im selben Zeitraum mit 4:11 tatsächlich kaum besser. Wobei die Hankofener eine Partie weniger ausgetragen haben: Ihr Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg II fiel am vergangenen Wochenende ins Wasser. Oder vielmehr den Schneemassen zum Opfer, die das Areal am Valznerweiher unter sich begruben. Die Niederbayern konnten sich ausruhen.

Das aktuelle Hauptproblem des FC Pipinsried sind derzeit indes weniger die vermeidbaren Gegentore, als vielmehr die nicht genutzten Torchancen. In den beiden Partien unter der Ägide von Lushi und Paul hätten die Gelb-Blauen locker zehn Treffer bejubeln können. „Der Konjunktiv zählt im Fußball aber bekanntlich nicht“, wendet der Manager ein. Die Stimmung sei trotz der schwierigen Situation gut, „die Jungs haben gut trainiert.“ Halit Yilmaz legte sogar täglich Extra-Schichten ein, wie er kürzlich erzählte. Ansonsten sind fast alle Spieler fit, bis auf Alexander Langen, der flach liegt und Antibiotika nehmen muss. Ansonsten haben Lushi und Paul die freie Auswahl.

htk

FC Würzburger Kickers - VfB Eichstätt (Samstag, 14 Uhr): Mit dem Gastspiel bei den Würzburger Kickers steht dem VfB eine sehr schwere Aufgabe bevor. Die Unterfranken liegen mit drei Zählern Rückstand auf die SpVgg Unterhaching auf dem zweiten Tabellenplatz, verfügen aber über die mit Abstand beste Offensive: 68 Tore in 22 Spielen bedeuten einen Schnitt von 3,09 Treffern pro Partie.

Drei Gegentore musste auch der VfB im Hinspiel bei der 2:3-Niederlage hinnehmen, wobei Ivan Franjic erst in der 83. Minute der Siegtreffer gelungen war. Mit mittlerweile elf Treffern und zwölf Vorlagen liegt der 25-Jährige in der internen Torjägerliste hinter Saliou Sané (15/10). Zu den weiteren Torschützen der Kickers gehören auch die ehemaligen Eichstätter Akteure Felix Göttlicher (3) und Thomas Haas (2). „Die Kickers haben den besten Sturm und mit Haching die beste Abwehr. Diese zwei Teams werden die Meisterschaft unter sich ausmachen. Daran führt kein Weg vorbei“, erklärt VfB-Trainer Markus Mattes. Ziel der Würzburger Kickers ist die Rückkehr in den bezahlten Fußball. In der Saison 2020/21 spielten die Rot-Weißen noch in der 2. Bundesliga, ehe der doppelte Abstieg erfolgte. Dennoch wird bei den Unterfranken weiter unter Profibedingungen gearbeitet und trainiert. Zur Vorbereitung auf das letzte Heimspiel des Fußballjahres waren in dieser Woche zum Beispiel vier Trainingseinheiten um jeweils elf Uhr vormittags angesetzt.

„In Eichstätt, auf unserem relativ kleinen Platz konnten wir sie auch ein wenig ärgern. Beim Rückspiel werden die Voraussetzungen aber andere sein: da ist der große Platz für die Kickers sicher ein Vorteil. Es wäre überheblich, wenn wir uns was ausrechnen würden. Aber wir wollen natürlich das Maximum rausholen“, kündigt Mattes an. Dabei müssen die Domstädter weiter auf Johannes Golla und Jonas Halbmeyer verzichten. Daniel Haubner war unter der Woche erkältet und Luca Oehler ist bei seinem Gastspiel in der VfB-Reserve zuletzt auf die Schulter gefallen. „Da müssen wir einfach abwarten“, meint Mattes. Genauso abwarten müssen die Eichstätter, ob das zuletzt ausgefallene Spiel gegen Aubstadt noch in diesem Jahr nachgeholt und nach dem letzten Spieltag (3. Dezember) auf das Wochenende 10./11. Dezember terminiert wird.

dno