Landesliga-Testspiele:
Vier Tore in einer Viertelstunde: FSV Pfaffenhofen überzeugt bei 8:2 gegen Aiglsbach – Jetzendorf bangt nach 1:1 um Beiz

12.02.2024 | Stand 12.02.2024, 17:57 Uhr

Bastian Fischer (am Ball) und der FSV Pfaffenhofen zeigten im Testspiel gegen den TV Aiglsbach (in Grün) ihre bislang beste Leistung im neuen Jahr. Foto: Stolle

Auf beeindruckende Art und Weise hat der FSV Pfaffenhofen am Wochenende sein Testspiel gegen den TV Aiglsbach gewonnen. Landesliga-Konkurrent TSV Jetzendorf musste sich mit einem Remis gegen Kreisligist BC Aichach begnügen.

TSV Jetzendorf - BC Aichach 1:1 (0:1): Nach zwei Siegen gegen die Bezirksligisten VfB Eichstätt II und SV Manching sowie einer deutlichen Niederlage gegen den Bayernliga-Spitzenklub TSV Landsberg hat der TSV Jetzendorf am Faschingssamstag sein erstes Remis eingefahren: ein 1:1 (1:0) gegen einen Kreisligisten aus Schwaben, den BC Aichach. Jetzendorfs Cheftrainer Stefan Kellner fand hinterher deutliche Worte: „Auch wenn der BCA Tabellenführer ist, muss es unser Anspruch sein, einen unterklassigen Gegner klar zu dominieren, noch dazu im heimischen Stadion.“ Die Partie gegen die Aichacher sollte ursprünglich auf dem Niederscheyrer Kunstrasen über die Bühne gehen, doch die sehr guten Platzverhältnisse im Lorenz-Wagner-Rund machten ein Match auf Rasen möglich. Die Rollen waren klar verteilt: Die Paarstädter verlegten sich auf's Verteidigen und überließen den Hausherren das Leder. Zu Saisonbeginn hatte der Traditionsverein Markus Kurzhals als Spielertrainer verpflichtet, ein früherer Jetzendorfer Spielmacher, der anschließend fast drei Spielzeiten den Kreisligisten TSV Hohenwart betreute. „Wir wussten mit dem Ball nichts anzufangen, kamen nicht ins Tempo“, monierte Kellner, „das war ernüchternd.“ Die Führung durch Stefan Stöckl war eher Zufall: Ein Aichacher Verteidiger spielte dem Torjäger den Ball in die Füße, der ließ BCA-Keeper Patrick Großhauser – ebenfalls ein ehemaliger Jetzendorfer – keine Chance (1:0, 35.). Aus dem Spiel heraus erarbeiteten sich die Oberilmtaler jedoch keine gefährlichen Abschlusssituationen. Auch nach der Pause nicht. Im Gegenteil: Lukas Wagner nutzte einen Jetzendorfer Ballverlust am eigenen Strafraum zum Ausgleich für Aichach (1:1, 51.). Die Schwaben hätten sogar gewinnen können: Leon Fischer setzte einen Foulelfmeter jedoch nur an die Latte (70.).

Zu allem Überfluss verletzte sich TSV-Führungsspieler Wlad Beiz in der Schlussphase am Knie. „Das sah nicht gut aus“, berichtet Kellner, „wir müssen nun die ärztliche Diagnose abwarten.“ Am Donnerstag reisen die Jetzendorfer zu einem Kurztrainingslager auf die kroatische Halbinsel Krk, am Sonntag sind sie wieder im Lande. Eine Woche später, am Sonntag, 25. Februar, steht das Totopokal-Qualifikationsmatch beim Landesliga-Rivalen TSV Aindling auf ihrem Programm (14 Uhr).

htk

FSV Pfaffenhofen - TV Aiglsbach 8:2 (2:2): Nach dem 1:0-Sieg am Mittwoch bei Bezirksligist SpVgg Haidhausen (Tor: Bastian Fischer) legte der FSV gegen den TV Aiglsbach eine deutliche Schippe drauf. „Unsere Leistung in Haidhausen war ganz schwach, dafür haben wir gegen Aiglsbach von der ersten bis zur letzten Minute einen dominanten Auftritt hingelegt, mit dem ich sehr zufrieden war“, sagte FSV-Coach Gerhard Lösch. Zwar gingen die Gäste per Freistoß durch Manfred Gröber in Führung (7.)., Maurice Untersänger (27.) und Neuzugang Luka Brudtloff drehten (31.) die Partie aber für den FSV. Kurz vor dem Halbzeitpfiff glich Fabian Rasch per Elfmeter nochmals für den TVA aus (41.). Voraus gegangen war ein grober Fehler im Spielaufbau des FSV. „Ansonsten haben wir aber nichts zugelassen, sind hohes Tempo gegangen und haben auch spielerisch überzeugt“, sagte Lösch. Innerhalb von einer Viertelstunde sorgte der FSV nach der Pause für klare Verhältnisse. Zakaria Semache (48.), Bastian Fischer per Strafstoß (52.), Untersänger (54.) und Fischer (58.) schraubten das Ergebnis auf 6:2. Brudtloff (81.) und Paolo Cipolla sorgten für den 8:2-Endstand (84.). „Zwar steht Aiglsbach am Anfang der Vorbereitung, trotzdem musst du gegen einen Bezirksligisten erstmal acht Tore schießen“, sagte Lösch. Für den FSV geht es nun ins Kurztrainingslager nach Innsbruck, ehe am 24. Februar (14 Uhr, beim FC Unterföhring) die Generalprobe vor dem Restrundenstart folgt.

wde/enc