Eishockey-Bayernliga

Stressige Wochen vor Weihnachten

ECP muss nach dem Freitagsspiel gegen Kempten vier Mal in Folge auswärts ran

24.11.2022 | Stand 24.11.2022, 17:40 Uhr
Karl Oexler

Eine von vielen Baustellen beim ECP: Tom Callaghan (rechts, hier im vergangenen Heimspiel gegen Pegnitz) und seine Teamkollegen ließen in der vergangenen Partien zu viele Chancen ungenutzt. Foto: Stolle

Pfaffenhofen – Mit dem Heimspiel gegen den ESC Kempten beginnt für den EC Pfaffenhofen an diesem Freitag (20 Uhr) die Rückrunde in der Eishockey-Bayernliga, wobei für die Pfaffenhofener auch noch zwei Nachholspiele ausstehen. Das erste davon bestreiten die Kreisstädter am eigentlich spielfreien Sonntag (17.30 Uhr) beim ESC Dorfen. Die Partie beim Bayernliga-Urgestein und langjährigen Rivalen ist der Auftakt zu vier Auswärtsspielen in Folge für den ECP.

Nur zwei Wochen nach dem Gastspiel des ECP in Kempten, das die Hausherren mit 9:5 für sich entscheiden konnten, treffen beide Teams nun in der Stadtwerke-Arena erneut aufeinander. Kempten hatte letztes Wochenende nur eine Partie zu absolvieren, in der die Allgäuer mit einem Sieg nach Verlängerung zwei Punkte aus Waldkraiburg entführen und damit ihren sechsten Tabellenrang verteidigen konnten. Einen Platz unter den ersten Acht und damit das Erreichen der Aufstiegsrunde ist das klare Ziel des letztjährigen Vorrundenfünften.

Vor dieser Saison wurde der Kemptener Kader kräftig umgekrempelt. 14 Abgängen stehen 13 Neuzugänge gegenüber. Aus ihnen und dem verbliebenen Stamm soll Ex-Profi Brad Miller, der Carsten Gosdeck als Trainer abgelöst hat, ein schlagkräftiges Team formen. Nach einigen Aufs und Abs zu Saisonbeginn scheint die Mannschaft immer besser in Fahrt zu kommen. In keinem der letzten fünf Spiele ging sie leer aus und schon allein deshalb dürften drei Punkte beim abgeschlagenen Schlusslicht fest eingeplant sein. Erfolgsgaranten beim ESC sind wie im Vorjahr die Routiniers wie Lars Grözinger, Nikolas Oppenberger oder Anton Zimmer, die allesamt schon mehr als 15 Scorerpunkte auf dem Konto haben. Dazu gesellen sich mit einer annähernd gleichen Erfolgsquote die beiden neuverpflichteten Tschechen Dan Przybyla und Rostislav Martynek. Weitere wichtige Stützen sind die Ex-Profis Eric Nadeau und Michael Maaßen, beide ebenfalls neu im Kader. Mit dieser Offensivpower ausgestattet ist Kempten kaum auszurechnen, da alle drei Angriffsreihen in der Lage sind, Spiele zu entscheiden.

Mit ähnlichen Problemen wie der EC Pfaffenhofen hat heuer indes der ESC Dorfen zu kämpfen, wenn auch sportlich mit weniger dramatischen Auswirkungen. Wie vor einiger Zeit beim ECP hat letzte Woche auch beim langjährigen Weggefährten in der Bayernliga eine Krankheitswelle einen Großteil des Kaders vorübergehend außer Gefecht gesetzt. Als es im Oktober die Pfaffenhofener erwischte, hatten die Dorfener sofort einer Verlegung auf den neuen Termin zugestimmt. Und auch Kempten, wo Dorfen letzten Sonntag hätte antreten müssen, zeigte Verständnis und verlegte die Partie. Lediglich Freitagsgegner Erding stimmte einer Verlegung nicht zu, was für ordentlich Ärger zwischen den Lokalrivalen sorgte. Trotz aller Probleme haben die Dorfener mit zehn schon deutlich mehr Punkte auf dem Konto als der ECP. Der Zug in Richtung Aufstiegsrunde dürfte aber bereits abgefahren sein.

Für die Mannschaft von Trainer Petr Fical wird es in beiden Spielen wieder nur darum gehen, sich für die im Januar anstehende Abstiegsrunde in Form zu bringen und vielleicht endlich einmal ein Erfolgserlebnis feiern zu können. In der Vorbereitung gelang immerhin ein 4:1-Sieg in Dorfen. Personell sieht es zumindest gut aus. Bis auf den langzeitverletzten Dominik Thebing sollten am Wochenende alle Mann an Bord sein.

oex