Nach dem Bundesliga-Abstieg
Schützen des SSV Niederlauterbach planen für die 2. Liga – eine wichtige Stütze bricht allerdings weg

24.02.2024 | Stand 24.02.2024, 11:00 Uhr

Sportschießen auf Bundesliga-Niveau wird es beim SSV Niederlauterbach auch in der nächsten Saison geben. Allerdings überlegen die Niederlauterbacher, ob sie als Heimwettkampfstätte in der 2. Liga künftig das Schützenhaus von Heckenrose Irsching nutzen. Foto: PK-Archiv

Nach dem bitteren Abstieg aus der 1. Bundesliga ist bei den Sportschützen des SSV Niederlauterbach eine Grundsatz-Entscheidung gefallen: „Der Verein will weiter auf Bundesliga-Ebene schießen“, sagt Trainer und Mannschaftsführer Daniel Brodmeier.

Konkret bedeutet dies, dass das Luftgewehr-Team aus dem Wolnzacher Ortsteil in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga an den Start gehen wird. Martin Rieder bestätigt dies. „Es war im Prinzip sofort klar, dass wir in der 2. Liga weitermachen“, sagt der Niederlauterbacher Schützenmeister. Ob die zweite Mannschaft des SSV nach ihrem Abstieg in der Bayernliga antreten wird, ist indes noch offen. „Die Wettkämpfe in der 2. Liga und der Bayernliga wären wohl am selben Wochenende. In der vergangenen Saison hatten wir oft einen personellen Engpass und konnten für beide Teams zusammen gerade zehn Schützen stellen“, erklärt Rieder die Überlegung.

Die Entscheidung darüber hängt wohl auch davon ab, welches Personal dem SSV in der kommenden Saison zur Verfügung steht. „Bis jetzt hat sich noch keiner abgemeldet, daher gehe ich davon aus, dass alle weitermachen, aber wir wollen uns erst noch zusammensetzen“, sagt Brodmeier. Die sichere Zusage hat er schon von Simon Weithaler, der in der vergangenen Saison als Spitzenschütze der Zweitliga-Mannschaft in der Setzliste mit einem Ringdurchschnitt von 398,00 geführt wurde. „Bei unserer Topschützin der ersten Mannschaft, Olivia Hofmann, würde ich verstehen, wenn sie bei einem guten Angebot geht, aber bis jetzt gibt es diesbezüglich keine Signale.“

Unabhängig davon wird Brodmeier selbst in der kommenden Saison kürzer treten, wie er erklärt. „Ich werde meine Aufgaben als Mannschaftsführer an Karin John abgeben und bei den Wettkämpfen am Sonntag nicht mehr mitfahren. Ich habe zwei kleine Kinder und die Familie hat jetzt Vorrang“, erklärt er. Als Trainer bleibt der 36-Jährige dem SSV aber weiter erhalten.

Was sich nach dem Abstieg sonst noch für die Niederlauterbacher ändert? „Wir kommen finanziell ein bisschen besser weg, weil viele Übernachtungen wegfallen“, sagt Rieder. Üblicherweise finden die Wettkämpfe in der 2. Bundesliga an einem Tag statt, zudem sind die Fahrtstrecken etwas kürzer. Sponsoren seien dem SSV durch den Abstieg nicht weggebrochen, wie Rieder erklärt. „Wir haben und hatten aber auch keine großen. Einen Großteil des Geldes für den Bundesliga-Betrieb haben wir durch verschiedene Aktionen und Veranstaltungen eingenommen“, sagt der Schützenmeister und zählt die Christbaumversteigerung, den Lauf10! in Wolnzach und die Party Fantasy Island in Niederlauterbach auf. Ändern könnte sich die Wettkampfstätte des SSV: „Wir denken darüber nach ob wir unsere Heimwettkämpfe im Irschinger Schützenhaus austragen, wie das unsere letztjährige Zweitliga-Mannschaft schon getan hat“, sagt Rieder. Die Größe reiche für die 2. Bundesliga aus.

Ob eine Rückkehr des SSV in die 1. Bundesliga irgendwann denkbar ist? Aus Rieders Sicht auf jeden Fall: „Solange wir die Leute im Verein haben, die Lust auf die Bundesliga haben. Mit unserem Bundesliga-Team sind wir ein sportliches Aushängeschild für die Region und wollen das auch bleiben.“

PK