Landesliga - TSV Jetzendorf

Reisner lässt Jetzendorf spät jubeln

Landesliga: TSV-Angreifer erzielt im Heimspiel gegen Gersthofen zwei Minuten vor Schluss den 2:1-Siegtreffer

10.08.2022 | Stand 10.08.2022, 23:13 Uhr

Die Erlösung: Dominic Reisner bejubelt das 2:1. Foto: Kramer

Jetzendorf – Es war wohl die Untertreibung des Abends, als Jetzendorfs Spielertrainer Alexander Schäffler nach dem 2:1 (1:0)-Erfolg seines Teams gegen den Landesliga-Rivalen TSV Gersthofen formulierte: „Ich glaube, es war ein verdienter Sieg.“ Natürlich wusste er es besser. Der Dreier, den sich die Oberilmtaler am Mittwochabend sehenswert erspielten und am Ende erkämpften war hochverdient.

Schäffler selber hatte die Grundlage gelegt durch das 1:0 vor der Pause. Wieder mal ein Treffer, wie auf dem Reißbrett entworfen: mit einem Doppelpass von Luis Sarisakal mit Dominik Reisner und einer genialen Hereingabe Maximilian Kreitmairs zu seinem durchsprintenden Chef (1:0). Das Siegtor war noch klarer herausgespielt. Kreitmair schickte das Leder über 40 Meter auf den rechts startenden Seppi Keimel. Der Linksfuß legte noch 20 Meter zurück und ließ die Kugel in die Mitte segeln, vor die Füße von Reisner (2:1). Der zwischenzeitliche Ausgleich geht offiziell auf das Konto des Gersthofeners Nico Baumeister, doch einige Jetzendorfer könnten sich um den Assistpunkt bewerben (1:1, 66.). Dazu unten mehr.

Die Stimmung war nach dem Ausgleich auf dem Nullpunkt. Denn zu diesem Zeitpunkt hätte es eigentlich 4:0 oder 5:0 für die Hausherren stehen müssen. Wobei die Gäste aus der Augsburger Vorstadt eine andere Nummer sind, als etwa der TV Erkheim, den die Oberilmtaler am Sonntag mit 1:0 (in Unterzahl) bezwangen. Das Erkheim-Match hatte zwei Folgen: Wojciech Swierkosz ist wegen seiner Roten Karte für zwei Spiele gesperrt, außerdem hatte sich Martin Öttl bei den Unterallgäuern den Fuß geprellt; der Kapitän versuchte, die Schmerzen wegzubeißen, musste aber beim Aufwärmen aufgeben. So übernahm Luis Sarisakal Öttls Position links in der Viererkette, Markus Pöllner musste wieder Innenverteidiger spielen, neben dem immer sicherer auftretenden Ferdinand Fels.

Die ersten zehn Minuten gehörten indes den Gersthofenern: Sie pressten hoch und wollten ihre Gastgeber zu Fehlpässen zwingen. Durchaus erfolgreich, aber nicht immer. Denn manchmal nutzen die Hausherren die Freiräume auf der anderen Seite. Etwa als Schäffler und Leon Grauvogl den Ball in den Strafraum transportierten, passgenau zu Benedict Geuenich. Doch dieser scheiterte an Keeper Niklas Gordy (12). Es war die erste von den oben erwähnten Großchancen. Zwei weitere: Kreitmair legt auf Reisner zurück, dessen Schuss rollt links am leeren Tor vorbei (22.). Oder: Els springt in eine Flanke von rechts, Gordy bringt irgendwie die Hand in die Flugbahn des Leders. So ging es weiter. Bis in der 38. Minute plötzlich Gersthofens Niklas Kratzer sich links durchsetzt und knapp verzieht (38.). Gerade noch rechtzeitig erzielte Schäffler die schon zu diesem Zeitpunkt überfällige Führung (1:0, 45.).

Nach der Pause warteten die Jetzendorfer ab. Klar, denn nun mussten die Gäste aktiv werden. Bei einem Gegenstoß hatte Schäffler das 2:0 auf dem Fuß, doch sein 13-Meter-Abschluss hoppelte vorbei (59). Die 66. Minute nahte. Ein Gersthofener setzte sich auf der rechten Flanke gegen Sarisakal durch, der Ball flog Richtung kurzer Pfosten und prallte von Pöllners Hinterkopf ab, zwischen Jeremy Manhards Beine. Bevor der Hüne zupacken konnte, war Baumeister zur Stelle (1:1, 66.). Ein kurioses Tor. Doch zum Glück der Jetzendorfer sorgten Kreitmair, Keimel und Reisner für das Happy End. Schon am Samstag geht es für den TSV in Weißenburg weiter (13 Uhr).

htk


Jetzendorf: Manhard – Radlmeier, Pöllner, Els, Sarisakal – Grauvogl, Beiz – Schäffler (71. Keimel) Kreitmair (89. Liebl), Reisner (90.+3 Peuker) – Geuenich (85. Raabe). – Tore: 1:0 Schäffler (45.), 1:1 Baumeister (66.), 2:1 Reisner (88.). Schiedsrichter: Stadler (Mariakirchen/SG Isar-Rott). – Zuschauer: 275.