Traumstart in die Saison
Reichertshausener Arne Leppelsack gewinnt süddeutsche Hallenmeisterschaft über 400-Meter

08.02.2024 | Stand 08.02.2024, 17:46 Uhr

Flott unterwegs: Arne Leppelsack bewältigte die 400 Meter bei den süddeutschen Hallen-Meisterschaften in 48,30 Sekunden und sicherte sich damit den Titel und eine neue Bestzeit. Foto: Kiefner

Der Reichertshausener 400-Meter-Spezialist Arne Leppelsack ist am vergangenen Sonntag mit einem Meistertitel in die Hallensaison und das Leichtathletik-Jahr gestartet. In der Münchner Werner-von-Linde-Halle setzte sich der 25-Jährige bei den süddeutschen Hallenmeisterschaften im 400-Meter-Finale unter anderem gegen den 20-jährigen Jan Busam (LG Offenburg) und den 28-jährigen Michael Kucher (LG Staufen) durch.

Wichtiger als der Titel ist jedoch Leppelsacks Siegerzeit: Mit 48,30 Sekunden war er so schnell wie noch in einer deutschen Halle, seit seinem Studium in den USA in den Jahren 2018 und 2019. Ähnlich gut ist er zuletzt 2022 in ein Leichtathletikjahr gestartet, als er an selber Stelle 48,32 Sekunden unterwegs war.

Das Halbfinale hatte Leppelsack als Zweiter seines Laufs beendet, in 48,82 Sekunden hinter Kucher in 48,70 Sekunden. Beide hatten damit schon die Norm für Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig am 17. und 18. Februar unterboten. Im Endlauf legte Leppelsack nochmals mächtig zu. Im vergangenen Jahr hatte er Silber bei den Süddeutschen in 48,89 Sekunden errungen und legte im Sommer mit 47,30 Sekunden nach.

In der aktuellen Hallenbestenliste des DLV rangiert das frühere MTV-Talent auf Rang zwölf. Angeführt wird das Ranking derzeit von Marc Koch (LG Nord Berlin) mit 46,78 Sekunden, erzielt Anfang Februar in Erfurt. Koch wurde vor Jahresfrist Deutscher Hallenvizemeister.

In München präsentierten sich auch einige Talente des TV Geisenfeld. So wurde die 14-jährige Enea Kujath Sechste im Weitsprung der U18-Juniorinnen mit einem Satz auf 5,41 Meter – eine Hallenbestleistung, knapp unterhalb ihres persönlichen Freiluftrekordes von 5,43 Meter vom Juli 2023. Ärgerlich war für Kujath, dass sie den Wettkampf nach dem fünften Versuch abbrechen musste – die Plätze fünf (5,43 Meter) und vier (5,47 Meter) wären wohl in ihrer Reichweite gewesen. Ihre gleichaltrige Teamkollegin Alea Brunec übertraf beim U18-Wettbewerb mit der Drei-Kilo-Kugel sogar ihre bisherige Bestweite im Freien: In München stieß die Geisenfelderin das Gerät bis auf 12,44 Meter – 33 Zentimeter weiter als im Juli in Ingolstadt. Brunec überzeugte zudem durch eine starke Serie. In der Endabrechnung wurde sie Achte in einem sehr guten Wettkampf, nur drei Zentimeter hinter der Siebten.

Ebenfalls erfreulich war der achte Platz der Geisenfelder 4x200-Meter-Staffel. Hannah Eisenmann, Emilia Scheffczik, Marie Kastl und Enea Kujath sprinteten in 1:51,26 Minuten über das 200-Meter-Rund – dabei ließen die Geisenfelderinnen unter anderem das zweite U20-Quartett der LG Stadtwerke München hinter sich, die fast durchgängig ein Jahr älter sind als die TV-Talente.

PK