„Late-Night-Show“ endet auf dem Podium
Pfaffenhofener Rennfahrer Marius Zug holt beim 1000 Kilometer-Rennen in Le Castellet Rang zwei im Gold Cup

05.06.2023 | Stand 15.09.2023, 0:25 Uhr

Gab im Mercedes AMG GT3 eine gute Figur ab: Der Pfaffenhofener Marius Zug schaffte es in Le Castellet auf das Podest. Foto: SRO

Marius Zug bezeichnete es als eine „Late-Night-Show“, das 1000 Kilometer-Rennen in Le Castellet. Viel Verkehr war jedenfalls auf dem Circuit Paul Ricard, denn 57 Supersportwagen wurden um den Grand Prix-Kurs gejagt – allesamt von Dreier-Besatzungen. Das ergibt 171 Rennfahrer, die am Wochenende nach Südfrankreich reisten, wobei Zug für das Team Winward Racing in das Lenkrad eines Mercedes AMG GT3 griff.

Als eine „Spätschicht am Samstagabend“ könnte man das Szenario auch bezeichnen, denn als der Pfaffenhofener in den Renner stieg, war es schon stockdunkel. „Die letzten zwei Stunden im Doppel-Stint zu fahren und dann auch noch nachts – das war fordernd, aber es hat einfach auch richtig viel Spaß gemacht“, erklärte Zug nach der Wettfahrt. Grund, gut gelaunt zu sein, hatte der 20-Jährige am frühen Sonntagmorgen auf alle Fälle: Den 550 PS-starken Mercedes hatte er um Mitternacht auf Platz zehn über die Ziellinie gepeitscht. An sich ein überzeugendes Ergebnis, was sich aber noch besser anhört: Innerhalb der Klasse „Gold Cup“ schafften es die Winward-Piloten Miklas Born (Schweiz), David Schumacher und Zug sogar auf Platz zwei.

Also durften sie zur „Geisterstunde“ sogar noch auf das Siegerpodest steigen, um Champagner zu verspritzen. Nur die Besatzung von ComToYou Racing war mit ihrem Audi R8 etwas schneller. „Ich bin ja noch frisch und bereit, gleich loszulegen“, postete Zug kurz vor seinem Einsatz und dann „lieferte“ er: Von der Gold Cup-Position drei auf zwei peitschte er der Winward-Boliden noch.

Nun fiebert der Pfaffenhofener Rennfahrer schon dem nächsten Spektakel entgegen – einem speziellen übrigens: Am 1. und 2. Juli geht es für ihn über die vierfache Distanz, wenn in Spa Francorchamps das legendäre 24-Stunden-Rennen auf dem Programm steht.

wff