A-Klassen 4 und 5 Donau/Isar
Niederlauterbach kommt in Unterzahl zurück: SVN verlässt mit 2:2 gegen Unterpindhart das Tabellenende

31.10.2023 | Stand 31.10.2023, 17:29 Uhr

Kampf um den Ball: Der Pörnbacher Thomas Schneider (rechts) versucht sich gegen den Jetzendorfer Moritz Lessel durchzusetzen. Foto: M. Schneider

Nur mit viel Mühe hat sich das Spitzenduo am letzten Hinrunden-Spieltag der A-Klasse 4 behaupten können. Tabellenführer BC Uttenhofen nutzte beim 2:0 in Hohenwart zwei Standards zum Sieg und verteidigte Platz eins vor dem TSV Jetzendorf II, der dank eines Last-Minute-Treffers von Peter Seidl 2:1 in Pörnbach gewann.

A-KLASSE 4:
TSV Hohenwart II - BC Uttenhofen 0:2 (0:1): Hohenwart stellte den Tabellenführer von Beginn an vor Probleme. Immer wieder rannte sich Uttenhofen an der kompakten TSV-Defensive fest und hatte zwischenzeitlich sogar Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Nachdem es die Gastgeber bei einer Großchance verpassten, den Ball querzulegen, sicherte BCU-Keeper Elias Brummer den Ball. Mitte der ersten Halbzeit schaltete Uttenhofens Luca Schlittenbauer nach einem Freistoß, der vom Pfosten abprallte, am schnellsten und schob zur Führung ein (24.). Auch im zweiten Durchgang zeigten sich die Gäste nach einem Standard eiskalt. Oliver Kotzur verwandelte eine Ecke zum entscheidenden 2:0 (68.). „Gegen die ‚richtig guten‘ der Liga haben wir uns teuer verkauft. Doch leider haben wir gegen die direkten Kontrahenten zu oft nicht unser Potenzial abgerufen. Das müssen wir in der Rückrunde besser machen“, meinte Hohenwarts dritter Abteilungsleiter Mathias Dischner. „Es waren drei Punkte, aber mehr auch nicht“, sagte BCU-Spielleiter Sascha Seitz, dem der absolute Wille bei seiner Mannschaft fehlte.
SV Niederlauterbach - FC Unterpindhart 2:2 (0:2): Unterpindhart agierte in der ersten Hälfte zielstrebig und drängte auf die Führung. Diese gelang früh durch Martin Leppmeier, der einen Eckball per Kopf versenkte (11.). Auch danach dominierte der FCU und kreierte mehrere Chancen. Wassim Belkhir verwertete eine Vorlage von Dennis Weinrich zum 2:0 (31.). Nach Wiederanpfiff konnte Unterpindhart aber nicht mehr an die Leistung der ersten Hälfte anschließen und die Gastgeber kämpften sich mit viel Leidenschaft zurück ins Spiel. Florian Ehrl erzielte den Anschlusstreffer (68.). Trotz einer Gelb-Roten Karte für Drago Zagran (72.) gelang Stefan Ilmberger in der Schlussphase noch der vielumjubelte Ausgleich (76.). „Bei unseren Toren haben wir endlich den Biss gezeigt, den man braucht“, freute sich SVN-Abteilungsleiter Stefan Hartl. „Ein Punkt beim Tabellenletzten ist definitiv zu wenig. In den nächsten Wochen müssen wir definitiv wieder ein anderes Gesicht zeigen“, sagte FCU-Abteilungsleiter Johannes Rambach, der von einer schwachen seiner Elf Leistung sprach.
VfB Pörnbach - TSV Jetzendorf II 1:2 (0:1): Im ersten Durchgang wurden die Gäste ihrer Favoritenrolle gerecht und dominierten die Partie. Immer wieder kamen die Grün-Weißen gefährlich vor das VfB-Tor und erzielten durch Samuel Jung die Führung (22.). Nach der Pause fanden die Hausherren immer besser ins Spiel und übernahmen die Kontrolle. Pörnbach verpasste zunächst per Elfmeter die große Chance zum Ausgleich, kurz darauf war aber Spielertrainer Josef Harrer zur Stelle und traf (68.). In einer umkämpften und offenen Schlussphase gelang schließlich Peter Seidl der Lucky-Punch für die Gäste (89.). „Ein Lob an die Jungs für ihren Auftritt in der zweiten Halbzeit. Eine solche Leistung erwarte ich beim nächsten Spiel über 90 Minuten, dann werden wir auch wieder als Sieger vom Platz gehen“, sagte Harrer, der von einer bitteren Niederlage sprach. „Am Ende war es ein glücklicher Sieg, wir freuen uns über die drei Punkte“, meinte TSV-Trainer Thomas Eichner, der zwei komplett verschiedene Halbzeiten sah.
MTV Pfaffenhofen - SV Geroldshausen 2:7 (2:2): Im Vorfeld der Partie musste MTV-Trainer Peter Walter auf acht Spieler verzichten. Dennoch waren die Gastgeber zunächst besser im Spiel. Nach einem langen Ball schoss Aleko Hristov ein (15.). Der SVG hatte aber sofort eine Antwort. Nach einem Schussversuch von Maximilian Huber verwertete Michael Schrag den Abpraller zum 1:1 (18.). Nachdem Huber nach einer Ecke von Christian Drexler zum 1:2 einnickte (34.), traf Fousseni Coulibaly im Gegenzug zum Ausgleich (35.). Nach der Pause verloren die Gastgeber komplett den Zugriff und Geroldshausen dominierte die Partie nach Belieben. Nachdem Huber eine Drexler-Ecke zum 2:3 verwertete (48.), kombinierten sich die Gäste zu sehenswerten Treffern von Schrag (51.) und Drexler (57.). Bei Fehlern der MTV-Abwehr blieb Schrag zweimal wachsam und erhöhte auf 2:7 (64., 87.). Zudem sah Pfaffenhofens Firuz Attaie die Rote Karte wegen Meckerns (71.). „In der ersten Halbzeit waren wir noch gut im Spiel, aber die Zweite war einfach eine Vollkatastrophe und es war nichts zu sehen vom Einsatz und Engagement der letzten Wochen“, kritisierte MTV-Coach Peter Walter. „Kompliment an die Jungs, dass sie ihren Prinzipien treu geblieben sind, sich von nichts beirren haben lassen und ihr Potenzial abgerufen haben“, lobte SVG-Abteilungsleiter Max Demmel, der einen verdienten Sieg sah.
SV Fahlenbach - ST Scheyern II 0:1 (0:1): Die intensive Partie war von vielen Zweikämpfen geprägt. Im ersten Durchgang hatten die Scheyrer mehr Spielanteile und gingen durch einen sehenswerten Treffer in den Winkel von Mathias Hoiß in Führung (16.). Hoiß, Simon Schneider und Stefan Brandstetter ließen in der Folge vielversprechende Gelegenheiten aus, sodass es bei der knappen Führung blieb. Fahlenbach stand zwar defensiv kompakt, rieb sich aber immer wieder an der starken Scheyrer Abwehr auf. Nach der Pause begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe und es gab nur noch wenige Chancen. Die Gäste verteidigten weiter beherzt und brachten den Sieg über die Zeit. In der Schlussphase sah Fahlenbachs Thomas Leitner nach einem unüberlegtem Einsteigen noch die Rote Karte (89.). „Wir haben wieder nicht gezeigt, wozu wir im Stande sind. Am Ende verlieren wir wegen eines Traumtores“, haderte SVF-Spielleiter Tommy Mehlhose. STS-Coach Daniel Huber sprach von einem „dreckigen Auswärtssieg.“ Er freute sich, dass sein Team sich im Vergleich zur Vorwoche steigern konnte.
SpVgg Engelbrechtsmünster - FC Schweitenkirchen 2:3 (0:1): In einer umkämpften Partie hatte Schweitenkirchen vor allem im ersten Durchgang mehr Spielanteile und drängte auf das Tor der SpVgg. Per Fernschuss belohnte Simon Hauner die Gäste für diesen Aufwand mit dem 1:0 (42.). Thomas Kittl und Lukas Schaubeck hatten zuvor weitere gute Chancen vergeben. Auch im zweiten Durchgang blieb Schweitenkirchen am Drücker. Nachdem Sebastian Bauer trocken auf 2:0 erhöhte (56.), legte er nur wenig später nach Vorlage von Florian Bauer das 3:0 nach (62.). In der Schlussphase nutzte Tobias Trick eine Unkonzentriertheit in der FCS-Defensive und verkürzte auf 1:3 (79.). Nachdem Andre Lawall kurz vor dem Abpfiff per Elfmeter zum Anschluss traf (88.), wurde es noch einmal spannend, die Gäste brachten den Sieg aber über die Zeit. „Hätte das Spiel 100 Minuten gedauert, wäre noch was gegangen“, sagte SpVgg-Coach Johannes Pichler, der sich über die Gegentore zum 0:2 und 0:3 ärgerte. „Es waren zwei Kontertore, bei denen wir geschlafen haben.“ „Wir haben ihnen ein Tor geschenkt und der Schiedsrichter hat ihnen einen Elfmeter geschenkt. Trotzdem haben wir es dann souverän runtergespielt“, meinte FCS-Abteilungsleiter Baris Basaran.
TSV Reichertshausen - SpVgg Steinkirchen 4:1 (1:0): Steinkirchen war anfangs besser im Spiel und kam immer wieder gefährlich vor das Tor der Gastgeber. Effektiver zeigte sich allerdings der TSV. Pierre Reisner setzte sich auf der rechten Angriffsseite durch und setzte den Ball entschlossen ins lange Eck (41.). Im Gegenzug schwächte sich Steinkirchen entscheidend. Für eine Auseinandersetzung mit seinem Mitspieler sah Steinkirchens Tobias Langenegger die Rote Karte (42.). In Überzahl nahm Reichertshausen nach dem Seitenwechsel sukzessive das Heft in die Hand und drängte auf das SpVgg-Tor. Manuel Bednarik behielt alleine vor dem Gehäuse die Nerven und erhöhte auf 2:0 (61.). Nach einer Freistoßflanke stand auf der Gegenseite Michael Diemer goldrichtig und verkürzte für die Gäste (72.). Im Gegenzug schnappte sich Reisner einen zu kurzen Abschlag von SpVgg-Keeper Michael Sedlmayr und traf traumhaft aus sehr großer Distanz (74.) zum 3:1. Schließlich nickte Wilson Cametupa nach einer Ecke ein und machte den Sack zu (89.). „Am Ende war es ein verdienter Derbysieg in einem fairen Spiel“, resümierte TSV-Abteilungsleiter Florian Kottmayr. „Wenn wir zu elft gewesen wären, wäre mindestens ein Punkt drin gewesen“, sagte SpVgg-Trainer Veysel Sentürk.

A-KLASSE 5:
TSV Rohrbach II - SV Ilmmünster 3:1 (0:1): Von Beginn an waren die Gäste besser im Spiel. Florian Scharger verwandelte einen umstrittenen Elfmeter abgeklärt zum 0:1 (7.). Auch in der Folge fand Rohrbach gegen die kompakte Defensive der Gäste keine Mittel, Ilmmünster fuhr einige gefährliche Konter und hatte mehrere Chancen, verpasste es aber zu erhöhen. Nach dem Seitenwechsel musste Ilmmünsters Marcel Buchmann mit Gelb-Rot vom Platz (50.). Für SVI-Abteilungsleiter Johannes Sackl war dies die entscheidende Szene der Partie und eine sehr harte Entscheidung. Aus seiner Sicht hätte in dieser Szene auch eine Zehn-Minuten-Strafe gereicht. Für TSV-Trainer Christoph Seiler war die zweite Gelbe Karte für Buchmann berechtigt, die erste hingegen hart. In der Folge übernahm der TSV die Spielkontrolle. Per Doppelschlag drehte Michael Sperrer die Partie innerhalb kürzester Zeit, nachdem er zweimal alleine vor dem gegnerischen Tor auftauchte (65., 67.). Nach einem Lattentreffer von Josef Haid machte Michael Mößnang den Deckel drauf (81.). SVI-Spieler Jakob Marek sah noch die Gelb-Rote Karte (85.). „In der zweiten Halbzeit hatten wir deutlich mehr Spielanteile und das Spiel unter Kontrolle“, sagte Seiler, dessen Team mit dem Sieg auf Rang zwei rückt. „Am Ende waren die drei Punkte für die Gastgeber verdient. Ich denke aber, dass wir mit elf Spielern einen Punkt geholt hätten“, meinte Sackl.

PK