Landesliga - TSV Jetzendorf

Niederlage wird zur Nebensache

Trotz heftigen Gewitters wird das Spiel zwischen Jetzendorf und der Unterhachinger U 21 erst nach 82 Minuten abgebrochen

11.09.2022 | Stand 11.09.2022, 20:39 Uhr

Brachte den TSV früh in Führung: Benedict Geuenich. Foto: Kramer

Jetzendorf – Am Freitagabend zog ein gewaltiges Gewitter durch das Obere Ilmtal. Es führte nach rund einer Stunde zu einer Unterbrechung der Partie zwischen dem Landesligisten TSV Jetzendorf und der U21 der SpVgg Unterhaching, die wie berichtet außer Konkurrenz in der Liga mitmischt. Die Hachinger waren kurz zuvor mit 1:2 durch einen Elfmeter in Führung gegangen. Nach zehn Minuten ließ der Mammendorfer Schiedsrichter Niklas Hampel die Teams wieder auflaufen.

„Eine fragwürdige Entscheidung“, kritisiert Jetzendorfs Spielertrainer Alexander Schäffler den Wiederanpfiff. Die Wetterlage mit Regen, Blitz und Donner wäre schlechter gewesen als vor der Zwangspause, erzählt der Coach. Nach 82 Minuten hatte der Referee schließlich ein Einsehen und schickte die Kicker endgültig in die Kabinen.

Die Partie hatte viel versprechend für den TSV begonnen: Der wieder genesene Markus Pöllner schlug eine Ecke von rechts auf den kurzen Pfosten, Wlad Beiz verlängerte per Kopf, Benedict Geuenich schob am langen Pfosten ein (1:0, 2.). Es war der erste Liga-Treffer des Stürmers seit seiner Rückkehr nach Jetzendorf.

Schäffler und seine Co-Trainer Markus Pöllner und Daniel Stampfl hatten das Team erneut kräftig umgebaut: Torhüter Ulrich Unterburger gab sein Startelf-Debüt in der Landesliga (Dennis Pöllner kam nach der Pause), ebenso der erst 18-jährige Lorenz Kirmair, der in der Viererkette auflief. „Unsere Abwehr hat ihre Aufgaben sehr gut erfüllt“, lobte Schäffler später, „Lorenz war neben Markus (Pöllner) einer der besten Spieler auf dem Platz.“

Die Freude über die Führung währte indes nicht lange. Nach einer Ecke köpfte Nils Ortel ein (1:1, 14.). „Unnötig, den hatten wir übersehen“, ärgerte sich der Spielertrainer. Die Partie war flott: Die jungen Hachinger überzeugten durch Schnelligkeit und Technik, die Jetzendorfer hielten dagegen. Großchancen erarbeitete sich indes keines der Teams, weder vor noch nach der Pause, als das Unwetter einsetzte. Der Strafstoß war zweifelhaft: „Der Linienrichter hatte kein Foul gesehen, der Schiedsrichter schon“, berichtet Schäffler. Ein Hachinger wollte an der Grundlinie an Martin Öttl vorbei, lief stattdessen auf den Jetzendorfer Kapitän auf und ließ sich fallen. Obermeier verwandelte sicher (1:2, 59.). „In so einem Spiel lohnt es sich nicht, sich aufzuregen“, kommentiert der Jetzendorfer Chefcoach den Pfiff. Im Gegensatz zur Entscheidung, die Partie trotz des Unwetters weiter laufen zu lassen. „Eigentlich hätten wir uns nach der Unterbrechung weigern müssen, wieder auf den Platz zu gehen“, sagt Schäffler.

htk


TSV Jetzendorf: Unterburger (46. D. Pöllner) – Radlmeier (27. Sarisakal), Öttl, M. Pöllner, Kirmair – Raabe, Grauvogl, Beiz, Keimel – Geuenich, Liebl. – Tore: 1:0 Geuenich (2.), 1:1 Ortel (14.), 1:2 Obermeier (Foulelfmeter, 59.). – Schiedsrichter: Niklas Hampel (SV Mammendorf). – Zuschauer: 135.