180 Kilometer ins Allgäu
Landesliga Südwest: TSV Jetzendorf vor weiter Auswärtsfahrt zu Spitzenreiter 1. FC Sonthofen

07.04.2023 | Stand 16.09.2023, 23:52 Uhr |
Horst Kramer

Im Hinspiel mussten sich Wlad Beiz (rechts) und der TSV Jetzendorf mit 1:3 gegen Sonthofen geschlagen geben. Foto: Kramer

Jetzendorf – An diesem Karsamstag steht dem TSV Jetzendorf die weiteste Reise in dieser Landeliga-Saison bevor. Rund 180 Kilometer wird der grün-weiße Tross zum Ligaprimus 1. FC Sonthofen unterwegs sein. Der Anpfiff ertönt um 14.30 Uhr.

Die Oberallgäuer haben mit 48 Zählern zwar nur einen Punkt mehr als ihr Verfolger FC Ehekirchen, allerdings können sie weitere Punkte bei einem Nachholspiel gegen Jetzendorfs Tabellennachbarn FC Kempten sammeln. TSV-Spielertrainer Alexander Schäffler sieht sein Team jedenfalls als Underdog und verspricht sich davon ein unbeschwertes Auftreten. Im Gegensatz zur jüngsten Heimspielniederlage, dem 1:4 gegen den TSV Gilching-Argelsried, als der TSV mit der Favoritenrolle fremdelte, noch dazu als es in Überzahl das Spiel zu machen galt. „Vielleicht tat uns der Warnschuss vor dem Saison-Endspurt ganz gut“, spekuliert der Coach. Schon am Dienstag hätten die Spieler und ihre Trainer die Niederlage aufgearbeitet und ihre Schlüsse daraus gezogen, sagt Schäffler. Tabellarisch habe sich zum Glück nichts verändert, so Schäffler weiter. Der Abstand des Sechsten zum Relegationsrang 14 beträgt weiterhin acht Punkte.

Dass Schäfflers Sonthofener Kollege Benjamin Müller den TSV Jetzendorf auf die leichte Schulter nimmt, ist jedoch nicht zu erwarten. Zumal sich Müllers Mannschaft wegen des knappen Vorsprungs auf die Ehekirchner keinen Fehltritt erlauben darf. Beim bisher einzigen Punktspiel der Oberilmtaler in Sonthofen im Juli 2019 hatten Schäffler und Co nichts zu bestellen. 0:4 (0:1) hieß es am Ende: Kevin Haug machte einen Doppelpack, Andreas Hindelang hatte die Halbzeitführung erzielt. Beide sind auch in dieser Saison sehr erfolgreich: Hindelang konnte bisher zwölfmal jubeln, Haug zehnmal. Die Jetzendorfer wissen also, auf wen sie besonders aufpassen müssen. Schäffler kündigt an: „Heuer wollen wir besser abschneiden.“

Er und sein Trainerkollege Daniel Stampfl können nahezu auf den Kader der letzten Woche zurückgreifen. Bis auf Christos Papadopoulos, der berufsbedingt fehlt. Dafür ist Urlauber Seppi Keimel wieder mit von der Partie.

htk