Geuenich und Els wieder dabei
Landesliga Südwest: TSV Jetzendorf empfängt formstarke Weißenburger

17.03.2023 | Stand 17.09.2023, 0:50 Uhr
Horst Kramer

Schon in der Landesliga kaum zu bremsen: Jetzendorfs Linksaußen Seppi Keimel (rechts), an den sich hier der Gersthofener Manuel Rosner geklammert hat. Künftig kickt Keimel wieder für Hilgertshausen, der in die Kreisklasse aufsteigen könnte. Foto: Kramer

Der TSV Jetzendorf schwebt vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den TSV 1860 Weißenburg auf Wolke sieben (Anpfiff 15 Uhr). Kein Wunder nach der berauschenden zweiten Halbzeit mit fünf Treffern zum 5:2-Erfolg in Gersthofen. Satte 13 Tore hat der TSV Jetzendorf in den drei Landesliga-Spielen in diesem Jahr erzielt, die letzte Punktspielniederlage ist kaum noch in Erinnerung, Mitte Oktober in Ehekirchen.

Die Oberilmtaler führen die Rückrundentabelle an (mit Schwabmünchen), Dominic Reisner ist der zweitbeste Goalgetter (14 Treffer) hinter Ehekirchens Christoph Hollinger (17). Und nun kommen die Weißenburger zu Besuch, eine Mannschaft, an die TSV-Trainer Alexander Schäffler und seine Spieler keine guten Erinnerungen haben. Auf dem hochsommerlich ausgetrockneten Platz der Mittelfranken kassierten die Jetzendorfer den Ausgleich zum 2:2 in der fünften Minute der Nachspielzeit. Einige Grün-Weiße fühlten sich damals betrogen. Nicht so Schäffler und sein Co-Spielertrainer Markus Pöllner. „Weißenburg war über weite Strecken stärker“, erinnert sich der Chefcoach. Es war ein Erlebnis, das der Spielertrainer zur Erdung seiner Überflieger nutzt. Ebenso die beeindruckende Erfolgsserie der Weißenburger. Ihr letztes Punktspiel ohne Punktgewinn liegt noch länger zurück als das des TSV Jetzendorf. Am 9. Oktober mussten die Mittelfranken ein 0:1 einstecken, interessanterweise ebenfalls beim FC Ehekirchen.

Am vergangenen Wochenende demontierten die fränkischen „Sechziger“ den Liga-Vierten FV Illertissen zu Hause mit 4:0 (3:0). In der Vorwoche fuhren die Weißenburger einen Last-Minute-Sieg beim TSV Hollenbach ein, in einem kampfbetonten und ruppigen Spiel, wie ein Beobachter berichtet.

Die Gäste rangieren auf Rang zehn (29 Punkte) und dürfen sich mit fünf Zählern Vorsprung auf den 14. SV Mering noch lange nicht am sicheren Ufer fühlen. Die Situation des TSV Jetzendorf ist als Fünfter (34 Punkte) deutlich komfortabler. „Sich zurückzulehnen wäre ein Fehler“, warnt Schäffler, „uns fehlen weiterhin einige wichtige Zähler.“ Drei Punkte gegen Weißenburg kämen daher genau richtig.

Im Jetzendorfer Kader ging in den vergangenen Tagen erneut ein Magen-Darm-Virus um. So musste Keeper Jeremy Manhard am Dienstag das Training abbrechen. Schäffler geht aber davon aus, dass der Hüne bis zum Sonntag wieder fit ist. Gleiches gilt für den schon vor einigen Tagen erkrankten David Raabe. Immerhin kehrt Ben Geuenich nach seiner Kopfverletzung (gegen Erkheim) in den Kader zurück. Wie es mit Marc Peuker aussieht, der sich eine Nasenverletzung (im Training) zugezogen hatte, ist indes noch unklar. Dominik Liebls Trainings-Kopfverletzung ist ebenfalls noch nicht verheilt. Der zu Jahresanfang wegen einer Roten Karte bei der Hallenmeisterschaft gesperrte Ferdinand Els steht wieder im Aufgebot.

htk