Leichtathletik

Irlingers nächster Streich

Talent des TSV Jetzendorf kehrt mit drei Medaillen von der bayerischen Meisterschaft zurück

05.08.2022 | Stand 05.08.2022, 17:17 Uhr

Von Horst Kramer

Kitzingen – Das Jetzendorfer Multitalent Konstanze Irlinger bestritt am vergangenen Wochenende bei den bayerischen U16-Meisterschaften im unterfränkischen Kitzingen seinen ganz persönlichen Fünfkampf – obwohl es eigentlich nur um die Titel in den Einzeldisziplinen ging. Irlingers Bilanz ist erstaunlich: Die U16-Juniorin kam mit einer goldenen, zwei silbernen und einem höchst unglücklichen vierten Platz nach Hause.

Dass die frische gebackene Deutsche U16-Meisterin im Speerwurf bei den bayerischen Titelkämpfen als Topfavoritin galt, war klar – schließlich hatte sie das 500-Gramm-Wurfgerät bei der deutschen Meisterschaft in Bremen auf sagenhafte 49,28 Meter geschleudert. Dass diese Weite keine Eintagsfliege war, bewies Irlinger in Kitzingen: Dort haute sie den Speer gleich im ersten Versuch auf 46,31 Meter raus, auch ihr weiteren Versuche landeten meist weit über der 40-Meter-Marke. Wie dominant die Jetzendorferin war, ist an einer Zahl zu erkennen – die Weite der Vizemeisterin Sarah Poleba (TV Bürgstadt): 38,92 Meter.

Den zweiten Platz in Unterfranken sicherte sich Konstanze Irlinger mit dem Diskus und der Kugel: Ihre Ein-Kilo-Scheibe segelte bis auf 32,22 Meter – nur drei Zentimeter weniger als bei ihrem besten Wurf in diesem Sommer. Den Meistertitel sicherte sich Chiara Wildner (LG Sempt) mit einer Weite von 33,88 Meter. Beim Kugelstoßen mit dem Drei-Kilo-Gerät verbesserte die Jetzendorferin ihre Bestweite auf 12,54 Meter, im Rahmen einer ausgezeichneten Serie. Besser war nur die aktuelle Deutsche U16-Meisterin Clara Hegemann (LG Stadtwerke München) mit 14,20 Metern, die sich ebenfalls in hervorragender Form präsentierte.

Im Weitsprung entschieden nur zwei Zentimeter zwischen Silber und dem undankbaren vierten Platz. Irlinger war bei ihrem ersten Sprung bei 5,28 Metern gelandet. Auch hier ließ die vielseitige Athletin eine sehr gute Serie folgen, eine Verbesserung gelang ihr indes nicht mehr, dabei lag die Augsburgerin Lejah Mayer mit 5,30 Metern in Irlingers Reichweite. Nur Piah Siedler (VfL Buchloe) erzielte beständig bessere Weiten, ihr weitester Satz endete bei 5,45 Meter. Immerhin schien Irlinger die Bronzemedaille bis zum letzten Durchgang sicher zu sein. Bis Florentine Toppe (TSV Wolfratshausen) im letzten Versuch auf 5,29 Meter flog und ihr den Treppchenplatz noch wegschnappte.

Pech für die junge Jetzendorferin. Nicht das einzige Mal bei diesen Titelkämpfen. Denn über 300 Meter Hürden kam Irlinger ins Straucheln und ging komplett leer aus. Aber auch so war sie eine der erfolgreichsten Leichtathletin bei diesen Meisterschaften.

Derweil konnte sich das Geisenfelder W14-Talent Alea Brunec über den dritten Platz im Kugelstoßen mit 9,79 Meter und mit dem Speer dank 31,65 Meter freuen. Mit dem Diskus wurde sie Fünfte mit 24,31 Meter. Ihre Teamkollegin Katharina Weichenrieder verpasste im Stabhochsprung knapp die Bronzemedaille und landete mit übersprungenen 2,90 Metern auf Platz vier. Vereinskameradin Emilia Scheffczik belegte mit 2,70 Metern Rang sechs unter den zehn Teilnehmerinnen. Siegerin Katja Riedl (TSV Erding) brachte es auf 3,20 Meter.

PK