Fußball - Bezirksliga

FSV im Stile einer Spitzenmannschaft

Pfaffenhofen schlägt Dachau mit 5:2 – und macht Jetzendorf zum Meister

15.05.2022 | Stand 15.05.2022, 21:21 Uhr

Ungewohnt effektiv zeigte sich der FSV Pfaffenhofen vor dem gegnerischen Tor. Hier schießt Dominik Binder (rechts) vor ASV-Torwart Korbinian Dietrich zum 2:0 ein. Foto: Stolle

Pfaffenhofen – „Schade, dass sich die Saison jetzt dem Ende entgegen neigt. Wir sind richtig gut drauf“, sagte Pfaffenhofens Trainer Gerhard Lösch nach dem beeindruckenden 5:2 (2:0)-Sieg seines FSV am Freitagabend gegen das Spitzenteam ASV Dachau. Für die Pfaffenhofener ging es in diesem Spiel um nichts mehr, trotzdem zeigten sie „von der ersten bis zur letzten Minute ein überragendes Spiel“ (Lösch) und krönten den TSV Jetzendorf somit vorzeitig zum Bezirksliga-Meister.

Es war bereits der fünfte Sieg in Folge für die Pfaffenhofener, die damit ihren sechsten Tabellenplatz behaupteten. Lösch verordnete seiner Mannschaft gegen Dachau eine defensivere Taktik als üblich. „Wir haben damit gerechnet, dass der ASV von der ersten Minute an Vollgas geben wird und wollten erst einmal hinten sicher stehen und Nadelstiche nach vorne setzen.“ Die Taktik ging perfekt auf, denn gleich die ersten beiden Nadelstiche saßen. In der 17. Minute leitete Thomas Niggl im Mittelfeld den Ball mit dem Außenrist auf Nico Ziegler weiter, der mit einem schönen Schuss vom Strafraumeck das 1:0 erzielte. Acht Minuten vor der Pause führte ein schöner Spielzug über Niggl und Maxi Ceballos zum 2:0: Der FSV-Torjäger bediente Dominik Binder, der vor dem Tor eiskalt einschob (37.). „Dachau hatte über die gesamte Partie mehr Spielanteile, aber wir haben aus dem Spiel heraus keine Großchance zugelassen, Kompliment an die Mannschaft“, sagte Lösch.

Und es kam noch besser für sein Team: Nur kurz nach der Pause setzte sich Binder nach einer Balleroberung auf der linken Seite gegen drei Gegenspieler durch und erhöhte auf 3:0 (52.). Als Michael Kornprobst kurz darauf für den ASV nach einer Ecke auf 3:1 verkürzte (65.) keimte noch einmal Hoffnung beim Tabellenzweiten auf. „Doch anders als sonst waren wir heute eiskalt vor dem Tor und haben nahezu jede Chance genutzt“, sagte Lösch. So auch in der 74. Minute, als die Pfaffenhofener nach Ballgewinn zu dritt auf einen Verteidiger zuliefen und Niggl schließlich zum 4:1 einschoss. Das 4:2 für die Gäste durch Philipp Schmidt (82.) nach einer Standardsituation fiel für den FSV nicht mehr weiter ins Gewicht. Denn Löschs Team hatte wieder eine Antwort parat: Manuel Riebold besorgte kurz vor Schluss den 5:2-Endstand (90.).

Der FSV-Trainer freute sich nach dem Spiel auch über die gute Leistung von Robin Walther, der Keeper Max Bleisteiner zum ersten Mal in einem Punktspiel vertreten hatte. „Anfangs hat er ein wenig nervös gewirkt, danach aber hat er Souveränität ausgestrahlt und alles gehalten, was er halten musste.“ Glückwünsche gab es von Lösch nicht nur an seine Mannschaft, sondern auch an den TSV Jetzendorf: „Wie sie sich als Mannschaft auf dem Platz präsentiert haben, war beeindruckend. Und wer nach der Winterpause bis zu diesem Wochenende ohne Punktverlust bleibt und Dachau noch abfängt, der ist auch verdient Meister.“ Am Rande der Partie verkündete der Coach im Übrigen, dass er auch in der kommenden Saison als Trainer beim FSV an der Seitenlinie stehen wird.

enc