Hoffnungen beendet

Fataler Sturz: Pfaffenhofener Bielmeier muss „Drift in Ice“-Rennen vorzeitig abbrechen

25.01.2023 | Stand 25.01.2023, 20:04 Uhr
Erhard Wallenäffer

Lange erfolgreich unterwegs: Julian Bielmeier (links, hier im Duell mit Sergej Malyschew) erwischte nach seinem zweiten Platz in Pfaffenhofen auch in Niesky einen guten Start. Doch dann beendete ein Crash gegen die Bande alle Hoffnungen. Foto: Grämii Fotografie

Ein fataler Sturz hat die Hoffnungen des Pfaffenhofener Speedwayfahrers Julian Bielmeier auf ein weiteres Top-Ergebnis zunichte gemacht.

„Drift on Ice“ im Eisstadion Pfaffenhofen vom 14. Januar:



Willkommen im Winter: 510 Kilometer weit fuhr Julian Bielmeier mit seinem Team, bis kurz vor die polnische Grenze. Niesky, eine Kleinstadt in der Oberlausitz, war am Samstag das Ziel und dort sei es extrem kalt gewesen, berichtet der Pfaffenhofener Speedwayfahrer. Eine Woche vorher, bei „Drift on Ice“ in der Pfaffenhofener Stadtwerke Arena, fuhr er furios auf Platz zwei und auch im Osten lief es zunächst hervorragend. Dann machte jedoch ein fataler Sturz Bielmeiers Hoffnungen auf ein weiteres Top-Ergebnis zunichte.

„In die letzte Ecke bin ich etwas blöd eingebogen, dann driftete ich in eine ausgeschruppte Rinne, in der ich plötzlich Schub bekam. Der anschließende Einschlag war heftig.“ Bielmeier spricht von seinen letzten Rennmetern im Eisstadion von Niesky. Fast wäre es für ihn wieder so gut gelaufen wie eine Woche zuvor vor den heimischen Fans – aber eben nur fast. Mit einem Sieg gegen Patrick Hyjek und Jaroslaw Petrak startete der Pfaffenhofener in das Meeting. Die ersten beiden Punkte waren auf dem Konto und auch danach verbuchte Bielmeier konstant Zähler. Deren fünf waren es nach den Vorläufen, allerdings reichte das diesmal nicht für den direkten Einzug in das Finale.

Ramponierter Kunststoff-Schuh



Zwar punktgleich mit Richard Geyer erschien Bielmeier auf dem Tableau, jedoch konnte der Meißener einen Sieg mehr verbuchen. Alle Hoffnungen auf den Hoffnungslauf? Doch dazu kam es nicht – denn eben bei der fünften Zieldurchfahrt prallte der 21-Jährige mit voller Wucht in die Bande. „Ich hob ab und stürzte mit dem Bauch auf den Lenker“, erklärt Bielmeier um gleich Entwarnung zu geben: „Mir ist nichts Schlimmes passiert, mein Stiefel hat mir das Sprunggelenk gerettet.“ Wer ein Foto des ramponierten Kunststoff-Schuhs sieht, weiß warum. So wurde entschieden, nicht mehr anzutreten. „Weil ich unter Schock stand und nichts riskieren wollte“, sagt Bielmeier.

Derweil fuhr Ronny Weis, Cheforganisator der Serie, nach seinem überlegenen Erfolg in Pfaffenhofen den nächsten Sieg ein, wobei er im Finallauf erst an Jacob Bukhave vorbei musste. Auf dem dritten Platz landete Geyer vor Niklas Clausen. Tero Aarnio konnte hingegen nicht teilnehmen: In Pfaffenhofen war der Finne mit dem Fuß voraus in die Wand geschlittert, statt mit einem Pokal stieg er auf Krücken in das Flugzeug nach Helsinki. Zu Hause wurde schließlich ein Bruch diagnostiziert, weshalb Aarnio vier bis acht Wochen lang einen Gipsverband tragen muss. „Mir geht es gut, der Bruch ist nicht kompliziert und wird gut heilen – das ist das Leben eines Speedwayfahrers“, ließ er ausrichten. Noch ein „Drift on Ice“-Rennen wird es diesen Winter geben, am 26. Februar treffen sich die Fahrer zum Abschluss der Serie in Geising (Erzgebirge).

wff