A-Klasse 3 Donau/Isar

Ersatzgeschwächte Ernsgadener trumpfen auf

Aufsteiger gewinnt ohne sechs Stammkräfte mit 4:1 in Haunwöhr – Reichertshofen verliert trotz starker Leistung gegen Pförring

08.11.2022 | Stand 08.11.2022, 16:50 Uhr
Peter Kundinger

Nur eine Halbzeit lang konnten Fabian Gmelch (rechts) und der TSV Reichertshofen gegen Eduard Gerdt und den TSV Pförring mithalten. Dann setzte sich der Gast mit 4:1 durch. Foto: pku

Pfaffenhofen – In der A-Klasse 3 Donau/Isar hat Verfolger TSV Pförring das spielfreie Wochenende des Tabellenführers MBB SG Manching genutzt, um mit einem hart erkämpften 4:1-Auswärtserfolg beim TSV Reichertshofen bis auf einen Punkt an den Klassenprimus heranzurücken. Grund zum Jubeln hatte auch der SV Ernsgaden, der trotz des Fehlens von sechs Stammspielern mit 4:1 in Haunwöhr triumphierte.

TSV Reichertshofen - TSV Pförring 1:4 (1:0): „In der ersten Halbzeit hat uns alles gefehlt, was den Fußball ausmacht. Reichertshofen war lauffreudiger und zweikampfstärker und hätte zur Halbzeit durchaus höher führen können. Das Standardtor kurz nach der Halbzeit hat uns ins Spiel zurückgebracht“, war Pförrings Coach Johann Schmidtner trotz des 4:1-Sieges unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Die Hausherren waren vom Anpfiff weg überlegen, pressten hoch und erspielten sich mit schnell vorgetragenen Angriffen über die Flügel einige gute Chancen. Dennoch dauerte es bis zur 45. Minute, ehe Jonathan Habicht einen Freistoß direkt verwandelte. Kurz nach dem Seitenwechsel brachte Andreas Schlagenhaufer die Gäste per Kopf nach einer Freistoßflanke zurück in die Partie. Daniel Finkenzeller erzielte nach einem Eckball ebenfalls per Kopf die Führung für die Gäste (72.), ehe Martin Werle sieben Minuten später mit einer Freistoßflanke an Freund und Feind vorbei das 1:3 markierte. Reichertshofen gab sich nicht geschlagen, hatte aber Pech mit einem Pfostenschuss. Für den Schlusspunkt sorgte Kilian Grimm mit einem Flachschuss (82.). „Trotz großer Verletzungssorgen haben wir gut gespielt. Schade, dass wir immer wieder durch Standardsituationen Gegentreffer hinnehmen müssen. Heute wäre mehr drin gewesen“, zeigte sich Reichertshofens Trainer Manuel Steiniger enttäuscht.
SV Irsching-Knodorf - FC Rockolding 1:1 (1:0): In einem fairen und von Schiedsrichter Ludwig Handl souverän geleiteten Derby trennten sich beide Teams mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden: „Im ersten Durchgang waren wir spielbestimmend und hätten bei besserer Chancenverwertung die Begegnung für uns entscheiden können. Nach dem Seitenwechsel gestaltete sich das Spiel ausgeglichen. Rockolding war vor allem bei Standards immer gefährlich“, bilanzierte SVI-Trainer Fatih Soysal. Nach mehreren vergebenen Einschussmöglichkeiten nutzte Philipp Lederer ein schönes Zuspiel von Nicolas Nest zur Führung für die Hausherren (36.). Nach dem Seitenwechsel drückte die Elf von Spielertrainer Andrej Kubicek zunehmend auf den Ausgleich. Dieser gelang in 52. Minute. Robert Lanig verwertete einen Eckball per Kopf. Beide Mannschaften hatten im weiteren Spielverlauf die Möglichkeit, den Siegtreffer zu erzielen.
SV Haunwöhr - SV Ernsgaden 1:4 (0:2): Bei schwierigen Platzverhältnissen entwickelte sich eine Begegnung auf überschaubarem Niveau: „Das war von beiden Mannschaften kein gutes Spiel. Ernsgaden agierte ausschließlich mit hohen Bällen und wir haben es nicht geschafft, diese konsequent zu verteidigen“, ärgerte sich Haunwöhrs Trainer Christian Springwald nach der Niederlage gegen den Aufsteiger, der Corona-bedingt auf sechs Stammspieler verzichten musste. Das SVE-Angriffsduo Andreas Thiel/Thomas Maihorn entschied die Begegnung. Bereits in der elften Minute nutzte Daniel Gmeiner eine Flanke Thiels aus dem Halbfeld per Kopf zum 1:0. Thiel selbst verwandelte eine Maihorn-Vorlage in der 44. Minute zur 2:0-Halbzeitführung. Erneut war es nach 70 Minuten der SVE-Trainer, der den Torhüter nach einer Maihorn-Vorlage geschickt überlupfte (70.), ehe Maihorn eine Vorlage Thiels zum 4:0 nutzten konnte (77.). Für die Ergebniskosmetik sorgte Simon Stippel kurz vor Schluss mit einem Weitschuss. „Ich bin stolz auf mein Team. Trotz schwieriger Bedingungen haben wir einen verdienten Sieg eingefahren“, sagte der SVE-Übungsleiter.
FC Wackerstein-Dünzing - SV Oberstimm 1:1 (1:0): Im Duell der Verfolger reichte es für beide Teams nicht zum erhofften Sieg. „Die erste Hälfte verlief relativ ausgeglichen, obwohl wir nicht gut waren, im zweiten Durchgang präsentierten wir uns wesentlich besser und es wäre mehr drin gewesen“, sagte ein unzufriedener SVO-Spielertrainer Butrint Iberdemaj nach der Punkteteilung. Bereits in der vierten Minute gingen die Hausherren durch Jürgen Wolfsteiner in Führung, als dieser nach einer Kopfballverlängerung von Harald Wagner durchlief und überlegt einschoss. „Wir müssen vor der Pause den zweiten Treffer nachlegen, das haben wir versäumt. Auch kurz vor Schluss ließen wir zwei Riesenchancen zum Sieg liegen,“ ärgerte sich FCW-Spielertrainer Kay Baitz, der am Ende von einem gerechten 1:1 sprach. Iberdemaj selbst war es vorenthalten, nach einem Schuss von Christian Motz den abgewehrten Ball zu verwandeln (57.).

pku