Laufsport

Erfolgreiche Formtests in ganz Bayern

Pfaffenhofener Athleten überzeugen bei Lauf-Veranstaltungen in Karlsfeld, Schrobenhausen und am Tegernsee

23.09.2022 | Stand 23.09.2022, 16:20 Uhr
Horst Kramer

Gut gelaunt trotz Regen und Wind: Christiane Tillschneider (MTV) beim Halbmarathon am Karlsfelder See. Foto: Kramer

Pfaffenhofen – Einen Monat vor dem Pfaffenhofener Stadtlauf am 16. Oktober testeten zahlreiche Läufer aus der Region ihre Form bei Rennen in Bayern, etwa beim Schrobenhausener Stadtlauf und beim Karlsfelder Seelauf. Aber auch in Altötting und am Tegernsee.

In Karlsfeld traten am Sonntag Christiane Tillschneider und Stefanie Sindel (beide MTV Pfaffenhofen) an. Tillschneider ging bei Regen und Wind auf die Halbmarathon-Strecke und traf dennoch gut gelaunt nach guten 1:42:15 Stunden ein, als Gesamt-Siebte und W50-Beste. „Ein sehr schöner Kurs rund um den See“, lobte sie. Sindel hatte sich das Zehn-Kilometer-Rennen ausgesucht. In dem hochklassigen Feld wurde die frisch gebackene bayerische W40-Vizemeisterin im Halbmarathon gute Fünfte in 43:48 Minuten. Auf die Frage, wie es ihr ergangen sei, schmunzelte Sindel und antwortete: „Sehr gut.“ Die Frage hatte einen guten Grund: Denn keine 24 Stunden zuvor war die Pfaffenhofenerin in Schrobenhausen gestartet. Sindel wurde Zweite über die sechs Kilometer in 22:55,8. Eigentlich war sie gefühlte Co-Erste. Denn sie hatte das Feld mit der Schrobenhausenerin Maxi Schwarzbauer von Anfang an angeführt. Die Zeitmessung wies der Lokalmatadorin indes 22:55,2 Minuten zu.

Beim Hauptlauf über zehn Kilometer schaffte der Pfaffenhofener Triathlet Manfred Koppold den Sprung auf das Treppchen. Er wurde Dritter in 36:26 hinter Michael Sassnink (LC Aichach, 35:29) und dem Schrobenhausener Ultradistanz-Läufer Johannes Plöttner (35:51). Sassnink trat wie Sindel in Karlsfeld an und gewann Bronze beim Halbmarathon in 1:18:21 Stunden.

Schon auf Platz sieben lief in Schrobenhausen Thomas Hornig vom Pfaffenhofener Lauftreff ein, in sehr guten 38:45 Minuten. Eine halbe Minute später ging der MTV-Triathlet Johannes Glatt als Achter (39:16) über die Ziellinie. Bei den Frauen feierte das bekannte Koppenbacher Mutter-Tochter-Gespann Roswitha und Leni Schruf eine „Reunion“ – Tochter Lena lebt und arbeitet seit geraumer Zeit in Rosenheim. Vielleicht hatte deswegen Mutter Roswitha als Siebte (und W50-Flotteste) in 48:55 die Nase vorne, Leni Schruf kam als Elfte nach 51:36 an. Zwischen die beiden hatte sich Anja Schmidt (TSV Jetzendorf) als Neunte in 50:33 geschoben. Alle Genannten werden vermutlich auch beim Pfaffenhofener Stadtlauf zu sehen sein.

Einige MTV-Aktive hatten die Herausforderung übrigens in der Ferne gesucht: Jens Wittmer war sozusagen bis nach Altötting gepilgert, um den dortigen Halbmarathon zu bestreiten – er gilt als „schnellster Naturlauf der Welt“, weil er zum größten Teil durch die örtlichen Wälder führt. Der M50-Sportler war auf dem Kurs 2:01,7 Stunden unterwegs, als 353. von mehr als 600 Startern.

Fast doppelt so weit hatten Sebastian Giebken (MTV) und Ingrid Janner (Ausdauersportförderverein), um an den Rennen am Tegernsee teilzunehmen: Janner durfte 1:11 Stunden die schöne Aussicht der Zehn-Kilometer-Strecke genießen, als 255. von 576. Giebken hatte sich für Halbmarathon-Distanz gemeldet und kam nach 1:41:39 als 348. von 2255 Finishern an – die Rekord-Beteiligungszahl des Wochenendes. Sie erklärt sich aus den vielen Bewohnern der Landeshauptstadt, die wohl dem Oktoberfestrummel entgehen wollen. In Karlsfeld waren rund 400 Sportler unterwegs, in Schrobenhausen etwa 370.

htk