Regionalliga - FC Pipinsried

Chancenwucher kostet FCP Punkt in Aubstadt

13.11.2022 | Stand 13.11.2022, 20:26 Uhr
Horst Kramer

Traf in Aubstadt zweimal Aluminium: Marvin Jike. Foto: htk

Pipinsried – Selten hat eine Mannschaft so unglücklich verloren wie der Regionalliga-Vorletzte FC Pipinsried am Samstag beim TSV Aubstadt. Mit 1:0 (0:0) siegten die Unterfranken durch einen Treffer des letztjährigen FCP-Verteidigers Jannik Fippl (80. Minute).

Die Spieler des neuen Pipinsrieder Trainerduos Atdhedon Lushi/Herbert Paul hätten fast einen Punkt zum Einstand mit nach Hause gebracht. Zweimal bewahrte die Latte die Gastgeber vor einem Gegentreffer, einmal der Pfosten. Zweimal schlugen TSV-Verteidiger den Ball von der Linie, die weiteren Pipinsrieder Großchancen nicht mitgerechnet. Fippls Siegtor war der einzige Schuss der Hausherren auf den Kasten von FCP-Schlussmann Felix Thiel nach der Pause. Ab der 40. Minute waren die Gelb-Blauen drückend überlegen.

Lushi war daher nach dem Abpfiff mit der Leistung seiner Mannschaft hochzufrieden: „Das Team ist mit Leidenschaft und Emotion aufgetreten, so wie wir das unter der Woche gepredigt hatten.“ Mit dem Ergebnis war er natürlich nicht glücklich: „Wer oben steht, hat das Glück auf seiner Seite. Wer unten steht, das Pech.“

Lushi und sein Kollege Paul mussten die Abwehr komplett umformieren, mit Alexander Langen auf der rechten Seite, Fabian Willibald als Mittelmann und Simon Rauscheder links – die Dreierkette arbeitete tadellos. Doch über die Außenbahnen mit Daniel Jelisic (rechts) und Faton Dzemailji (links) erwies sich die Defensive als anfällig. Bernard Mwarome (Oberschenkelzerrung) und Benedikt Lobenhofer (erkrankt) fehlten. Marin Pudic, der sich am Donnerstag zunächst noch abgemeldet hatte, war kurzfristig genesen. Mit Marvin Jike, Nickoy Ricter, Halit Yilmaz und Belmin Idrizovic war die bestmögliche Offensive am Start.

Die Anfangsphase gehörte den Hausherren, die erste Torgelegenheit auch: Ben Müller schoss aus 18 Metern knapp neben den Pfosten (9.). Die zweite Chance erinnerte sehr an die 2:5-Hinspielpleite, als vier Treffer über die rechte Aubstädter Angriffsseite fielen: Timo Pitter zog davon, Dzemailji hetzte hinterher. Pitters Flanke landete nicht bei einem Aubstädter sondern auf Jelisics Kopf, der Thiel zu einer Glanzparade zwang (34.). Der FCP stand tief und wartete auf Umschaltmomente. So wie in der 40. Minute, als Idrizovic das Leder abfing, nach vorne trieb und aus 17 Metern an den rechten Pfosten setzte. Es war der Auftakt zu einer Serie von Abschlüssen in der zweiten Hälfte, die für eine sorgenfreie Führung hätten sorgen können. Doch dann erzielte Fippl per Drop-Kick das Tor des Tages.

Selbst danach hätte der FCP das Match noch drehen können, etwa als Marvin Jike die Kugel vom Strafraumrand an die Latte donnerte und Agbowo den Nachschuss haarscharf neben den langen Pfosten setzte (beides 82.).

Der FCP bleibt Vorletzter und spielt am kommenden Samstag (14 Uhr) daheim gegen den FC Würzburger Kickers.

htk