2. Badminton-Bundesliga Süd

Druck auf die Tabellenspitze

2. Badminton-Bundesliga Süd: Verfolger TSV Freystadt plant zum Rückrundenstart zwei Siege ein

20.01.2023 | Stand 20.01.2023, 17:57 Uhr

Aufsteigende Form zeigte zuletzt Simon Rebhandl (links). Der Neuzugang des TSV konnte bei seinem letzten Einsatz in Jena sowohl das Mixed als auch das Doppel für sich entscheiden. Foto: Mehlich

Freystadt – An diesem Wochenende startet der TSV Freystadt mit zwei Auswärtsspielen in die Rückrunde der 2. Badminton-Bundesliga Süd. Dabei trifft der TSV am Samstag (18 Uhr) auf den TSV Neuhausen-Nymphenburg II, am Sonntag (12.30 Uhr) heißt der Gegner TuS Geretsried.

Die Oberpfälzer belegen derzeit punktgleich mit dem 1. BV Maintal den zweiten Platz und weisen nur zwei Zähler Rückstand auf Spitzenreiter 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim II auf. Mit zwei Siegen am Wochenende könnten die Freystädter ihre Tabellenposition nach unten absichern und – sofern der Primus patzt – sich näher an die Saarländer ran kämpfen. Nachdem der TSV in der Vorrunde beide bayerischen Derbys vor heimischer Kulisse klar gewinnen konnte, warnt Teammanager Stephan Pistorius davor, die Spiele auf die leichte Schulter zu nehmen.

Während der TSV damals jeweils in Bestbesetzung antreten konnte, fehlen nun am Wochenende mit Sara Loncar und Bastian Keller zwei Stammspieler. Neuhausen und Geretsried, beide bei den Niederlagen in Freystadt stark ersatzgeschwächt, werden dagegen wohl in Bestbesetzung antreten. Für Keller, der verletzungsbedingt die nächsten Spiele pausieren muss, rückt Simon Rebhandl in die Aufstellung. Der 28-jährige Vorarlberger war zu Saisonbeginn vom österreichischen Erstligisten BC Feldkirch zum TSV Freystadt gewechselt und konnte in seinen elf Einsätzen bisher viermal das Spielfeld als Sieger verlassen. „Simon hat sich am Anfang etwas schwer getan, er hat viele Spiele im Entscheidungssatz knapp verloren – aber gerade in den letzten Spielen hat er gezeigt, wie wertvoll er für unser Team ist“, sagt TSV-Mannschaftsführerin Stefanie Spies. Neben Rebhandl werden Luca Milic, Filip Spoljarec und Andreas Pistorius gegen Neuhausen und Geretsried aufschlagen. Bei den Damen stehen Spies, Katharina Rudert und Ella Neve im Kader. Alle sind gut in Form. So holte etwa Neve zu Jahresbeginn bei den südostdeutschen Meisterschaften O19 in Sachsen den Titel im gemischten Doppel und stand auch beim deutschen Jugendturnier vergangene Woche in Bonn auf dem Siegerpodest.

Gegen die Zweitvertretung des TSV Neuhausen-Nymphenburg erwarten die Oberpfälzer einen Gegner, der um jeden Punkt kämpfen muss. Die Münchner belegen den zehnten Tabellenplatz und müssen aufpassen, nicht vorzeitig in den Abstiegsstrudel zu geraten. Dazu Freystadts Teammanager Pistorius: „Wir sind gespannt, mit welchem Team die Münchner spielen werden und ob sie den ein oder anderen Ersatzspieler ihrer ersten Mannschaft einsetzen werden.“ Erfolgreichster Spieler der Gäste ist Justin Seibel, der als Juniorenspieler bereits in der 1. Liga einige Überraschungserfolge einfahren konnte und bei den südostdeutschen Meisterschaften im Einzel ganz oben auf dem Podest stand. Trotzdem sieht sich Freystadt gegen Neuhausen in der Favoritenrolle.

Schwieriger wird es für die Oberpfälzer wohl tags darauf beim Tabellensechsten aus Geretsried. Dabei trifft der TSV auf einige Spieler, die bereits für Freystadt gespielt haben – allen voran Oliver Roth. Der ehemalige Nationalspieler und Ex-Vizeeuropameister spielte fünf Jahre für Freystadt. Er war beteiligt am Aufstieg in die 1. Liga und als erfahrener Spieler eine der großen Stützen. Nach dem Rückzug aus der Bundesliga wechselte Roth als Spielertrainer zum Zweitligisten Geretsried und ist dort als Doppel- und Mixedspezialist erfolgreichster Punktesammler. Er musste in der Vorrunde gegen Freystadt krankheitsbedingt passen, wird aber dieses Mal sein Team verstärken. Zudem werden die Oberbayern erstmals die österreichische Nationalspielerin Katharina Hochmeier einsetzen. Besondere Aufmerksamkeit im starken Geretsrieder Damenteam gilt außerdem der Malaiin Sylvia Kavita Kumares. „Ich hoffe auf ein knappes 4:3 für uns, aber nur dann, wenn es uns gelingt, die Schlüsselspiele im Herren- und Dameneinzel zu gewinnen“, sagt Freystadts Teammanager Pistorius.

HK