Fussball, Kreisligen

Zwei wichtige Befreiungsschläge

SC Mühlried dreht in Pöttmes einen Zwei-Tore-Rückstand – DJK Langenmosen meistert Aufgabe beim TSV Firnhaberau

25.09.2022 | Stand 25.09.2022, 21:38 Uhr

Dem TSV Pöttmes richtig weh getan: Spielertrainer Sebastian Slupik (vorne), Yunus-Mete Halici (r.) und ihr SC Mühlried fuhren am Sonntagnachmittag einen extrem wichtigen Auswärtserfolg ein. Foto: M. Schalk

Von Roland Kaufmann

Schrobenhausen – Der TSV TSV Erding und der FC Moosinning II haben sich vom restlichen Feld der Kreisliga Donau/Isar II weiter abgesetzt, ihr Vorsprung auf Position drei beträgt bereits sechs Zähler. Der unangefochtene Leader in der Kreisliga Ostschwaben, der BC Rinnenthal, ist in der laufenden Fußballsaison sogar noch komplett ungeschlagen.

Kreisliga Ostschwaben

TSV Firnhaberau - DJK Langenmosen 1:4: „Mit unserem zweiten Sieg in Folge haben wir uns in der Tabelle etwas Luft verschafft, die Leistungen an sich passen ebenfalls wieder. Was will man mehr?“, sagt DJK-Spielertrainer Stefan Kellner rundum zufrieden. Zwei Treffer von Youngster Stefan Stöckl – zunächst nach klugem Steckpass von Tobias Schmid (8.), dann im Anschluss an einen Eckstoß von Andreas Brumm (19.) – brachten die Langenmosener schnell auf den richtigen Weg. Oder, wie es Kellner ausdrückt.. „Wenn deine beiden ersten Torschüsse drin sind, spielst du dich immer leichter.“ Selbst das Firnhaberauer Anschlusstor, das von Alexander Schaller per Foulelfmeter in der 30. Minute erzielt wurde, verunsicherte die Blauweißen nicht mehr. Vielmehr stellten sie bereits vier Zeigerumdrehungen später wieder den alten Abstand her, als Manuel Greiner einen langen Ball von Kellner verwertete – 3:1. Nur auf die endgültige Entscheidung musste danach lange gewartet werden – was nicht zuletzt an zwei (zumindest aus DJK-Sicht) sehr unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen lag. So blieb nach einem klaren Foul an Schmid, worauf dieser sogar verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, der fällige Elfmeterpfiff aus (44.) – und bei einem Kopfballtor von Brumm (70,.) wollte der Referee eine Abseitsposition gesehen haben. Damit fiel das Langenmosener 4:1 erst in der Nachspielzeit. Und das durch Kellner persönlich, was diesen riesig freute: „Der Weg zurück nach meiner mehrwöchigen Erkrankung war lang gewesen – aber jetzt fühle ich mich endgültig wieder angekommen.“

TSV Pöttmes - SC Mühlried 2:3: Die rote Laterne des Tabellenletzten brennt nun nicht mehr in Mühlried. „Und das verdientermaßen, denn meine Truppe hat sich an diesem Sonntag leidenschaftlich gegen eine weitere Niederlage gestemmt, hat nie aufgesteckt“, erzählt SCM-Spielertrainer Sebastian Slupik mit einer großen Portion Stolz. Andererseits, das weiß der 34-Jährige nur zu gut, war der Auswärtssieg auch dringend nötig – für die eigenen Köpfe ebenso wie für das eigene Zählerkonto: „Nur ein Punkt aus Pöttmes wäre in unserer aktuellen Situation zu wenig gewesen.“ Trotz eines frühen 0:1-Rückstands, für den Fabian Scharbatke per Foulelfmeter gesorgt hatte (7.), gingen die Mühlrieder Köpfe nicht schnell nach unten. Ganz im Gegenteil: Das Gegentor stachelte die Blauweißen noch mehr an, sie hatten die Partie fest in der Hand. Erschreckend allerdings ihre Chancenverwertung. „Wir ließen bereits vor dem Pausenpfiff vier, fünf ,Hundertprozentige’ liegen“, berichtet Slupik kopfschüttelnd. Auf der anderen Seite hatte die Elf aus Pöttmes zwar nicht ihren besten Tag erwischt – aber mit einem Freistoß von Mersad Fakic erhöhte sie trotzdem auf 2:0 (54.). Wären die Mühlrieder hiervon geschockt gewesen, man hätte es nachvollziehen können. Aber nichts da. „Wir verstanden den zweiten Gegentreffer vielmehr als endgültigen Weckruf“, erzählt Slupik. Und siehe da: Dank Samuel Spielberger (71.) Daniel Schmid (81.) sowie Kapitän Lukas Koppold (90.+3) drehte der SCM tatsächlich noch komplett den Spieß um.

Kreisliga Donau/Isar II

SC Kirchasch - TSV Hohenwart 1:0: „Trotz unserer ersten Niederlage seit dem ersten Spieltag ist nichts Dramatisches passiert. Es bleibt im Tabellenmittelfeld eng – und wir sind weiterhin dabei“, sagt Markus Kurzhals. Enttäuscht ist der TSV-Spielertrainer natürlich dennoch, denn der Hohenwarter Rückstand auf das Spitzenduo ist nun schon auf neun Zähler angewachsen. Sollte es also mal das Ziel der Paartaler gewesen sein, ganz vorne mitzumischen, dann können sie sich das zunächst mal abschminken. Die Geschichte der Partie in Kirchasch ist schnell erzählt: Eigentlich sahen die Zuschauer ein typisches 0:0-Spiel mit nur wenigen Torgelegenheiten – aber den Platzherren gelang es dann eben doch, in der 72. Minute einen Lucky Punch zum entscheidenden 1:0 zu setzen. Genauer ausgedrückt war es Johannes Westermaier, der im Sturmzentrum eine scharfe Hereingabe verwertete. „Wir passten in der Defensive nur ein einziges Mal nicht hundertprozentig auf und sind dafür prompt bestraft worden“, ärgert sich Kurzhals. Auf der anderen Seite agierten die Hohenwarter in der Offensive sehr harmlos, das Fehlen von Oscar Appelmann und Sebastian Herker machte sich schmerzlich bemerkbar – auch wenn Alexander Sengl nach langer Verletzungspause sein Comeback feiern durfte. „Jetzt muss halt am nächsten Sonntag unbedingt ein Dreier her“, sagt Kurzhals.

SZ