Fußball bei frühlingshaften Temperaturen
Vereine aus dem Altlandkreis Schrobenhausen nutzen das günstige Wetter fleißig zum Testen aus

20.02.2024 | Stand 20.02.2024, 12:54 Uhr

Der Hohenwarter Siegtorschütze gegen den TSV Reichertshofen: Sebastian Herker (r.). Foto: M. Schalk (Archiv)

Winter hin oder her: Das aktuelle Wetter im Februar lädt trotzdem schon zum Fußballspielen ein. Zahlreiche Teams aus dem Altlandkreis Schrobenhausen ließen sich da am vergangenen Wochenende nicht zweimal bitten und bestritten bereits ihre ersten Testpartien im neuen Kalenderjahr 2024.

FSV Pfaffenhofen II - FC Gerolsbach 1:1: „Die ersten 70 Minuten waren wahrscheinlich die besten seit unserem Aufstieg im vergangenen Sommer“ meint FCG-Fußballchef Korbinian Reiner. So hätten die Seinen bis in die Schlussphase hinein „gefühltermaßen an die 75 Prozent Ballbesitz“ gehabt und seien klar spielbestimmend gewesen. Das große Manko der Schwarz-Weißen: Sie machten aus dieser Überlegenheit viel zu wenig. Lediglich zu einem einzigen Treffer reichte es für die Gerolsbacher, erzielt durch Daniel Fischer in der 66. Minute. „Bis zu diesem Zeitpunkt hätten wir schon locker mit 3:0 führen können, wenn nicht sogar müssen“, ärgert sich Reiner. In der Schlussphase schwanden dann aber immer mehr die Kräfte beim FCG, der FSV Pfaffenhofen II kam dadurch plötzlich zu Chancen und eine davon verwertete Manuel Jakab kurz vor dem Abpfiff zum 1:1-Ausgleich.

TSV Reichertshofen - TSV Hohenwart 0:1: „Wäre es am Ende unentschieden gestanden, dann hätten wir uns darüber nicht zu beschweren brauchen“, gibt Hohenwarts Co-Trainer Tobias Birgmeir ehrlich zu. Tatsächlich bewies die Mannschaft aus Reichertshofen, dass sie in der A-Klasse Donau/Isar III völlig zu Recht zu den heißen Aufstiegsanwärtern gezählt wird. „Wir bekamen dadurch auf dem Platz in Freinhausen einen wirklich guten Test gegen einen wirklich guten Gegner.“ Das Tor des Tages erzielte Sebastian Herker in der 82. Minute. Aber auch Keeper Julian Vogt durfte sich ein Stück weit als Matchwinner fühlen, denn bei seinem Comeback nach jahrelanger Schaffenspause parierte in allerletzter Minute einen Reichertshofener Elfmeter. „Somit stand die Null tatsächlich bis zum Schluss – und das ist umso bemerkenswerter, da unsere Abwehrreihe nach der Halbzeitpause gefühltermaßen einen Altersschnitt von gerade einmal 18 Jahren aufwies“, freut sich Birgmeir.

DJK Langenmosen - BC Aichach II 3:1: „Ich habe gute Ansätze bei uns gesehen, auf die sich definitiv aufbauen lässt“, so das Fazit von DJK-Spielertrainer Alexander Langen. Vorrangiges Ziel der Langenmosener sei es gewesen, möglichst allen Akteuren ausreichend Wettkampfpraxis zu geben – und dementsprechend fleißig wurde im Laufe der 90 Minuten von den Platzherren gewechselt. „Trotzdem geriet unser Sieg nie in Gefahr“, berichtet Langen: „Er war absolut verdient und hätte sogar um zwei, drei Treffer höher ausfallen können.“ Tobias Frauenholz (24./Elfmeter) sowie Lukas Krammer (27.) sorgten für eine 2:0-Führung der DJK – und nach dem Aichacher Anschlusstreffer durch Samil Bahran (48.) stellte Routinier Tobias Baierl (58.) den 3:1-Endstand her.

• SC Oberbernbach - SV Steingriff 3:0: „Der SCO erwies sich als der erwartet schwere Gegner für uns. Aber trotz der am Ende klaren Niederlage war ich mit unserem Auftreten sehr zufrieden – zumal uns am Sonntag nur 13 Akteure zur Verfügung standen“, sagt SVS-Spielertrainer Andreas Brumm. Was dem 30-Jährigen besonders gefiel, war die disziplinierte Leistung der Seinen im Spiel gegen den Ball. So dauerte es nach dem frühen 1:0 durch Arsim Kadirolli (9.) bis in die Schlussphase hinein, ehe der Kreisligist aus Oberbernbach den Sack dank eines Doppelpacks von Bashar Broo (80./89.) komplett zumachte. „Auf der anderen Seite haben wir an unserem Spiel mit dem Ball noch viel zu arbeiten“, berichtet Brumm: „Hier sehe ich noch eine Menge Potenzial bei uns.“ Die nächste Testpartie der Steingriffer findet am 25. Februar statt, dann sind sie beim TSV Großmehring zu Gast.

TSV Burgheim - SV Waidhofen 1:1: „Wir haben rund eine Stunde lang hervorragend mitgehalten und auch immer wieder versucht, die Dinge fußballerisch zu lösen – also ohne weite Befreiungsschläge irgendwie nach vorne“, berichtet SVW-Coach Jürgen Filp. Ja, er sei mit der Vorstellung der Seinen beim derzeitigen Tabellendritten der Kreisklasse Neuburg „sehr zufrieden“ gewesen. „So können wir gerne weitermachen“, schickt der 45-Jährige prompt noch hinterher. Dank Kapitän Niklas Mönch waren die Waidhofener sogar in Führung gegangen (28.). Der Ex-Mühlrieder Marco Rechenauer glich nach exakt 68 Minuten Spielzeit zum leistungsgerechten 1:1 aus.

TSV Indersdorf II - TSV Weilach 3:4: „Die erste Halbzeit von uns war richtig gut. Der Rest der Partie plätscherte dann, auch aufgrund zahlreicher Wechsel auf beiden Seiten, nur mehr so dahin“, berichtet Weilachs Spielertrainer Leo Solich. Alexander Tyroller (14.), Georg Demmelmair (39.) sowie Raphael Schreib (45.) netzten für seine Grün-Weißen bereits vor dem Pausenpfiff ein. Aber da auch Ica Erdogan (43.), Valentin Schaffner (54.) und Vincent Wagatha (64.) für die Gastgeber erfolgreich waren, stand es Mitte der zweiten Halbzeit plötzlich 3:3 unentschieden. Erst auf den Weilacher Treffer zum 4:3 durch Neil Zorneke (68.) fanden die Indersdorfer keine Antwort mehr. „Letztlich war unser Sieg verdient, aber wir werden ihn nicht überbewerten“, erklärt Solich: „Für uns war es in erster Linie wichtig, dass wir überhaupt spielen durften – und dafür sind wir dem TSV Indersdorf sehr dankbar.“

FC Staudheim - SV Hörzhausen 1:1: „Dass wir vor diesem Match erst eine Trainingseinheit nach der Winterpause absolviert hatten, das war uns deutlich anzumerken“, berichtet SVH-Fußballchef Andreas Grepmair. Dank Jürgen Bergknapp gingen die Hörzhausener trotzdem in Führung (71.), ehe Tim Schreiber einen Elfmeter zum Staudheimer Ausgleich verwandelte (77.). „Schön anzuschauen war das Spiel zwar nicht – aber für uns war vor allem wichtig, überhaupt wieder auf dem Platz zu stehen“, so Grepmair: „Und zusammengefasst war unser Auftritt am Sonntag absolut akzeptabel.“

SG Ochsenfeld-Pietenfeld-Adelschlag - DJK Brunnen 1:4: Bis nach Eichstätt fuhren die DJK-Kicker, um diesen Test gegen den aktuellen Tabellenfünften de A-Klasse Neumarkt/Jura Süd bestreiten zu können. Aber der Aufwand lohnte sich, denn dank Sebastian Harler (20./33.), Bernhard Modlmayr (30.) und Simon Kopold stand am Ende ein klarer 4:1-Erfolg auf dem Papier. Julian Kopleder hatte die gegnerische SG zwischenzeitlich in Führung gebracht (11.).

DJK Sandizell - SV Zuchering II 0:2: „Die Gäste waren im letzten Drittel deutlich zielstrebiger als wir, daher ging ihr Sieg definitiv in Ordnung“, gibt David Raffalt ehrlich zu. Aber unzufrieden mit den Seinen ist der DJK-Spielertrainer trotzdem nicht: „Meine Mannschaft hat 90 Minuten alles reingehauen und meine Vorgaben gerade in der Defensive super umgesetzt. Im Spiel nach vorne müssen wir jedoch noch zulegen – und auch in Sachen Ausdauer sowie Kraft haben wir noch viel zu arbeiten.“ Tatsächlich gelang es den Sandizellern über eine Stunde lang, die Null zu halten. Dan allerdings schossen Mark Klein (65.) und Leo Baal doch den 2:0-Sieg für Zuchering II heraus.

SZ