Fussball, Kreisliga Donau/Isar II

Trotz Niederlagenserie klar in der Favoritenrolle

TSV Hohenwart bekommt es am Sonntag auf eigenem Terrain mit dem Tabellenschlusslicht zu tun

10.11.2022 | Stand 10.11.2022, 16:42 Uhr

Wieder auf dem Weg nach vorne? Markus Kurzhals (l.) und sein TSV Hohenwart empfangen am Sonntag den SV Wörth. Foto: M. Schalk

Von Christian Bork

Hohenwart – Zuletzt gleich drei Niederlagen in Serie sind absolut nicht das, was Spielertrainer Markus Kurzhals für seinen TSV Hohenwart in der Kreisliga Donau/Isar II eingeplant hatte. Der Weg soll jetzt schnellstens zurück in die Erfolgsspur gehen. Die sonntägige Aufgabe dafür ist mit einem Heimspiel gegen das Schlusslicht SV Wörth wie gemalt – zumindest vom Papier her (Anstoß um 14.30 Uhr).

Mit erst fünf Punkten auf dem Konto steht der SVW schon relativ klar abgeschlagen am Tabellenende. Das rettende Ufer ist 13 Zähler weg, die Abstiegsrelegation auch schon satte neun Punkte. Die momentane Form der Elf um Trainer Lorenz Becker ist ebenfalls alles andere als gut: Drei Pleiten des SVW am Stück, das ganze bei satten 13 Gegentoren, sorgen im Paartal sicher nicht für Angst und Schrecken. Dort weiß man um die Pflichtaufgabe. Leicht zu lösen, so Kurzhals, werde diese trotzdem nicht. „Das haben wir bereits im Hinspiel gesehen, als wir nur ganz knapp und schon ein wenig schmeichelhaft mit 3:2 gewannen“, blickt der 31-Jährige auf das erste Aufeinandertreffen mit den Wörthern zurück. Zwei kapitale Torwartfehler brachten seine Hohenwarter damals erst auf die Siegerstraße, mit dem extrem frühen Pressing des SVW hatten die sonntägigen Gastgeber massive Probleme.

„Ob uns Wörth nun mit Blick auf seine Tabellensituation wieder so extrem unter Druck setzen wird, das kann ich nicht sagen. Wir haben aber für alle Varianten Lösungen parat“, berichtet Kurzhals. Andererseits weiß er, dass seine Mannen gerade mit Teams aus dem Tabellenkeller so ihre Probleme haben. „Vom Hinspielsieg in Wörth abgesehen haben wir gegen keine der fünf Mannschaften vom Tabellenende gewinnen können“, erzählt der TSV-Spielertrainer. Zwei Remis und zwei Niederlagen stehen gegen die unmittelbaren Konkurrenten der Wörther zu Buche. Das ist mit ein Grund, warum sich die Hohenwarter nach Wochen im oberen Tabellendrittel wieder auch mit den unteren Regionen beschäftigen müssen. „Die Liga ist wahnsinnig eng beieinander, das wird wohl für viele Teams ein Kampf bis zum letzten Spieltag“, glaubt Kurzhals. Nach drei Niederlagen in Serie sind seine Paartaler vom dritten bis auf den sechsten Rang zurückgefallen. Auf Tabellenplatz zwei beträgt der Rückstand aktuell zwar nur zwei Zähler, der Vorsprung auf die Abstiegsrelegation ist mit vier Punkten aber ebenfalls massiv geschrumpft. „Wir müssen schauen, dass wir wieder was für unser Konto tun“, sagt Kurzhals daher.

Bei der Reserve des TSV Moosinning, immerhin Tabellenzweiter der Kreisliga Donau/Isar II, setzte es jüngst zwar eine 0:2-Niederlage – auf diese lasse sich aber aufbauen. „Das Match hätte auch in die andere Richtung gehen können. Mit ausschlaggebend war wohl auch, dass wir eine extrem junge Mannschaft stellten“, erzählt Kurzhals.

Eine Truppe mit einem Altersdurchschnitt von 23 Jahren hatte er in Moosinning auf den Platz geschickt, der Gegner war durchschnittlich fünf Jahre älter. „Dennoch war die Leistung von uns gut, wir zeigten uns deutlich verbessert. Das stimmt mich extrem zuversichtlich“, sagt der Hohenwarter Spielertrainer. Auch die Personalsituation entspannt sich vor dem sonntägigen Heimspiel merklich. „Die Ersatzbank wird definitiv wieder voll sein“, freut sich Kurzhals. Maximilian Mitterhuber kehrt nach seiner Rotsperre ebenso in den Kader zurück wie Daniel Liebhardt und wohl auch Michael Kriegl.

SZ