Luftgewehrschiessen, Bayernliga Süd/West

Tabellenplatz sechs erfolgreich verteidigt

Hubertus Pobenhausen I schlägt Wörnitzschützen Wechingen klar – „Enge Kiste“ gegen SG Winterlust Staudheim

24.01.2023 | Stand 24.01.2023, 16:06 Uhr

Höchste Anspannung beim dritten Stechschuss: Pobenhausens Lena-Marie Egle (l.) und Sandra Specht (r.) von der SG Winterlust Staudheim lieferten sich einen packenden Fight. Foto: J. Kreil

Von Johann Kreil

Pobenhausen – Den fünften Wettkampftag in der Luftgewehr-Bayernliga Süd/West durfte Hubertus Pobenhausen
wieder vor heimischem Publikum austragen. Dabei gab es eine Niederlage und einen Sieg.

Das erste Duell hatte die gastgebende Hubertus-Mannschaft gegen die SG Winterlust Staudheim zu bestreiten – und dies sollte es in sich haben, denn die Entscheidung fiel buchstäblich erst mit dem letzten Schuss. Dabei hatte es anfänglich für die Pobenhausener Vertretung nicht besonders vielversprechend ausgesehen, denn nach der ersten Serie lagen gleich vier Aktive aus ihren Reihen im Rückstand. Vor allem Hannah Kreil und Lena-Marie Egle erwischten einen rabenschwarzen Start, denn beide begannen mit je einer 93er-Serie. Aber mit jedem weiteren Schuss kämpfte sich die Truppe zurück in die Begegnung und fand immer mehr den richtigen Rhythmus.
Obwohl Kreil noch mit einer 99er-Serie den Wettkampf beendete, musste sie sich mit 381:386 gegen Jürgen Herde geschlagen geben. Auch für Claudia Tyroller lief es nicht nach Wunsch, sie kassierte mit 384:389 gegen Michael Sinning eine Niederlage.

Aber die weiteren Paarungen hatten es in sich. Die Hubertus-Truppe legte mit dem Schießtempo enorm zu, beendete den Kampf jeweils rund eine Serie früher als die Gäste aus Staudheim – und erhöhte somit den psychologischen Druck auf die Gegner. Man konnte jetzt regelrecht spüren, welches Kopfkino auf Staudheimer Seite ablief. Somit musste auf Paarung eins Sandra Specht ihre letzte Serie mit drei Zehner beenden, um die Entscheidung gegen Egle aufs Stechen zu verschieben. Specht hielt dem Druck stand und rettete sich mit einem 387:387 in die Verlängerung.

Nun lag es in der Hand von Jessica Kröpfl und Sonja Stegmair, den Wettkampf für die SG Winterlust Staudheim zu entscheiden. Jedoch erzielten beide Schützinnen mit dem letzten Schuss nur einen Neuner und vergaben damit die Chance auf den vorzeitigen Sieg. Kröpfl unterlag stattdessen mit 387:388 Marius Klöckers, Stegmair verlor mit 385:386 gegen Leah Grimm.
Die Entscheidung musste somit im Stechen zwischen Egle und Specht fallen. Die Staudheimerin trat hierbei absolut selbstbewusst und nervenstark auf. Bereits ein paar Sekunden, nachdem sie in den Anschlag gegangen war, drückte sie ab und erzielte einen Zehner. Aber Egle ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und legte ebenfalls einen Zehner nach. Das gleiche Spielchen wiederholte sich beim zweiten Stechschuss – und beim dritten zeigte Specht erneut ihren gewohnten Ablauf: Anschlag, Abzug, Zehner. Egle ging auch in den Anschlag, zögerte nun jedoch ein wenig, dachte wohl kurz über den Schuss der Gegnerin nach – und erzielte dann einen Neuner. Die beiden Mannschaftspunkte gingen somit an den Gast aus Staudheim.

In der zweite Begegnung des Tages standen sich die Teams aus Großaitingen und Wechingen gegenüber, wobei sich letzterwähnte Truppe klar mit 4:1 durchsetzte. Direkt nach der Mittagspause schlug die Vertretung aus Staudheim dann die Singoldschützen Großaitingen mit 4:1, ehe es für Pobenhausen darum ging, gegen die Wörnitzschützen Wechingen den sechsten Tabellenplatz zu verteidigen.

Kreil legte mit hervorragenden 391:381 Ringen gegen Thomas Groß schon einmal den Grundstein dazu. Für Grimm reichten diesmal bereits 385 Ringe, um sich gegen Markus Groß (378) durchzusetzen.Marius Klöckers legte derweilen einen beeindruckenden Wettkampf hin, steigerte sich von Serie zu Serie – und erzielte das beste Mannschaftsergebnis des Tages mit 394 Ringen. Dem hatte seine Gegnerin aus Wechingen, Katharina Kuhn, nichts entgegenzusetzen (378).
Dass Tyroller mit 384:392 gegen Katja Fackler den Kürzeren zog, konnte keinen in Pobenhausen mehr beunruhigen, da die Begegnung bereits für Hubertus I entschieden war. Egle komplettierte das starke Ergebnis der Gastgeber mit einem 391:389 gegen Tamara Kleinle und stellte dadurch den 4:1-Endstand her.

SZ