Basketball-Bayernliga Süd
Schrobenhausen Green Devils zwischen Hängenlassen und Willen zeigen

09.02.2024 | Stand 09.02.2024, 23:02 Uhr

Noch gibt es keinen Grund, um sich komplett zu verstecken. Mindestens ein Auge schielt bei den Green Devils und deren Topscorer Claus-Jürgen Ludwig noch auf den Klassenerhalt. Foto: M. Schalk

Die Schrobenhausener Basketballer taumeln dem zweiten Abstieg innerhalb von fünf Jahren entgegen: Von der 2. Regionalliga könnte der Weg über die aktuelle Bayernliga Süd bald in der Bezirksoberliga weitergehen. Oder gibt es doch noch genügend Energie, um die Wende hin zum Guten zu schaffen? Vielleicht am ehesten beim Auswärtsspiel in Donauwörth an diesem Samstag (19.30 Uhr).

„Sollte der Anspruch sein, es noch schaffen zu können“

Es ist eine etwas zwiespältige Sache mit dem Green-Devils-Team: Im Heimspiel gegen den ESV Staffelsee (77:84), da hatte man in den ersten eineinhalb Vierteln den Eindruck gewinnen können, dass sich die Schrobenhausener gedanklich schon mit dem Abstieg „arrangiert“ hätten. Nach dem Motto: Ein Neuaufbau könnte ja auch etwas Gutes haben. Dann allerdings, im zweiten Teil der Partie, war ein deutliches Aufbäumen zu spüren, das ganz und gar nicht den Eindruck vermittelte, als habe sich schon jemand aufgegeben. Stellvertretend von Spielern, die eigentlich stets auf höherem Niveau unterwegs waren und es gerne auch weiterhin sein möchten – wie Claus-Jürgen Ludwig. „Ich finde, wir sollten nach wie vor alles dafür tun, um es noch schaffen zu können“, sagt er. „Wenn man in einer ersten Mannschaft spielt, sollte das eigentlich immer der Anspruch sein“, so der SSV-Topscorer.

Diesen Ehrgeiz hat auch Coach Florian Breitkreutz, der meint: „Es war in dieser Saison kein durchgängiger Wille zu spüren, aber auch kein komplettes Hängenlassen.“ Irgendwo dazwischen bewege sich die Mannschaft – und natürlich hoffe er, dass das Pendel in den nächsten Wochen noch einmal in die eine Hälfte ausschlägt. „Dann wird sich zeigen, ob wir in der Lage sind, in dieser Liga weitere Spiele zu gewinnen“, so Breitkreutz.

Auch Ludwig fordert genau das: „Man hat doch in der vergangenen Saison gesehen, was in einer Endphase möglich ist, wenn es noch dazu für andere Teams nicht mehr um alles geht.“ Der Wille, sagt er, sollte nach wie vor da sein: „Dann kann einem zumindest niemand vorwerfen, dass man nicht alles versucht hat.“

VSC Donauwörth der vermeintlich leichteste Gegner

Los geht es damit an diesem Samstagabend in Donauwörth – beim vermeintlich leichtesten der nächsten drei Auswärtsgegner. Der VSC hat als Tabellenneunter zumindest schon viermal gewonnen, zuletzt aber viermal in Folge (zweimal davon mit nur einem Punkt Differenz) verloren. Durch das Fehlen von Ralf Bernitt und einen angeschlagenen Johannes Dengler gibt es möglicherweise Probleme auf der Aufbauposition bei den Green Devils. „Aber wir lassen uns etwas einfallen“, sagt Breitkreutz, der betont: „Es wird sehr viel an uns liegen.“ Also vor allem daran, in wie vielen Phasen der Partie sich die Green Devils eine Pause nehmen – oder eben mit unbändigem Willen weiterhin um den Klassenerhalt kämpfen.

SZ