Basketball-Bayernliga Süd
Reelle Siegchance oder doch wieder Packung? - Schrobenhausen Green Devils zu Gast beim Tabellenzweiten

16.02.2024 | Stand 16.02.2024, 16:27 Uhr

Haben am Sonntag eine weite Fahrt vor sich: Johannes Keil (l.) und seine Schrobenhausen Green Devils. Foto: M. Schalk

Am Sonntag rund 180 Kilometer (einfach) zum Auswärtsmatch und wieder zurückfahren: Es gibt wahrlich angenehmere Aufgaben. Erst recht, wenn die Gefahr besteht, dass man von dort, aus Burghausen, mit einer weiteren (deutlichen) Niederlage zurückkehren könnte. Ob das für die Basketballer der Schrobenhausen Green Devils dann allerdings auch genau so kommen muss?
„Es liegt zunächst einmal an uns, ob wir dort tatsächlich eine Siegchance haben oder ob es die nächste Packung wird“, sagt Coach Florian Breitkreutz vor dem Bayernligamatch seiner Green Devils beim SV Wacker Burghausen an diesem Sonntag (17 Uhr). Dummerweise kennen sich die SSV-Basketballer mit „Packungen“ in der laufenden Saison bislang besser aus als mit Siegchancen. Wobei: Eine solche hatte es sowohl im Heimspiel gegen den ESV Staffelsee (77:84) als auch vor einer Woche in Donauwörth (77:79) definitiv gegeben. In beiden Partien hatten sich die Schrobenhausener eine rund 15-minütige „Auszeit“ gegönnt, mussten deshalb jeweils größeren Rückständen hinterherlaufen – und waren am Ende trotzdem nicht weit weg vom zweiten oder gar dritten Saisonerfolg.

Welche Gründe es gebe, dass das Team in manchen Phasen so schläfrig und wenig fokussiert wirkt? Oder ob man sich damit abfinden müsse, dass es in dieser Saison einfach nicht besser geht? Breitkreutz tut sich schwer mit einer einfachen Antwort: „Irgendwie kriegen wir es bislang nicht über die volle Spielzeit hin“, sagt er.
Ob das nun beim Tabellenzweiten besser wird? Der SV Wacker trifft die meisten Dreier (mehr als neun pro Partie), hat mit Goran Simic (20,7 Punkte im Schnitt) und Aleksandar Andjelkovic (18,1) noch dazu die derzeit besten Scorer der gesamten Bayernliga Süd in seinen Reihen „Zudem befürchte ich, dass auch die anderen Spieler im Team leistungsmäßig nicht besonders abfallen werden, sondern das ein gutes Grundgerüst da ist“, sagt Breitkreutz. Der einzige Vorteil, den es aus Schrobenhausener Sicht möglicherweise geben könnte: „Burghausen wollte eigentlich aufsteigen, liegt jetzt aber doch schon relativ klar hinter der BG Illertal zurück“, beschreibt der SSV-Coach. Genau genommen sind es drei Niederlagen mehr, die der SVW auf seinem Konto hat als der Spitzenreiter. „Vielleicht ist bei den Burghausenern deshalb ja so ein bisschen die Luft raus“, hofft der Schrobenhausener Trainer. In den vergangenen vier Spielen seit der 73:76-Niederlage im Spitzenmatch in Illertissen wirkte das mit vier Burghausener Siegen in Folge allerdings gar nicht so.
„Grundvoraussetzung wird sein, dass wir ein gutes Spiel machen – und zwar über die volle Distanz, und nicht nur wieder in gewissen Phasen“, fordert Breitkreutz. Dann traue er seiner Mannschaft nach wie vor zu, dass sie auch gegen solche Teams eine Überraschung schaffen könne. Gelingt ihr das nicht, könne es auch schnell wieder eine Packung geben: so wie beim vorletzten Auswärtsspiel der Green Devils, vor drei Wochen beim drittplatzierten TSV Vaterstetten (62:100).

SZ