Handball, Bezirksliga Altbayern West

Niederlage trotz toller Fanunterstützung

Handballer des SSV Schrobenhausen verpassen beim weiterhin ungeschlagenen TSV Indersdorf eine Überraschung

25.01.2023 | Stand 25.01.2023, 13:28 Uhr

Toller Einsatz blieb unbelohnt: Das SSV-Handballteam mit (v. r.) Hakim Rihabi, Michael Bachfischer und Ferdinand Huber stemmte sich beim Tabellenführer in Indersdorf zwar leidenschaftlich, aber am Ende eben auch vergeblich gegen eine Niederlage. Foto: M. Schalk

Schrobenhausen – Obwohl zahlreiche Fans von ihnen mit dem Bus angereist waren, gab es für die Handballer des SSV Schrobenhausen nicht das erhoffte Erfolgserlebnis in Indersdorf. Stattdessen setzte es gegen eine starke Mannschaft der Hausherren eine 26:31-Niederlage, die Heimfahrt musste also ohne Punkte im Gepäck angetreten werden.
Nach dem bitteren 28:29 eine Woche zuvor gegen die HSG Freising-Neufahrn II wollte die Herrenvertretung des SSV schnell wieder auf die Erfolgsspur zurückfinden. Umso wichtiger war somit das Match beim TSV Indersdorf, der noch ungeschlagen die Tabelle der Bezirksliga Altbayern West anführt. Bereits das Hinspiel in der Schrobenhausener Dreifachsporthalle war mit 32:27 an das ehemalige Team von Trainer René Sperrer und Routinier Ferdinand Huber gegangen. Der SSV wusste also von Beginn an, dass er vor einer extrem hohen Hürde steht.
Um die Erfolgschancen zu erhöhen, wurde eben ein Reisebus organisiert – voll gefüllt mit Fans, die den SSV dann mitsamt Trommeln, Fahnen sowie Gesang zum Sieg verhelfen wollten. Und der Motivationsschub durch die lautstarke Unterstützung zeigte sich von Anfang an, denn schon in den ersten Minuten des Spiels entwickelte sich ein harter Schlagabtausch. Selbst nach einer Viertelstunde hatte es noch keines der Teams geschafft, sich abzusetzen. Stattdessen standen je fünf Treffer auf der Anzeigetafel.

Plötzlich begann jedoch auf Seiten des SSV das fröhliche Sammeln von Zweiminuten-Zeitstrafen: Bis zur Halbzeitpause mussten gleich fünf davon hingenommen werden. Der Vorteil, den sich die selbst ernannten Indersdorfer „Panther“ hierdurch erarbeiteten, fiel mit einer Drei-Tore-Führung allerdings noch eher gering aus. Mit einem 13:10 für die Gastgeber und unter den Anfeuerungsrufen von den Zuschauerrängen ging es in die Kabinen.
Dort sammelten sich die Handballer aus Schrobenhausen, die Stimmung war durch den Rückstand keineswegs gedämpft worden. Spätestens nach den taktischen Anweisungen durch die Trainer war bei den SSV-Handballern deutlich zu spüren, dass sie nach dem Seitenwechsel definitiv alles in die Waagschale werfen wollten, um das Spiel zu drehen.
In der zweiten Halbzeit ging es zunächst hin und her. Bei leicht hitziger Stimmung bauten die Indersdorfer ihre Führung zwar bis zum 20:15 aus, aber die SSV-Akteure arbeiteten sich wieder heran.

Die „Panther“ nahmen dann, nach 46 absolvierten Minuten, bei einem Zwischenstand von 22:20, die erste Auszeit in der zweiten Halbzeit – und im Anschluss schafften es die Schrobenhausener einfach nicht mehr, ihren Rückstand aufzuholen. Näher als drei Tore kamen sie an das Team der Hausherren nicht heran. In den letzten beiden Minuten bauten die Indersdorfer ihre Führung sogar nochmals ein bisschen aus – eben zum bereits erwähnten Endstand von 31:26.
Auch wenn im Schrobenhausener Lager die Stimmung nach dem Spiel getrübt war – denn nach den vielen vergebenen Torchancen konnte durchaus von einer bitteren Niederlage gesprochen werden – war die Freude der Spieler und Trainer über die überwältigende Unterstützung von der Tribüne groß. „Vielen Dank von Seiten der Mannschaft an alle Fans“, so ihre klare Botschaft. Weiter geht es für die Schrobenhausener nun erst am 5. Februar – und zwar beim HC Donau/Paar II, dem aktuellen Tabellenletzten der Bezirksliga Altbayern West.
Für den SSV spielten in Indersdorf: Josef Last, Simon Reindl (beide im Tor), Sebastian Scherer (1 Tor), Fabian Tominac, Philipp Pahlke (6), Michael Bachfischer (2), Viktor Schlingmann (1), Alin Calin, Ferdinand Huber (6), Andreas Häusler (5, davon verwandelte Siebenmeter), Fabian Abstreiter (3), Simon Schmeer, Hakim Rihabi (2) und Hazim Rihabi.

baa