Fussball, Kreisliga Ostschwaben

„Nichts für Fußballfeinschmecker“

Stefan Kellner erwartet sehr kampfbetonte Auswärtspartie seiner DJK Langenmosen in Firnhaberau

23.09.2022 | Stand 23.09.2022, 2:19 Uhr

Doppelpacker am vergangenen Wochenende: Andreas Brumm (l. ) von der DJK Langenmosen. Foto: M. Schalk

Von Rainer Hora

Langenmosen – In der Fußball-Kreisliga Ostschwaben findet an diesem Wochenende bereits der zehnte Spieltag statt. Die DJK Langenmosen gastiert hierbei am Sonntag ab 15 Uhr beim TSV Firnhaberau, der zuletzt mit einem unerwarteten 2:1-Auswärtserfolg beim Aufstiegsaspiranten TSV Friedberg überraschte. Firnhaberau holte bisher zwölf Punkte (bei 14:21 Toren) und rangiert damit auf dem sechsten Platz. Bester TSV-Torschütze ist Tom Schröder mit vier Treffern.

Die DJK Langenmosen wusste zuletzt mit einem 3:0-Heimsieg gegen den letztjährigen Vizemeister TSV Dasing zu überzeugen. Damit wurde eine Serie von vier sieglosen Spielen endlich beendet. Mit nun elf Zählern und 13:18 Toren verbesserten sich die Blauweißen auf die achte Position.
Stefan Kellner, einer der beiden DJK-Spielertrainer, konnte gegen den TSV Dasing zum ersten Mal nach seiner Herzmuskelentzündung wieder von Beginn an auflaufen. „Ich habe rund 75 Minuten gespielt, für die vollen 90 Minuten reicht meine Kraft noch nicht“, berichtet der 30-Jährige. Den klaren 3:0-Heimsieg bezeichnet er als „Schritt in die richtige Richtung“. Das frühe 1:0 mit einem Freistoß aus dem Halbfeld, der an Freund und Feind vorbeiging, habe den Seinen dabei natürlich in die Karten gespielt. Und nach lediglich zwei Chancen habe man durch Doppelpacker Andreas Brumm sogar schon 2:0 geführt: „Wir spielten das sehr diszipliniert runter und ließen kaum Torgelegenheiten des Gegners zu.“

Kellner glaubt, dass es seinem Team gut tut, wenn er wieder mit auf dem Platz steht: „Wenn ich dabei bin, hat der eine oder andere Spieler weniger Verantwortung und kann dadurch befreiter auftreten.“ Das Auswärtsmatch nun in Firnhaberau sei seiner Ansicht nach „eines der beiden schwierigsten in der gesamten Kreisliga Ostschwaben. Ähnlich wie in Rinnenthal sei der Platz in Firnhaberau klein, eng und nur schlecht bespielbar. Die Gastgeber kennen ihr Geläuf in- und auswendig – und sind daher klar im Vorteil.

Neben dem TSV Friedberg konnte Firnhaberaus Elf in dieser Spielzeit schon einem weiteren Topteam eine Niederlage beibringen (2:1 beim SC Griesbeckerzell). „Ich erwarte, wie eigentlich immer, in Firnhaberau ein sehr schwieriges und auch sehr hitziges Match“, so Kellner. Viel werde auf Zweikämpfe, Freistöße und die Eroberung zweiter Bälle ankommen. „Die Zuschauer sind in Firnhaberau sehr nah dran und sorgen zudem für Hektik“, weiß der 30-Jährige.

Allgemein werde es am Sonntag „sicher weniger Fußball spielen als Fußball arbeiten“ werden. „Das wird definitiv nichts für Fußballfeinschmecker“, so Kellner. Fehlen werden der DJK Langenmosen am Sonntag die Brüder Julian und Florian Bader sowie der verletzte Andreas Mayr (Innenbandriss). „Ansonsten haben wir alle Mann an Bord“, berichtet Kellner. Mit einem Auswärtssieg beim Tabellennachbarn könnten die Blauweißen endlich in ruhigeres Fahrwasser kommen und sich weiter von den hinteren Tabellenregionen in der Kreisliga Ostschwaben absetzen.

SZ