Landesliga Südwest

Nach der 1:4-Niederlage gegen Olching konzentriert sich der VfR Neuburg nun voll auf den Relegationsplatz

08.05.2022 | Stand 08.05.2022, 18:36 Uhr

Nach einer Führung verlor der VfR Neuburg doch noch hoch gegen Olching, hier Sebastian Habermeyer (VfR, lilafarbenes Trikot) und SC-Angreifer Sebastian Heiß. Zwei Foul-Elfmeter für Olching spielten eine entscheidende Rolle. Foto: Worsch

Zumindest gibt es jetzt ein kleines Stück Gewissheit. Denn den direkten Klassenerhalt wird der VfR Neuburg nach der 1:4-Heimniederlage gegen den SC Olching wohl nicht mehr packen. Also geht es in den letzten beiden Saisonspielen darum, mindestens zwei Konkurrenten hinter sich zu lassen – um dann alles in die anschließende Relegation zu legen.

Natürlich ist Alexander Egen alles andere als froh darüber, dass seine Mannschaft zu Hause gegen Olching verloren hat. Doch wenn die Niederlage überhaupt etwas „Gutes“ hat, dann vielleicht, dass jetzt auch dem Letzten bewusst ist, dass es zunächst einmal darum geht, den direkten Abstieg aus der Landesliga Südwest zu verhindern. „Mir war das Gerede darüber, dass wir mit drei Siegen auch noch direkt drinbleiben könnten, fast schon wieder zu viel“, sagt der Spielertrainer. Natürlich mag er ambitionierte Ziele und freut sich, wenn seine Mannschaft optimistisch denkt. Darunter dürfe allerdings nicht der Fokus auf die jeweils nächste Aufgabe leiden.

Ein bisschen wirkte es in diesem Heimspiel tatsächlich so, erst recht als die Neuburger nach einer richtig guten Anfangsphase verdient durch Eugen Belousows Treffer in Führung gingen (12.) und in der Blitztabelle der direkten Rettung plötzlich ganz nahe waren.

Egen will nicht behaupten, dass sich sein Team dann zu sicher fühlte, doch irgendwie ließ es sich in einer Phase im zweiten Durchgang trotzdem relativ unnötig das eigentlich gute Spiel aus der Hand reißen. Konkret waren zwei Fouls im Neuburger Strafraum dafür ausschlaggebend, jeweils nach vorausgegangenen individuellen Fehlern. Einmal konnte Torhüter Dominik Jozinovic nur noch auf diese Weise retten, später Maximilian Eberwein. Beide Strafstöße seien „absolut berechtigt“ gewesen, sagt Egen, der dann feststellen musste, wie – nach den Strafstoßtreffern von Filip Vnuk (60.) und Dominik Dierich (67.) – das Heimspiel und damit auch die gesamte Neuburger Serie der vergangenen Wochen fast wie aus heiterem Himmel kippte.

Ob das nun zu einem nachhaltigen Bruch führen könnte? Egen ist sich relativ sicher, dass das nicht so sein wird. „Wir fallen deshalb jetzt nicht auseinander, das ist kein Genickbruch“, sagt er. „Denn wir sind ja auch nicht mit wehenden Fahnen untergegangen.“ Das hohe Ergebnis kam dann auch deshalb zustande, weil der VfR in der Schlussphase viel mehr riskieren musste – und sich auf der anderen Seite noch zwei Treffer einfing. „Ob du dann 1:2 oder 1:4 verlierst, ist eigentlich egal“, betont der Spielertrainer, der sagt: „In den vergangenen Wochen hatten wir öfter das Spielglück auf unserer Seite. Diesmal war es eben leider andersherum.“

Zumindest, sagt Egen, wisse jetzt jeder, was Sache ist, da der VfR den Anschluss an den SC Olching, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz steht, ein wenig verloren hat. Vier Punkte liegen die Neuburger dahinter, aber nur einen Zähler vor dem Vorletzten aus Bad Heilbrunn. „Es geht jetzt einzig und allein darum, dass wir zwei Teams hinter uns lassen, um dann in der Relegation alles dafür zu tun, die Klasse zu halten“, so der 33-Jährige. Aktuell geht dieser Plan noch auf. Und einen anderen gibt es auch für die zwei Saisonspiele in Geretsried und zu Hause gegen Egg an der Günz nicht. Außer vielleicht diesen: Die Saison soll nach den beiden letzten regulären Partien noch nicht vorbei sein, weil das im Moment eher einen Neuburger Abstieg als eine direkte Rettung bedeuten würde.

DK

VfR: Dominik Jozinovic, Max. Eberwein, Sebastian Rutkowski, Sebastian Stegmeir, Philippe Bauer (85. Julian Mayr), Eugen Belousow (67. Fabian Scharbatke), Michael Belousow, Seb. Habermeyer, Stefan Klink (85. Marco Bader), Yannick Woudstra (67. Max. Christl), Nico von Swiontek Brzezinski

Tore: 1:0 Eugen Belousow (12.), 1:1 Filip Vnuk (60., Foulelfmeter), 1:2 Dominik Dierich (67., Foulelfmeter), 1:3 Roman Fuchs (74.), 1:4 Benedikt Wiegert (90.+3)

Schiedsrichter: Christian Tauscher mit seinen Assistenten Mehmet Ali Gencer und Horst Szeiler

Zuschauer: 160