0:1-Niederlage beim TSV Dachau 65
FC Pipinsried schlägt sich regelrecht selbst

08.10.2023 | Stand 08.10.2023, 15:17 Uhr

Machte zu wenig aus seiner Überlegenheit: Der FC Pipinsried mit Pablo Rodriguez-Benitez (r.) unterlag bei Marcel Jurakovic (l.) und dessen TSV Dachau 65 völlig unnötig. Foto: A. Goldberg

Der FC Pipinsried hat das erste Landkreisderby seit vier Jahren mit 0:1 (0:0) beim TSV 1865 Dachau verloren. Sein Sportlicher Leiter Enver Maltas spricht von „traurigen Gesetzen des Fußballs“, die aus FCP-Sicht gegriffen hätten.

Bayernliga Süd

Der konkrete „Paragraf“, den Maltas meint, ist eigentlich ein Klassiker und geht ungefähr so: Wenn man vorne seine Chancen nicht nutzt, bekommt man hinten die Strafe. „Und diese Chancen hatten wir – sogar mehrere hundertprozentige“, betont Maltas. In der ersten Halbzeit beispielsweise trafen Simon Rauscheder (27.) und Daniel Gerstmayer (44.) jeweils Aluminium. Dazu gab es im gesamten Spielverlauf weitere Topgelegenheiten. „Ich möchte nicht behaupten, dass wir den TSV Dachau komplett in die Defensive gedrängt haben, aber wir haben das Spiel kontrolliert“, so Maltas. Es wäre also aus FCP-Sicht wohl auch mehr drin gewesen als das 0:0, auf das es irgendwann hinauszulaufen schien.

Zumindest so lange, bis der FCP kurz vor Spielende nach einem eigenen Eckstoß von den im zweiten Durchgang immer besser ins Match kommenden Dachauern ausgekontert wurde. Michal Wizor erzielte auf diese Weise das Tor zum Derbysieg der 1865er (89.). „Wir haben uns selbst geschlagen“, bilanziert Maltas: „Das ist zwar bitter, aber wegen unseres guten Auftritts überhaupt kein Grund zur Panik.“ In der Tabelle bleibt der FCP auf Rang drei.

mav