Tabellenachter kickt gegen Tabellensechsten
FC Ehekirchen hat den VfB Durach zu Besuch: „Es erwartet uns eine knackige Aufgabe“

11.11.2023 | Stand 11.11.2023, 12:11 Uhr

Möchte mit seinem FC Ehekirchen am Sonntagnachmittag auch den Tabellensechsten aus Dursch stoppen: Spielertrainer Michael Panknin (r.). Foto: A. Goldberg

Neun Punkte sind in diesem Kalenderjahr noch in der Fußball-Landesliga Südwest zu vergeben. Der FC Ehekirchen ist bestrebt, „möglichst viele davon noch zu holen“, wie Spielertrainer Michael Panknin sagt. Der Anfang soll am Sonntag (14.30 Uhr) zu Hause gegen den VfB Durach gemacht werden.
Zuletzt gab es zwischen den beiden Kontrahenten gleich zweimal eine torlose Nullnummer. Mit demselben Ergebnis trennte sich der VfB Durach in der Vorwoche auch vom FC Kempten, das Nachbarschaftsderby hatten stattliche 860 Zuschauer gesehen. Damit rückten die Allgäuer im Zuschauerranking mit nunmehr durchschnittlich 281 Besuchern auf den zweiten Rang vor. Krösus bleibt der FSV Pfaffenhofen mit im Schnitt 461 Zuschauern, wobei die Kreisstädter aus dem gleichnamigen Landkreis noch immer deutlich von den seinerzeit 1250 Besuchern gegen den TSV Jetzendorf profitieren. Heimspiele des FC Ehekirchen verfolgten in dieser Spielzeit 2023/24 durchschnittlich 263 Fans, was Platz vier bedeutet. Abgeschlagen am Tabellenende dieser Statistik liegt der FV Illertissen II (42.).

„Das ist schon ein anderes Gefühl, wenn wir vor so einer Kulisse zu Hause spielen, denn bei uns in Ehekirchen machen die Fans immer eine gute Stimmung. Und bei einem Tor wird es auch mal lauter“, berichtete Panknin von der Unterstützung des so genannten zwölften Mannes.
Seinen „Beitrag von außen“ muss diesmal vielleicht auch Nicolas Ledl leisten. Der 29-jährige Mittelfeldakteur war beim jüngsten 2:2-Unentschieden beim TSV Aindling verletzungsbedingt ausgewechselt worden. „Er fällt eventuell aus“, beklagt Panknin und fügt an, dass Matthias Rutkowski aus beruflichen Gründen sicher nicht zur Verfügung steht. Aber auch ohne das Duo will der FCE als Tabellenachter (28 Punkte) den sechstplatzierten VfB (29) in Schach halten – und nach Möglichkeit mit einem Sieg in der Tabelle sogar überholen. Denn, so eng die Mannschaften noch immer beieinander liegen, irgendwann wird sich die so genannte Spreu vom Weizen trennen. „Und dann wollen wir natürlich bei denen dabei sein, die den Blick nicht nach unten richten müssen“, betont der Ehekirchener Spielertrainer. Jedes der noch drei ausstehenden Partien bis zur Winterpause – dem Heimspiel gegen Durach folgt die Auswärtspartie beim TSV Gilching-Argelsried, ehe es zu Hause zum Abschluss gegen den FV Illertissen II geht – kann also richtungsweisend sein. „Da wir zuletzt gefühlt ein paar Punkte liegen gelassen haben, wollen wir uns bis zur Winterpause auf jeden Fall einen Puffer nach hinten verschaffen“, so Panknin, der sich in gewisser Weise schon jetzt auf die bald anstehende Winterpause freut.
Aus dem Hinspiel hat er den VfB Durach als „gut organisierte Mannschaft“ in Erinnerung, die auf allen Positionen „solide besetzt“ ist. Er sagt deshalb: „Es erwartet uns eine knackige Aufgabe.“ Die Oberallgäuer waren auch in der Vorsaison lange Zeit ein unliebsamer und ernstzunehmender Konkurrent, schlossen die Spielzeit letztendlich als Tabellenvierter mit sechs Punkten Rückstand auf den Vizemeister FC Ehekirchen ab. In der aktuell laufenden Saison 2023/24 geht es den Durachern wie so vielen Mannschaften: Es gibt Aufs und Abs, aber nur sehr wenig Konstanz. „Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der VfB hinten reinrutscht. Für mich gehört die Truppe in die vordere Tabellenregion – auch wenn sie momentan nur einen Zähler mehr wie wir hat“, sagt Panknin.

SZ