Fussball, Kreisligen

DJK Langenmosen gelingt Befreiungsschlag

SC Mühlried verschläft dagegen erneut die Anfangsphase – Immerhin ein Punkt für den TSV Hohenwart

18.09.2022 | Stand 18.09.2022, 20:18 Uhr

Keine Tore im Paartal: Oscar Appelmann (2. v. l.) und sein TSV Hohenwart kamen auf eigenem Terrain nicht über ein 0:0-Unentschieden gegen den FC Lengdorf mit Tobias Lechner (l.) hinaus. Foto: M. Schalk

Von Roland Kaufmann

Schrobenhausen – Das Polster des BC Rinnenthal wird in der Kreisliga Ostschwaben immer größer: Nach seinem 2:1-Auswärtserfolg am Sonntag in Adelzhausen liegt er nun schon vier Zähler vor dem neuen Tabellenzweiten, dem SC Griesbeckerzell, der seinerseits von einem 1:2-Ausrutscher des TSV Friedberg gegen den TSV Firnhaberau profitierte. In der Kreisliga Donau/Isar II haben sich der TSV Eching und der FC Moosinning II schon etwas vom restlichen Feld abgesetzt.

Kreisliga Ostschwaben

DJK Langenmosen - TSV Dasing 3:0: „Unter der Woche hatten wir einige Dinge teamintern klar angesprochen, hinzu kamen ein paar taktische Veränderungen – und das Resultat davon war sehr erfreulich“, so DJK-Spielertrainer Stefan Kellner nach dem dritten Saisonsieg der Seinen. Das frühe 1:0 – erzielt von Andreas Brumm mit einem Freistoß aus dem Halbfeld, der plötzlich im langen Eck des TSV-Kastens landete (4.) – spielte den Langenmosenern natürlich in die Karten. Nach einem sehenswerten Konter ließ Brumm auch das 2:0 folgen (16.), ehe in der 35. Minute der große Auftritt des Tobias Schmid kam: Nach einem DJK-Ballgewinn nahm der 29-Jährige die Kugel herausragend mit, eilte in Richtung Dasinger Gehäuse – und chippte das Spielgerät gekonnt über den herausstürzenden Gästekeeper Martin Janyga hinweg in die Maschen. Nach dem Seitenwechsel setzten die Platzherren vermehrt auf Konter, ließen die Dasinger kommen – wobei denen in der Offensive nicht wirklich viel einfiel. „Es war bei uns zwar nicht alles gut an diesem Sonntag, aber es war zumindest wieder ein Schritt in die richtige Richtung“, meint Kellner. Ein Sonderlob gibt’s von ihm noch an die beiden Sommer-Neuzugänge Dennis Handloser und Maximilian Wagner: „Sie haben das Vertrauen, das wir diesmal in sie setzten, hundertprozentig zurückgezahlt.“

SC Mühlried - SSV Alsmoos/Petersdorf 2:5: In der Vorwoche in Echsheim/ Reicherstein hatte es 32 Minuten gedauert, bis der SCM mit 0:3 im Hintertreffen lag. An diesem Sonntag schaffte er das zweifelhafte Kunststück sogar in nur 19 Minuten – wobei sich Patrick Szilagyi (7.), Mathias Benesch (13.) und Stefan Simonovic (19.) als gegnerische Torschützen feiern lassen durften. „Wenn du so schnell so deutlich zurückliegst, macht das die Sache keineswegs leichter“, weiß Mühlrieds Fußballboss Heiko Krupa. Weshalb seine Mannen immer wieder die Startphasen regelrecht verschlafen, ist ihm hingegen ein Rätsel. „Aber am Personal lag’s diesmal definitiv nicht“, betont der 33-Jährige: „Wir waren gegen den SSV von Beginn an richtig gut aufgestellt.“ Das zeigte sich dann auch im Laufe des Matches – denn die Platzherren hielten plötzlich nicht nur sehr gut mit, sondern verkürzten durch Max Schreiner (32.) und Yunus Halici sogar auf 2:3 (71.). „Aber kaum waren wir wieder bis auf ein Tor dran, kassierten wir bereits 120 Sekunden später das 2:4. Damit war die Sache natürlich durch“, ärgert sich Krupa. Der vierte Alsmooser Treffer ging übrigens erneut auf das Konto von Simonovic (72.), ehe Benesch per Elfmeter den Schlusspunkt setzte (87.). Die Konsequenz aus dieser erneut klaren Pleite ist, das sich der SCM nun schon vier Zähler vom rettenden Ufer entfernt ist. „Die Schere geht Woche für Woche immer weiter auseinander“, weiß Krupa: „Wir müssen also schleunigst mal wieder punkten.“

Kreisliga Donau/Isar II

TSV Hohenwart - FC Lengdorf 0:0: Markus Kurzhals weiß nicht so recht, wie er dieses torlose Unentschieden einordnen soll. „Einerseits ist’s schön, dass erstmals in dieser Saison die Null hielten“, so der Spielertrainer des TSV: „Dumm dabei war nur, dass dies nicht nur für hinten, sondern auch für vorne galt.“ Tatsächlich gab’s auf dem Hohenwarter Sportplatz nicht viele Torraumszenen zu beobachten. „Das Wetter war schlecht, der Platz war schlecht – und folgerichtig war auch spielerisch nicht viel machbar“, berichtet Kurzhals. Beide Mannschaften hätten ihr Glück immer wieder mit langen Bällen versucht, da technisch hochwertige Kombinationen auf dem schweren Geläuf schlichtweg unmöglich erschienen. Die beste Torchance auf Seiten der Paartaler besaß Sebastian Herker im Laufe der ersten Halbzeit, als er nach einem Zuspiel von Kurzhals plötzlich frei vor FCL-Keeper Johannes Preis auftauchte – aber auch an diesem scheiterte. Auf der Gegenseite hatten die Lengdorfer einmal Pech mit einem Lattenknaller. „Durch das Remis verpassten wir es zwar, ganz eng an den Spitzenpositionen dranzubleiben“, weiß Kurzhals: „Andererseits sind wir weiterhin seit dem ersten Spieltag ungeschlagen.“ Womit wir wieder bei der Frage sind, wie das 0:0 von diesem Sonntag am besten einzuordnen ist.

SZ