Kreisliga Ostschwaben

„Das Jahr war trotzdem eine schöne Erfahrung“

BC Aresing muss nach nur einer Saison wieder absteigen – DJK Langenmosen kommt mit blauem Auge davon

22.05.2022 | Stand 23.05.2022, 11:41 Uhr

Traurig, aber gefasst: (v. l.) Simon Irrenhauser, Simon Zach und Dominik Hormann konnten mit ihrem BC Aresing den Direktabstieg nicht mehr verhindern. Foto: M. Schalk

Von Roland Kaufmann

Schrobenhausen – In der Kreisliga Ostschwaben sind alle Entscheidungen gefallen: Der TSV Rain II ist Meister, der TSV Dasing darf die Aufstiegsrelegation bestreiten, für die TSG Untermaxfeld und den TSV Burgheim geht es in die Abstiegsrelegation – während der BC Aresing sowie der SV Thierhaupten den bitteren Gang eine Etage nach unten antreten müssen.

BC Aresing - TSV Firnhaberau 0:3: Nichts mehr wurde es mit dem erhofften Sprung auf den Relegationsrang, vom dazu nötigen Heimdreier am Samstag war der BCA gefühlte Lichtjahre entfernt. „Man hatte zu keiner Phase des Spiels das Gefühl, dass wir eine reelle Siegchance besitzen“, berichtet Aresings Klubchef Andreas Zeitlmair ganz ehrlich. Ob es am immensen Erfolgsdruck lag, der die Gelbschwarzen hemmte? Oder hatten sie sich innerlich bereits vor dem Anpfiff aufgegeben? Im Endeffekt ist’s nun egal. „Fakt ist, dass wir es an diesem Samstag schlichtweg nicht verdient hatten, drei Punkte einzufahren – ebenso, wie wir es nach der gesamten Saison schlichtweg nicht verdient haben, in der Kreisliga bleiben zu dürfen“, so Zeitl-mair. Gabriel Schorrer (5./47.) sowie Marcel Wendler (90.+3) sorgten stattdessen mit ihren Toren dafür, dass sich der TSV Firnhaberau hundertprozentig ans rettende Ufer rettete. Für den BCA heißt’s dagegen ab dem August: Auf ein Neues in der Kreisklasse Aichach. „Für uns war das eine Jahr in Kreisliga eine schöne Erfahrung – trotz des Abstiegs am Ende“, sagt Zeitlmair: „Wir gehen gefasst damit um, schließlich konnten wir uns irgendwie schon seit einigen Wochen darauf einstellen.“

TSV Dasing - SC Mühlried 5:1: „Natürlich hätten wir die Dasinger gerne noch ein bisschen geärgert. Jetzt bleibt uns nur, ihnen alles Gute für die Aufstiegsrelegation zu wünschen“, sagt SCM-Fußballchef Heiko Krupa. Vor allem mit der ersten Halbzeit der Seinen durfte er am Samstag absolut zufrieden sein, dank Lukas Koppold gingen die Blauweißen sogar in Führung (20.). Fabian Schmid (31.) sowie Johannes Rummel (43.) wendeten dann aber doch noch vor dem Pausenpfiff das Blatt – und nach dem Seitenwechsel ließen sich die Platzherren endgültig nicht mehr aufhalten. So stellte Christoph Schulz vorentscheidend auf 3:1 (49.), ehe Buba Saho (81.) und Kevin Gastl (85.) sogar noch einen Kantersieg für den Tabellenzweiten herausschossen. „Je länger die Partie dauerte, umso mehr war uns anzumerken, dass es für uns um nichts mehr ging“, berichtet Krupa: „Aber deswegen mache ich unserer Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf. Mir an der Seitenlinie ging’s ja nicht anders.“ Dass sich Spielertrainer Sebastian Slupik ein Cut auf der Stirn zuzog (66.) und deshalb ins Krankenhaus musste, tat dem SCM-Lager dann deutlich mehr weh als die abschließende Niederlage an sich. Die Blauweißen beendeten die Saison nun auf Tabellenrang neun.

SC Griesbeckerzell - DJK Langenmosen 3:1: Nur Position zwölf im Schlussklassement, sogar punktgleich mit der TSG Untermaxfeld auf dem ersten Relegationsplatz – das hatten sich die Langenmosener ursprünglich ein bisschen anders vorgestellt. „Dass wir am Ende gerade noch so mit einem blauen Auge davongekommen sind, das zeigt, wie verrückt diese Kreisliga Ost wieder einmal war“, sagt DJK-Spielertrainer Stefan Kellner. Andererseits, und nur das zählt: Die Blauweißen haben erneut den Klassenerhalt geschafft – zum neunten Mal in Folge. Das war übrigens schon vor der Partie in Griesbeckerzell festgestanden – wodurch es umso lobenswerter ist, wie die DJK dort, beim Tabellendritten, auftrat: Dass sie wahrlich mit dem allerletzten Aufgebot angereist war, dass in ihrem Kader sogar gleich vier Akteure aus dem eigentlichen Reserventeam standen – den Langenmosenern war’s nicht anzumerken. „Selbst durch zwei blöd zustandegekommene Gegentore in der Anfangsphase ließen wir uns nicht beeindrucken“, freut sich Kellner. Folgerichtig gab’s dank Tobias Grillmeier (36.) noch vor dem Pausenpfiff eine gute Antwort auf die SCG-Treffer von Simon Reiner (4.) beziehungsweise Marius Kefer (20.). „Und nach dem Seitenwechsel spielten wirklich nur noch wir“, berichtet Kellner. Mit einer Belohnung in Form des 2:2-Ausgleichs klappte es aber nicht mehr. Stattdessen machten die Platzherren durch Kefer alles klar (90.+3). „Trotzdem war’s von unserer Seite ein würdiger Saisonabschied“, so Kellner: „Und jetzt freuen wir uns einfach nur über die rund vier Wochen dauernde Sommerpause.“

SZ