Basketball-Bayernliga Süd
„Dann reicht es eben nicht“: Nach Pleite in Burghausen gibt es kaum noch Hoffnung bei Schrobenhausen Green Devils

19.02.2024 | Stand 19.02.2024, 22:46 Uhr

Konsterniert: Florian Breitkreutz, der Cheftrainer der Schrobenhausen Green Devils. Foto: M. Schalk

Überraschende Siegchance oder (erwartbare) „Packung“? Ein bisschen überspitzt formuliert war das vor dem Auswärtsspiel der Schrobenhausener Green-Devils-Basketballer beim SV Wacker Burghausen die Frage gewesen. Die Antwort fiel dann bei der 57:98-Klatsche ausgesprochen eindeutig aus. Der Absturz in die Bezirksoberliga lässt sich kaum noch verhindern.

Keine Siege, kein Spaß

Im Quervergleich zwischen den drei Bayernligen gibt es vor der Endphase der Saison nur noch ein Team, das schlechter dasteht als die Schrobenhausener: das von Slama Jama Gröbenzell, das in dieser Spielzeit 2023/24 erst gar nicht angetreten war. Die aktiven Konkurrenten sammeln dagegen immer mehr Siege – zum Beispiel der TSV Jahn Freising in der Schrobenhausener Bayernliga Süd, der inzwischen drei Matches gewonnen hat – während die einst stolzen SSV-Basketballer innerhalb von nur fünf Jahren aus der 2. Regionalliga wohl in die Bezirksoberliga abstürzen werden.

Für Coach Florian Breitkreutz ist das allerdings nicht der ganz entscheidende Aspekt. In erster Linie gehe es für ihn um das Ziel, beim Basketballspielen Spaß zu haben. Doch auch das ist aktuell kaum der Fall. „Wir waren für das Auswärtsspiel in Burghausen beinahe acht Stunden unterwegs“, erzählt der Coach. Alleine der Respekt vor der Freizeit aller Teammitglieder bedinge es da eigentlich, sich voll reinzuhängen. Das habe allerdings erneut nur phasenweise geklappt. „Und wenn wir kein komplettes Spiel abliefern, wenn nicht jeder bereit ist, dem anderen zu helfen, dann reicht es eben nicht“, so das bittere Fazit des Pfaffenhofeners.

Ein 37:3-Lauf des SV Wacker Burghausen

Übersetzt könnte das so viel heißen wie: Das Green-Devils-Team ist offenbar nicht mehr bayernligatauglich. Zumindest in vielen Phasen seiner Spiele. Zwar waren das erste (18:21) und das letzte Viertel, das die Gäste in Burghausen sogar gewannen (21:18), ganz in Ordnung – aber in den zwei Abschnitten dazwischen war das Kind längst in den Brunnen gefallen. Nach eigener Führung zu Beginn des zweiten Viertels gestatteten die Schrobenhausener dem Tabellenzweiten sogar einen 37:3-Lauf (von 24:21 auf 27:58). „Das war auch die Phase, in der bei vielen von uns die Bereitschaft und die Konzentration immer mehr schwanden“, sagt Breitkreutz. Wohl auch, weil es frustrierend war, wie wenig die Green Devils manchen Burghausener Spielern – allen voran Aleksandar Andjelkovic (30 Punkte) – im Eins-gegen-Eins entgegenzusetzen hatten. Im Schnitt haben die Schrobenhausener 14 Partien in dieser Bayernligasaison nun mit fast 24 Punkten Differenz verloren.

Die letzten Wochen in der Bayernliga genießen

„Natürlich wird es immer schwieriger, je weniger Spiele bleiben“, sagt Breitkreutz. Andererseits habe man ja noch fünf davon. Die werde man so oder so absolvieren. Also lieber noch mit möglichst viel Spaß und Einsatz. „Denn einmal weitergedacht: Wer weiß, wann wir wieder die Möglichkeit haben, Bayernligaspiele zu bestreiten“, sagt der Coach. Also lieber jetzt noch einmal – quasi mit dem Mute der Verzweiflung – alles hineinwerfen. Das nächste Mal dann am kommenden Samstag beim TSV München Ost.

• Das in Burghausen unterlegene Green-Devils-Team: Ralf Bernitt (4 Punkte), Johannes Dengler (8), Josef Eiglmeier (6), Simon Ettenreich (5), Lorenz Höllbauer (4), Sebastian Huber (4), Sebastian Kramer (2), Ferdinand Lange, Claus-Jürgen Ludwig (13), Moritz Schäfer (4), Martin Steiner und Moritz Weidner (7).

SZ