Stocksport

Größter Erfolg der Vereinsgeschichte

Zeller Stockschützen holen Silber bei deutscher Meisterschaft – Öttl mit Rang drei im Zielwettbewerb

19.09.2022 | Stand 19.09.2022, 17:41 Uhr

Deutscher Vizemeister im Stockschießen: Die Mannschaft des SC Zell mit Manuel Paulus (von links), Matthias Meier, Christoph Öttl, Konrad Heinze, Johannes Heinze. Foto: SC Zell

Von Daniela Blaimer

Pleinting – Den größten Erfolg der Vereinsgeschichte haben die Stockschützen des SC Zell am vergangenen Samstag gefeiert. Bei der deutschen Meisterschaft in Pleinting (Vilshofen) erreichten die Oberpfälzer im Mannschaftswettbewerb einen sensationellen zweiten Platz. Zwei weitere Medaillen gab es für den Zeller Mannschaftskapitän, Christoph Öttl, einen Tag darauf. Im Einzel-Zielwettbewerb holte sich der amtierende Bayerische Meister Bronze, ebenfalls Edelmetall gab es für ihn mit dem dritten Rang in der Regionen-Wertung für das Bundesland Bayern.

„Wir haben mit der Mannschaft einfach eine Top-Leistung gezeigt und die Fehler der Gegner gnadenlos ausgenutzt“, blickt Öttl voller Stolz auf den Erfolg zurück. Insgesamt 15 Mannschaften, darunter sechs aus Bayern, traten bei dem Wettbewerb an. Mit seinen Teamkollegen Johannes Heinze, Konrad Heinze (Ersatz), Manuel Paulus und Matthias Meier setzte sich Öttl nach der Vorrunde – Modus „Jeder gegen Jeden“ – auf Position eins und zog in die Finalrunde der besten Vier ein. „Wir haben in der Vorrunde nur ein einziges Spiel verloren, das war schon der Wahnsinn“, sagt Öttl. In der Finalrunde selbst spielte dann der Erste gegen den Zweiten und der Dritte gegen den Vierten. Der SC Zell bekam es deshalb mit dem starken FC Ottenzell zu tun, der auch als Sieger aus der Begegnung hervorging und ins Endspiel einzog. Um ebenfalls noch das große Finale zu erreichen, mussten die Zeller den Gewinner aus der zweiten Partie, den EC Passau Neustift, schlagen. Gesagt, getan – mit 18:6 dominierten die Oberpfälzer die Niederbayern. Und so ging es abermals gegen Ottenzell um den deutschen Meistertitel. „Nur hauchdünn haben wir dann mit 11:13 verloren“, so Öttl, dessen Mannschaft nach der ersten kleinen Enttäuschung, doch überwältigt von der Leistung war. „Wir sind anschließend nach Hause gefahren und wurden von knapp 50 Leuten im Vereinsheim erwartet“, erzählt Öttl, der die feuchtfröhliche Feier aufgrund seines Einzelwettbewerbs am Sonntag allerdings früher verlassen musste.

Müde und platt vom Vortag ging Öttl im Zielwettbewerb an den Start. „Die Saison lief bislang so gut, dass ich unbedingt einen Podiumsplatz bei der deutschen Meisterschaft erreichen wollte“, ist Öttl ehrlich. „Am Ende hat es dann für Bronze gereicht. Die Verhältnisse waren relativ schwierig, weil die Bahn-Oberfläche sehr grob war“, erklärt der Zeller Stockschütze, der sich gegen den Peitinger Matthias Adler auf Platz eins und gegen Florian Marchl aus Niederviehbach auf Rang zwei nicht durchsetzen konnte. Dennoch ist Öttl mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Ich habe mich unheimlich über die Bronzemedaille gefreut.“

Beim letzten Wettkampf des Tages gingen in der Regionen-Wertung für Bayern die vier Erstplatzierten der Bayerischen Meisterschaft an den Start. Bayern als mitgliedsstärkster Verband übernahm dabei die Favoritenrolle gegenüber den anderen Bundesländern. Dabei erreichte Öttl auf Position eins mit seinem Team den dritten Platz und gewann damit die Bronzemedaille. „Natürlich hätten wir uns vielleicht eine andere Farbe gewünscht, aber unsere Gegner haben wirklich starke Leistungen gezeigt.“

Nun heißt es für Öttl und seine Vereinskameraden Kraft tanken für die Wintersaison. Denn dann wird das Ziel „Klassenerhalt in der Bundesliga“ in Angriff genommen. „Aber zuerst einmal steht am 30. September und 1. Oktober unser 40-jähriges Vereinsjubiläum an“, sagt Öttl, der dann auch bis zum Schluss mitfeiern kann.

DK