Corona prägt Saison

Erste Tischtennis-Mannschaft des 1. FC Beilngries muss sich vom Spielbetrieb abmelden

10.06.2022 | Stand 10.06.2022, 21:37 Uhr

Jugendleiter Manfred Biebl im Einsatz für den FC Beilngries. Foto: Nusko

Die Tischtennisabteilung des 1. FC Beilngries hat bei ihrer Jahresversammlung die Bilanz einer durchwachsenen Saison gezogen. Die Spielzeit begann zum ersten Mal mit drei Herrenteams und einer Jugendmannschaft. Das erste Herrenteam musste allerdings wegen des Corona-Durcheinanders schon kurz nach Saisonbeginn vom Punktspielbetrieb in der Bezirksliga West des Tennisbezirks Oberpfalz Süd abgemeldet werden.

Allerdings schaffte dann die zweite Mannschaft den Aufstieg in die Bezirksklasse A. Außerdem sicherte sich das dritte Team den Verbleib in der Bezirksklasse C. Erfreut war auch Leiter Werner Simm über das Abschneiden seines neu gegründeten Teams der Jungen 18. Es schaffte auf Anhieb den Aufstieg von der Bezirksklasse B in die Bezirksklasse A. Aus sportlicher Sicht weniger zufriedenstellend war, dass in der Saison aufgrund einer längeren Unterbrechung wegen Corona nur eine Runde ohne Rückspiele absolviert werden konnte.

Als die Beilngrieser Tischtennisspieler, die zuvor über Jahrzehnte dem Bezirk Oberbayern angehört hatten, im Jahr 2019 in die Oberpfalz wechselten, ahnten sie noch nicht, welche Unwägbarkeiten wegen der Pandemie auf sie zukommen würden. Im Gegenteil: Der ersten Mannschaft gelang auf Anhieb der Aufstieg von der Bezirksklasse A in die Bezirksliga. Doch schon nach kurzer Zeit war wieder Schluss. Weil sich nicht alle Akteure des Teams einer Corona-Impfung unterziehen wollten, meldete die Abteilungsleitung die erste Mannschaft vom Punktspielbetrieb ab.

Damit gab es personelle Alternativen für die zweite Mannschaft. Nicht zuletzt diesen war der Aufstieg in die Bezirksklasse A zu verdanken. In der kommenden Spielzeit treten die Beilngrieser mit zwei Herrenmannschaften und einem Juniorenteam wieder bei Punktspielen an. Im Seniorenbereich seien laut Simm ein gutes Dutzend Aktiver. Damit werde man über die Runden kommen, zumal die Punktspiele im Braunschweiger System absolviert werden. Demnach besteht eine Mannschaft nicht mehr aus sechs, sondern nur noch aus vier Akteuren. In den untersten Klassen sind sogar Punktspiele möglich, wenn nur drei Spieler antreten. Diese Regelung ist nicht zuletzt der Corona-Pandemie geschuldet, um Personalnot zu vermeiden. Dafür gilt in diesem System, dass grundsätzlich acht Einzel und zwei Doppel gespielt werden. Die Ergebnisse können eine Bandbreite von 10:0 bis 5:5 aufweisen.

Das kommt auch den Beilngrieser Tischtennisspielern entgegen. Simm freut sich außerdem, dass wieder Aktive zum Verein gekommen sind und den Abgang einiger Akteure kompensiert haben. Weil die Zahl der Mitglieder bei der drittältesten der acht Sparten des FCB aber durchaus überschaubar ist, üben einige von ihnen Doppelfunktionen aus. So nimmt Spartenleiter Simm nach wie vor an Punktspielen teil. Manfred Biebl, Mitglied der ersten Mannschaft, ist zusammen mit Herbert Neumeier, Spieler der zweiten Mannschaft, für die Betreuung des Nachwuchsteams zuständig.

Sehr zum Bedauern der Verantwortlichen war es wegen Corona nicht möglich, das 50-jährige Bestehen bei einem Jubiläumsturnier zu feiern. Die Abteilung gibt es seit dem 8. Dezember 1971. Laut Simm liegen die Planungen erneut auf Eis, da nicht auszuschließen sei, dass es im Herbst wieder Einschränkungen für den Hallensport gibt. Unabhängig davon hoffen die Beilngrieser Tischtennisspieler, dass die kommende Saison ohne längere Unterbrechungen und vollständig zu Ende gespielt werden kann.

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