Bezirksliga Oberpfalz Süd
Die Luft wird immer dünner

Bezirksligist 1. FC Beilngries gastiert in Sulzbach und benötigt dringend Punkte im Abstiegskampf

04.11.2022 | Stand 22.09.2023, 3:44 Uhr

Um die Chance auf den Verbleib in der Bezirksliga zu wahren, muss der 1. FC Beilngries (links Jeton Shala) beim SV Sulzbach punkten. Foto: Nusko

Beilngries – Der 1. FC Beilngries unternimmt an diesem Sonntag einen weiteren Anlauf, seinen dritten Saisonsieg in der Bezirksliga Oberpfalz Süd einzufahren. Er tritt um 14 Uhr beim SV Sulzbach an. Nach ihrer jüngsten 0:2-Heimniederlage gegen den FC Viehhausen ist für die Altmühlstädter die Luft im Abstiegskampf noch dünner geworden. Ihr Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt mittlerweile acht Zähler, der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz ist auf neun Punkte angewachsen.

Als Sulzbach vor drei Monaten in Beilngries zu Gast war, konnte sich bei den Einheimischen wohl niemand deren jetzige Lage vorstellen. Jedoch war das dritte Saisonspiel der Altmühlstädter durchaus typisch für etliche weitere Begegnungen des FCB. Seinerzeit befand sich die Mannschaft von Trainer Hubert Brigl noch auf einem Nichtabstiegsplatz, während die in der Relegation um den Aufstieg in die Landesliga Mitte knapp gescheiterten Sulzbacher als Tabellenletzter angereist waren. Die Art, wie die Beilngrieser letztlich mit 1:3 unterlagen, war bezeichnend für viele ihrer weiteren Misserfolge im Verlauf der bisherigen Spielzeit. Auch damals konnte die Mannschaft sich bietende Torgelegenheiten nicht nutzen und Unsicherheiten im Defensivbereich führten zu Gegentreffern. Während die Sulzbacher danach ihre nächsten vier Spiele gewannen, begann für die Beilngrieser eine Serie von zehn Niederlagen und nur zwei Unentschieden. Zwar wartete der Aufsteiger zuletzt mehrfach mit durchaus ansprechenden Leistungen auf, aber es gelang ihm nicht, diese zu stabilisieren. So folgte dem überraschenden 2:1-Sieg beim Tabellenzweiten SC Regensburg das 0:2 gegen Viehhausen.

„Bei uns gibt es seit Wochen einen Jojo-Effekt“, beschreibt Abteilungsleiter Robert Halser dieses Phänomen. Demnach müsste der FCB nach seinem enttäuschenden Auftritt gegen FC Viehhausen nun wieder mit einer deutlich besseren Leistung aufwarten. Um von der Donau zumindest einen oder sogar drei Punkte mit nach Hause zu nehmen, müssen die Beilngrieser vor allem in der Abwehr wieder stabiler als zuletzt ans Werk gehen. Schließlich hat ihr bevorstehender Gegner bereits 39 Tore und damit mehr als doppelt so viele wie der Tabellenletzte erzielt. Mit Bastian Steffek (13 Tore) verfügen die Sulzbacher über einen der treffsichersten Akteure in der Bezirksliga. Zumindest etwas Hoffnung sollte der FCB aber aus der Tatsache schöpfen, dass die Sulzbacher bereits 48 Gegentreffer hinnehmen mussten und damit die schlechteste Abwehr aller 16 Mannschaften haben. Es sollte für den FCB also durchaus möglich sein, seinen bislang 17 Toren das eine oder andere hinzuzufügen.

Allerdings fahren die Altmühlstädter mit einem durchaus überschaubaren Kader nach Sulzbach. Zwar steht Florian Herrler, der am vergangenen Sonntag verletzt ausscheiden musste, wohl wieder zur Verfügung, aber neben Stephan Karg (Bänderriss im Training) fehlt aus privaten Gründen auch Johannes Karch. Laut Halser ergänzt mit Andreas Prennig, der schon beim SC Regensburg zum Einsatz gekommen war, ein Akteur aus der zweiten Mannschaft erneut den Bezirksliga-Kader. Darüber hinaus gibt es für den FCB-Trainer aber wohl kaum personelle Alternativen. Deshalb dürfte es ihm auch dieses Mal wieder nicht möglich sein, alle fünf Wechselmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.

Dennoch ist sich Halser sicher, dass der FCB in Sulzbach nicht aussichtslos antritt: „Wenn wir abrufen, was wir können, haben wir auch mit dem zur Verfügung stehenden Kader die Chance, Punkte mitzunehmen.“

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