Bezirksliga Oberpfalz Süd

Chancen nutzen, Rückstand vermeiden

Bezirksligist 1. FC Beilngries muss gegen defensivstarke Bad Abbacher „greifbare Verunsicherung“ ablegen

22.09.2022 | Stand 22.09.2022, 16:42 Uhr

Für seinen unermüdlichen Einsatz will sich der 1. FC Beilngries (rechts Christian Höfler) am Samstag beim TSV Bad Abbach endlich einmal belohnen. Foto: Nusko

Beilngries – Für den 1. FC Beilngries beginnt an diesem Samstag das zweite Drittel der Saison in der Bezirksliga Oberpfalz Süd. Er tritt um 16 Uhr beim TSV Bad Abbach an. Nach einer Ausbeute von nur zwei Zählern aus bislang zehn Spielen gilt es für die Mannschaft von Trainer Hubert Brigl, möglichst schnell weitere Punkte einzufahren.

Um dieses Vorhaben zu verwirklichen, ist der bevorstehende Gegner aber nicht unbedingt geeignet. Die Mannschaft aus dem niederbayerischen Kurort hat sich nach ihrem Abstieg aus der Landesliga Mitte, der sie elf Jahre angehörte, neu konstituiert und nimmt nach zehn Spieltagen mit 16 Punkten den siebten Tabellenplatz ein. Zwar verließen einige Stammspieler den Verein, aber es gab auch Verstärkungen, die diese Ausfälle weitestgehend kompensierten. Zudem blieben etliche Landesliga-Akteure dem TSV auch nach dem Abstieg treu.

Prunkstück der Niederbayern ist die Abwehr. Ebenso wie Spitzenreiter FC Thalmassing und der Tabellenzweite FC Kosova Regensburg mussten sie in bislang zehn Begegnungen nur neun Gegentreffer hinnehmen. Andererseits hat der TSV aber nur elf Tore und damit zwei weniger als der FCB erzielt. Zumindest der Statistik nach treffen damit zwei offensivschwache Mannschaften aufeinander, von denen die Bad Abbacher in der Defensive klare Vorteile haben sollten. Allein schon deshalb dürfte es für den FCB schwierig sein, seine Trefferquote ausgerechnet in Bad Abbach deutlich zu verbessern.

Zu allem Überfluss fallen nun laut Brigl auch noch die Offensivkräfte Jeton Shala und Florian Herrler für einige Zeit aus. Beide zogen sich am vergangenen Sonntag bei ungeahndeten Fouls im Spiel gegen Thalmassing erhebliche Verletzungen zu, die nicht auf Anhieb zu beheben sein dürften. Dagegen kann der FCB-Trainer wieder auf Robert Halser zurückgreifen. Der Routinier hat seine Rotsperre wegen einer Notbremse im Spiel beim TB/ASV Regenstauf abgesessen. Ebenfalls wieder zur Verfügung stehen Sebastian Jaksch und Stephan Karg. Damit sollte das Abwehrgerüst des FCB wieder auf einem stabileren Fundament als zuletzt stehen.

Doch unabhängig von ihrer Anfangsformation geht es für die Altmühlstädter auch in Bad Abbach vor allem darum, nicht frühzeitig in Rückstand zu geraten. Mit Ausnahme des mit 1:2 verlorenen ersten Saisonspiels und der Begegnung beim FC Viehhausen (0:0) musste der FCB bislang schon achtmal einem teilweise sehr frühen Rückstand nachlaufen. So auch am vergangenen Sonntag gegen Thalmassing, als er mit dem 0:2 zur Halbzeit noch gut bedient war, ehe zumindest noch ein Unentschieden möglich gewesen wäre. Dass dies nicht gelang, hatte mit dem zweiten großen Problemfeld des Bezirksliga-Neulings zu tun. Zwar nicht im Überfluss, aber zumindest immer wieder gab es für die Beilngrieser bislang Torchancen, die sie nicht nutzen konnten. Daran, so Brigl, müsse man weiter arbeiten. Dies könne aber nur gelingen, wenn seine Mannschaft ihre „Verunsicherung, die momentan zu greifen ist“, ablegt. Weil fast jedes Team in der Bezirksliga über den einen oder anderen Akteur verfüge, der bei engen Spielen ein entscheidender Faktor sein könne, dürfe man sich nicht mehr so viele Aussetzer leisten, die eiskalt genutzt werden, fordert der Übungsleiter durchaus nicht ohne Grund. Schließlich hat sich bei den bislang zehn Spielen des FCB in der Bezirksliga nur der VfB Bach tatsächlich als eine Nummer zu groß erwiesen.

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