Regionalliga Bayern

Mattes fordert bessere Passquote

Mit dem TSV Aubstadt wartet eine schwierige Auswärtsaufgabe auf den Regionalligist VfB Eichstätt

29.07.2022 | Stand 29.07.2022, 16:34 Uhr

Eine lange Verletzungsmisere plagt VfB-Akteur Jonas Fries (am Boden). Vor über einem Jahr absolvierte der 25-Jährige sein letztes Regionalliga-Spiel für die Domstädter. Foto: Traub (Archiv)

Von Norbert Dengler

Eichstätt – Bis in den 210 Kilometer entfernten unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld muss der VfB Eichstätt an diesem Samstag reisen. Die Schützlinge um Trainer Markus Mattes sind am dritten Spieltag der Regionalliga Bayern beim TSV Aubstadt (17 Uhr) zu Gast. Nur zum Auswärtsspiel beim SV Viktoria Aschaffenburg muss eine noch weitere Fahrstrecke zurückgelegt werden.

Vor wenigen Tagen hat sich das letzte Punktspiel von Eichstätts Mittelfeldregisseur Jonas Fries gejährt. Der 25-Jährige stand nämlich letztmals am 24. Juli 2021 – beim 1:1 gegen den FV Illertissen – in einer Regionalliga-Partie des VfB auf dem Platz. Schon davor war Fries lange Zeit verletzt, und vor allem danach warfen ihn immer wieder schwere Verletzungen zurück. Beim jüngsten 4:0-Heimsieg gegen die SpVgg Greuther Fürth II machte wahrscheinlich wegen der langen Ausfallzeit deshalb sogar das Gerücht von einer angeblichen Sportinvalidität die Runde. Dem widersprach jedoch Trainer Mattes auf Nachfrage unserer Zeitung vehement. „Genau das Gegenteil ist der Fall“, sagte er und erzählte: „Jonas durchläuft derzeit den ganz normalen Reha-Prozess. Dabei wird er und werden auch wir sicherlich nichts überstürzen. Auf jeden Fall hat es keinerlei negativen Signale gegeben, dass es bei ihm nichts mehr werden würde. Das Gerücht ist also in das Reich der Fabeln zu verweisen.“ Auch Fries selbst äußerte sich dazu: „Aktuell mache ich Individualtraining. Wenn das Knie nicht reagiert, werden die Belastung nach und nach gesteigert und mehr Teile des Mannschaftstrainings dazu genommen. Aufwärmen und Passübungen mache ich schon mit. Bis ich jedoch voll ins Mannschaftstraining einsteige, wird es noch eine Weile dauern. Genauso, bis man mich dann schlussendlich wieder auf dem Platz sieht.“

Nach dem standesgemäßen 7:0-Erfolg in der ersten Runde des BFV-Pokals beim FC Gerolfing (wir berichteten) kehrt der VfB nun wieder in den Liga-Alltag zurück. Mattes fordert dabei vor allem eine bessere Passquote als es gegen den Kreisligisten der Fall war. „Den letzten Auftritt in Aubstadt haben wir noch in äußerst schmerzhafter Erinnerung. Jetzt geht es darum, es dieses Mal besser zu machen, wobei wir uns durchaus bewusst sind, dass es erneut eine sehr schwierige Auswärtsaufgabe ist“, sagt der Eichstätter Trainer. Mit 0:4 war seine Truppe im April dieses Jahres bei den Grabfeldern unter die Räder gekommen. Allerdings – das muss man auch berücksichtigen – haben die Aubstädter erneut eine sehr erfolgreiche Saison gespielt. Einem fünften Rang im Premierenjahr ließen sie in der Saison 2021/22 einen sechsten Platz folgen. Auf den dritten Platz fehlten gerade einmal drei Zähler. Und hätte der TSV Aubstadt in der heißen Saisonendphase nicht bereits das Finalspiel des Totopokals, das letztendlich mit 4:5 nach Elfmeterschießen gegen den Ligakonkurrenten FV Illertissen verloren wurde, im Hinterkopf gehabt, dann wäre diese Platzierung auch realistisch gewesen. „Mit ihrer Qualität hätten sie die Saison sogar noch etwas weiter vorne abschließen können“, sagt Mattes.

Während der FV Illertissen an diesem Samstag also den Zweitligisten FC Heidenheim in der ersten DFB-Pokalhauptrunde herausfordert, ist für den TSV Aubstadt Liga-Alltag angesagt. Mit einer Niederlage (1:3 gegen den 1. FC Nürnberg II) und einem Sieg (5:2 beim FC Pipinsried) haben sie nach zwei Spieltagen genauso viele Punkte wie der VfB Eichstätt gesammelt. Bester Torschütze mit bislang drei Treffern ist Christopher Bieber. Der 33-jährige Angreifer hat schon für den Karlsruher SC in der 2. Bundesliga gespielt und ist für die Würzburger Kickers sowie den FC Rot-Weiß Erfurt in der 3. Liga am Ball gewesen. Ansonsten besteht das Team um Trainer Victor Kleinhenz überwiegend aus Spielern mit einer „Club“-Vergangenheit. „Ungefähr 70 Prozent sind dort ausgebildet worden“, sagt Mattes, der mit seiner Truppe im Rahmen einer Englischen Woche bereits am Dienstag, 2. August, um 18.30 Uhr die Würzburger Kickers empfängt.

EK