Bezirksliga Oberbayern Nord
Krasser Außenseiter: Kriselnder VfB Eichstätt II erwartet Spitzenreiter SV Manching

16.11.2023 | Stand 16.11.2023, 17:42 Uhr |

Gegen Spitzenreiter Manching hofft die kriselnde VfB-Reserve (links Julian Hollinger) zumindest auf ein Remis. Foto: Traub

Mit dem 18. Spieltag verabschiedet sich die Bezirksliga Oberbayern Nord an diesem Wochenende offiziell in die Winterpause. Für den VfB Eichstätt II bedeutet die Heimpartie am Freitagabend (18.30 Uhr) gegen den Spitzenreiter SV Manching allerdings noch nicht das Ende des Fußballjahres 2023. Für die Schützlinge um das Spielertrainerduo Max Dörfler und Julian Scholl steht nämlich am Freitag, 24. November, noch das Nachholspiel beim FC Aschheim an.

Seit sage und schreibe elf Spielen (vier Unentschieden, sieben Niederlagen) hat die Bayernliga-Reserve aus der Domstadt nicht mehr gewonnen und ist folglich bis auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. Zuletzt gab es im Kellerduell gegen den SV Waldeck Obermenzing eine bittere 0:3-Pleite. „Die Niederlage war sehr ernüchternd, denn das hatten wir uns alle ganz anders vorgestellt“, blickt Dörfler zurück. Das Gegenstück zur Eichstätter Negativserie findet man beim SV Manching, der seit mittlerweile 16 (!) Partien ungeschlagen ist, die Tabelle mit fünf Punkten Vorsprung anführt und auf jeden Fall als Spitzenreiter überwintern wird.

Auf dem Papier treffen also zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinander – und genau darin scheint die Krux zu liegen. „Ich bin trotz der klaren Rollenverteilung überzeugt, dass wir dieses Duell mit der nötigen Professionalität angehen werden“, sagt Serkan Demir. Der SVM-Coach hat seine Mannen um das brandgefährliche Trio Sebastian Graßl (12 Treffer), Fabian Neumayer und Rainer Meisinger (je 11) – die allesamt schon das VfB-Trikot getragen haben – jedenfalls auf einen sehr schweren Schlussakt 2023 vorbereitet. Eichstätt wird noch einmal alles in die Waagschale werfen und kann im Prinzip nur positiv überraschen. Selbst ein Unentschieden wäre aus VfB-Sicht ein riesengroßer Erfolg, wohingegen ein Remis für den SVM einen Rückschlag im Meisterschaftsrennen bedeuten würde.

Beim VfB Eichstätt II, der das Hinspiel mit 0:3 verlor, ist man sich der Rolle des krassen Außenseiters ebenfalls bewusst. „Wer die Serien beider Teams verfolgt hat, der rechnet mit einem 6:0-Sieg der Manchinger“, sagt Dörfler, der trotzdem einen Restfunken Hoffnung auf eine Überraschung seiner Mannschaft hat. Dafür spreche in erster Linie die gute Einstellung der Spieler, die sich trotz der andauernden Misserfolge nicht hängen lassen. Dörflers Marschroute: „Aufgrund der individuellen Klasse der Manchinger Spieler müssen wir die Räume eng machen und Mittel finden, wie wir sie nicht zur Entfaltung kommen lassen. Ganz wichtig wird auch sein, dass wir ihnen den Spaß am Fußball nehmen.“

EK