Kreisliga Neumarkt/Jura West

Aufsteiger Limes mischt Kreisliga auf

20.01.2023 | Stand 20.01.2023, 17:43 Uhr
Alexander Vormstein

Die DJK Limes mit Moritz Medl (in Rot) festigt mit dem 6:2-Sieg gegen die DJK Pollenfeld ihren Platz in der Spitzengruppe. Foto: Traub

Der Kampf um die Meisterschaft in der Kreisliga Neumarkt/Jura West ist noch komplett offen. Mittendrin auf Platz zwei befindet sich der SV Marienstein und auf Rang vier lässt Aufsteiger DJK Limes mit starken Leistungen aufhorchen. Für die DJK Pollenfeld hingegen ist der Klassenerhalt noch nicht in trockenen Tüchern.

Eichstätt – Auf Tuchfühlung zum Spitzenreiter aus Absberg ist mit nur zwei Punkten Rückstand der SV Marienstein. Und auch die DJK Limes übertrifft als Aufsteiger mit Rang vier alle Erwartungen. Die Elf von Stefan Birngruber trennt derzeit nur ein Punkt von Tabellenplatz zwei und -drei. Die DJK Pollenfeld hingegen steht nach einem verpatzen Saisonstart zwar auf keinem Abstiegsplatz mehr, dennoch muss sie weiterhin um den Klassenerhalt kämpfen.

• SV Marienstein: Fast in jedem Spiel konnte der SV Marienstein bislang Punkte sammeln. Deshalb überrascht es auch nicht, dass die Mannschaft von Dominik Pfuhler dem Ligaprimus TSV Absberg, der in der Vorsaison nur knapp den Aufstieg verpasste, hauchdünn auf den Fersen ist. Um die letzte und bis dato einzige Saisonniederlage der Mariensteiner zu finden, muss man bis zum 12. August zurückblicken. Ausgerechnet gegen Aufsteiger DJK Limes hatte der SVM mit 0:2 das Nachsehen. Dass die Pfuhler-Elf aber nicht von der Tabellenspitze grüßt, liegt daran, dass sie in sechs von 14 Partien nicht über ein Remis hinauskam. Aber auch Absberg spielte fünfmal unentschieden, was die Ausgeglichenheit der Liga zeigt. Nur vier Punkte trennen die ersten fünf Plätze, wobei der TSV Heideck (Rang fünf) noch ein Spiel mehr zu bestreiten hat, als seine direkten Konkurrenten.

Seit dem Abstieg vor eineinhalb Jahren ist Pfuhler sehr zufrieden mit der Entwicklung seines Teams. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft. Teilweise machen wir noch zu viele Leichtsinnsfehler und konnten so Spiele, in den wir die bessere Mannschaft waren, nicht gewinnen“, findet der SVM-Coach. An dem zu Saisonbeginn ausgegebenen Ziel „einstelliger Tabellenplatz“ hat sich indes nichts geändert. „Wir wissen aus dem letzten Jahr, was in der Rückrunde noch alles möglich ist.“

Derzeit steht für seine Schützlinge Ausdauertraining auf dem Programm, ab Ende Januar kommt dann auch der Ball wieder zum Einsatz. Und auch sieben Testspiele will der SVM bestreiten. Ein Highlight der Winterpause dürfte mit Sicherheit der Mannschaftsausflug zum Skifahren sein.

• DJK Limes: Das Überraschungsteam der Liga heißt DJK Limes. Der Aufsteiger aus Titting fand sich schnell in der höheren Spielklasse zurecht und feierte im Saisonverlauf acht Siege. Mit zwei Unentschieden und vier Niederlagen rangiert die DJK zum Jahreswechsel auf dem vierten Platz. „Mit Stefan Birngruber haben wir einen Trainer, der sportlich und menschlich sehr gut zum Verein passt. Ich denke, wenn man im ersten Jahr aufsteigt und im zweiten auf Platz vier überwintert, dann macht man eine sehr gute Arbeit“, lobt Abteilungsleiter Thomas Wiesent seinen Übungsleiter. Besonders die Offensive scheint in bestechender Form zu sein. Zusammen mit dem Tabellennachbarn Stopfenheim erzielt die DJK die meisten Treffer (33 Tore in 14 Spielen). Gleichzeitig lässt der Aufsteiger innerhalb der Spitzengruppe aber auch die meisten Gegentreffer zu (22). Für Birngruber ist das allerdings kein großer Dorn im Auge: „Wenn man wie wir mit so einem Vorwärtsdrang spielt, dann passiert es schon mal, dass es hinten klingelt. Zuhause haben wir es aber bisher defensiv sehr gut gemacht“, spricht er die Heimstärke seines Teams an. Nur zwei Gegentreffer musste die DJK auf heimischen Rasen hinnehmen und fuhr 16 von 18 möglichen Zählern ein.

Abteilungsleiter Wiesent geht dennoch von einer schwierigen Rückrunde aus: „Vielleicht haben wir davon profitiert, dass uns die Gegner als Aufsteiger etwas unterschätzt haben. Das wird jetzt nicht mehr passieren.“ Das Saisonziel ist trotz der Euphorie der Hinrunde noch dasselbe. „Wir wissen, dass wir in der Liga mitspielen können und wollen uns im Mittelfeld etablieren.“

Wie schon im Vorjahr reist das Team in der Winterpause für knapp eine Woche nach Kroatien ins Trainingslager. Zudem hat Birngruber für passende Testspielgegner gesorgt. Unter anderem geht es gegen den Landesligisten SV Unterreichenbach und den Bezirksligisten TSV Greding. Insgesamt soll das junge Team in vier Vorbereitungsspielen Erfahrung sammeln, um die erste Kreisliga-Saison im oberen Tabellendrittel abzuschließen.

• DJK Pollenfeld: Die DJK Pollenfeld hat sich nach einem verpatzten Saisonstart und dem Wechsel auf der Trainerposition zu Markus Rein, der das Team zwischen 2019 und 2021 schon einmal betreut hatte, wieder gefangen. Zwischenzeitlich verloren die Schwarz-Gelben nur eines von neun Spielen. Durchaus beachtlich für ein Team, das in der Vorsaison dem Abstieg erst in der Relegation knapp entkommen war. „Wir haben nach dem Trainerwechsel schnell die Punkte wieder aufgeholt und stehen gerade über dem Strich“, zieht Abteilungsleiter Richard Schneider eine positive Zwischenbilanz, auch wenn die DJK zum Jahresende wieder in „alte Muster“ gefallen ist. Pollenfeld fuhr nämlich in den letzten drei Spielen keinen einzigen Zähler ein und hat derzeit 18 Punkte auf dem Konto, was Tabellenplatz neun bedeutet. Damit wäre das gesteckte Saisonziel erreicht.

Dass das auch so bleibt, befinden sich die Spieler schon in der ersten Vorbereitungsphase. Bevor es im Februar mit dem Mannschaftstraining losgeht, steht derzeit Individualtraining auf dem Programm. Bis zum ersten Spiel nach der Winterpause (25. März in Weißenburg) bereitet sich die DJK Pollenfeld in vier Testspielen auf die restliche Saison vor.

EK