Volleyball - Bayernliga

„Uns fehlen nicht nur die Spieler, sondern auch das Glück“

Personell dezimierte SG Ingolstadt um Trainer Mühlbauer kann beim 0:3 gegen den SV Lohhof nur phasenweise mithalten

24.11.2022 | Stand 24.11.2022, 17:45 Uhr

Muss aktuell viel improvisieren: SG-Trainer Andreas Mühlbauer. Foto: DK-Archiv

Von Johannes Nusko

Lohhof – Die Volleyballer der SG MTV/TV Ingolstadt müssen in der Bayernliga Süd weiter auf das zweite Erfolgserlebnis warten. Am vergangenen Sonntag verloren die Ingolstädter mit 0:3 beim SV Lohhof.

Die Tabellensituation der Schanzer ist unverändert. Sie rangieren weiter auf dem zehnten von zwölf Rängen, nachdem auch die Aufgabe in Lohhof eine Nummer zu groß war. „Wir hatten zwar eine gute und kurze Anreise nach Lohhof, allerdings waren wir auch heute personell wieder arg dezimiert“, erklärte Trainer Andreas Mühlbauer und führte weiter aus: „Aus unserem zwölf Mann großen Kader stehen aktuell nur neun Spieler zur Verfügung, da uns jetzt auch noch Niklas Duzek fehlen wird.“

In das Spiel gegen den Tabellensiebten starteten die Donaustädter denkbar schlecht, wie der Coach beschrieb: „Lohhof wäre eigentlich schlagbar gewesen. Zu viele eigene Fehler haben dieses Unterfangen aber schnell zu Nichte gemacht.“ Der erste Durchgang ging deutlich mit 25:17 an Lohhof.

Erst im zweiten Satz steigerten sich die Schanzer, unterlagen aber auch in diesem Abschnitt mit 20:25. Im dritten Satz agierten die Gäste sichtbar sicherer. Alexander Mühlbauer rückte auf die Libero-Position und stabilisierte so das Ingolstädter Spiel. Außerdem blockte Christian Zapf mehrere Angriffe der Hausherren. Dass auch der dritte Satz an den SVL ging, war für Mühlbauer „sehr unglücklich“, wie er weiter schilderte: „Diesen Satz hätten wir uns auf jeden Fall verdient gehabt. Und wer weiß, wie das Spiel nach einem 1:2-Anschluss ausgegangen wäre.“ Allerdings behielten die Lohhofer auch im dritten Durchgang die Nerven, gewannen mit 26:24 und machten somit den 3:0-Heimsieg klar.

Mühlbauer resümierte: „Uns fehlen momentan nicht nur die Spieler, sondern auch das Glück.“ Für das Spiel gegen den TSV Gars am kommenden Samstag in der Bezirkssportanlage Nordwest (Richard-Wagner-Straße) ist allerdings personell keine Besserung in Sicht – im Gegenteil: „Aus privaten Gründen werden uns drei weitere Akteure fehlen. Somit stehen uns dann nur noch sechs Spieler zu Verfügung.“ Der Trainer sehnt daher bereits die Winterpause herbei: „Die Mannschaft braucht die Unterbrechung. In der Rückrunde, nach der Rückkehr der Stammkräfte, sieht die Volleyballwelt dann wieder ganz anders aus.“

DK