Schaden am Eis

Partie des ERC Ingolstadt in Bietigheim nicht angepfiffen

23.09.2022 | Stand 24.09.2022, 10:45 Uhr

Trotz stundenlanger Vereisungsversuche mit Stickstoff konnten die Verantwortlichen in der Bietigheimer Arena das Loch im Eis nicht reparieren. Die Partie des ERC Ingolstadt bei den Steelers fiel daher aus. Wie sie gewertet wird, steht noch nicht fest. Foto: Eibner

Sie waren extra einen Tag vorher angereist, um sich optimal auf das Spiel vorzubereiten und endlich ihren ersten Sieg in der Halle der Bietigheim Steelers zu feiern. Doch der ERC Ingolstadt hat die mehr als 250 Kilometer lange Reise nach Baden-Württemberg vergeblich angetreten.



Die Partie der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) am Freitagabend fiel aus, weil sich im Eis der EgeTrans-Arena im Bereich vor den Strafbänken ein Loch gebildet hatte, das innerhalb der im Reglement festgelegten Zeit von 90 Minuten nicht repariert werden konnte.

Spielbeginn vor Absage dreimal verschoben

Der ursprüngliche Spielbeginn um 19.30 Uhr war zunächst dreimal verschoben worden, beide Mannschaften wärmten sich mehrfach auf und mussten wieder zurück in die Kabinen. Doch die gefährliche Stolperfalle, die eine unkalkulierbare Verletzungsgefahr für die Spieler darstellte, konnten die Eismeister trotz eifriger Vereisungsversuche nicht entschärfen. Um 21.08 Uhr entschied das Schiedsrichtergespann Sirko Hunnius und Gordon Schukies nach Beratungen mit der Liga dann endgültig, das Spiel nicht mehr anzupfeifen. Wie die Partie gewertet wird oder ob es einen neuen Termin gibt, stand am Freitagabend noch nicht fest. Der ERC teilte mit, man versuche in Abstimmung mit den Steelers und der DEL, einen Ersatztermin zu finden.

Lesen Sie dazu folgenden Kommentar:Bietigheim Steelers fehlt es an Professionalität

Bietigheims Geschäftsführer Volker Schoch verkündete die Entscheidung der Spielabsage über das Stadionmikrofon an die pfeifenden Fans, darunter rund 100 Ingolstädter. „Man hat es nicht geschafft, innerhalb der 90 Minuten eine bespielbare Eisfläche zu haben“, sagte er anschließend bei Magenta Sport und sprach von einem „Unfall mit der Eismaschine“, die den Schaden verursacht habe. Andere Stimmen nannten ein Problem mit der Kühlung als Grund.

Witze über „Trampolin-Eis“

Magenta-Sport-Experte Rick Goldmann sprach von „Trampolin-Eis“, und auch in den sozialen Netzwerken nahmen es viele Fans mit Humor. „Eis machen ist halt was für Italiener“, lautete einer der Kommentare. Ein anderer Nutzer wandelte den ehemaligen Slogan Baden-Württembergs ab: „Mir könnet alles außer Eis mache.“

An diesem Sonntag kann der ERC dann seinen guten Saisonstart mit einem Sieg gegen die Schwenninger Wild Wings weiterführen: Um 19 Uhr sind die Schwarzwälder mit dem ehemaligen Panther-Stürmer Brandon DeFazio in der Saturn-Arena zu Gast.

DK