Bezirksliga Oberbayern Nord
Nach den Hinrunden-Pleiten: SV Manching und TSV Gaimersheim drehen den Spieß um

12.11.2023 | Stand 12.11.2023, 20:41 Uhr

Stellte den Gaimersheimer Erfolg sicher: Thomas Schreiner (rechts), hier gegen den Münchner Leon Dimitric, erzielte den 2:1-Siegtreffer des TSV. Foto: Meyer

Revanche geglückt! So lässt sich der 17. Spieltag der Bezirksliga Oberbayern Nord aus Sicht des SV Manching und des TSV Gaimersheim zusammenfassen. Beide Teams gewannen ihre Duelle, nachdem sie das Hinspiel noch verloren hatten.

Der SVM bezwang auswärts den SV Sulzemoos mit 3:1 (1:1) und der TSV Gaimersheim rang in der heimischen Xaver-Ernst-Sportanlage SK Srbija München mit 2:1 (0:1) nieder.

SV Sulzemoos - SV Manching 1:3 (1:1): In der 72. Minute – es stand noch 1:1-Unentschieden – vollzog Serkan Demir einen Dreifach-Wechsel. Er nahm Simon Berger, Luca Oehler und Abdel Abou-Khalil vom Platz und brachte mit Pedro da Silva Wiedl, Romeo Öxler und Daniel Schweiger drei neue Kräfte. „Sofort war ein frischer Wind drin“, freute sich der SVM-Coach über die Qualität, die er von der Bank bringen konnte und meinte deshalb, „dass die Wechsel mit Sicherheit auch ausschlaggebend für unseren Sieg waren“. Denn nur wenig später brachte Fabian Neumayer (76.) die Gäste mit einem Kopfballtreffer zum 2:1 auf die Siegerstraße. Das 3:1 durch Rainer Meisinger, der in der vierten Minute der Nachspielzeit mit einem schönen 16-Meter-Schuss erfolgreich war, rundete den gelungenen Nachmittag ab. Mit dem 13. Saisonsieg nahmen die Manchinger nicht nur Revanche für ihre bisher einzige Saisonniederlage, sondern festigten auch die Tabellenführung. Demir und seiner Elf war bereits vor dem Anpfiff bewusst, dass es bei den schwierigen Platzverhältnissen nichts mit ihrem gewohnten Kurzpassspiel werden würde. Vielmehr sei Geduld und harte Arbeit gefragt. „Außerdem hat Sulzemoos mit Kampf lange Zeit dagegenhalten. Erst in der Schlussviertelstunde ist den Hausherren ein wenig die Luft ausgegangen“, resümierte der SVM-Coach. Da half zunächst auch der Blitzstart nur bedingt, als Marcel Posselt (3.) einen an Sebastian Graßl verursachten Foulelfmeter zum 1:0 verwandelte. Denn den Gästen war durch Mehmet Ayvaz (25.) Mitte der ersten Hälfte der 1:1-Ausgleich gelungen. Dass es dann aber bis in die Schlussphase dauerte, ehe dem SVM der erlösende zweite Treffer gelang, lag auch an Schiedsrichter Lukas Rehekampff, der, so Demir, zwei regulären Toren wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung verweigert hatte. „Zudem haben wir noch weitere einhundertprozentige Chancen liegengelassen. Letztendlich geht der Sieg also vollkommen in Ordnung, auch wenn er erneut sehr hart erkämpft war“, erklärte Demir zufrieden.
SV Manching: Obermeier, Oehler (72. Schweiger), Berger (72. Öxler), Müller (86. Loi), Meisinger, Neumayer, Graßl, Posselt (77. Seferovic), Abou-Khalil (72. Da Silva Wiedl), Schröder, Spies.
Tore: 0:1 Posselt (3./FE), 1:1 Ayaz (25.), 1:2 Neumayer (76.), 1:3 Meisinger (90.+4). – Schiedsrichter: Rehekampff (VfL Kaufering). – Zuschauer: 75.

TSV Gaimersheim - SK Srbija München 2:1 (0:1): Weil die Hausherren gegen die drittschlechteste Defensive der Liga zunächst Chancen in Hülle und Fülle vergaben, mussten sie bis zur 70. Minute einem 0:1-Rückstand hinterherlaufen – nachdem Goran Mrdan (5.) die Gäste nach einer Standardsituation in Führung gebracht hatte. „Wir sind mindestens viermal alleine vor dem Tor gewesen, auch Kapitän Dennis Hüttinger scheiterte mit einem sehenswerten Weitschuss“, berichtete Manfred Kroll. Der Gaimersheimer Trainer nannte als Grund für die mangelhafte Chancenverwertung aber nicht nur Unvermögen und Pech bei seiner Mannschaft, sondern vor allem auch Savo Duric, den starken Schlussmann der Gäste. „Er hat unfassbar gut gehalten“, sagte Kroll und meinte: „Wir haben ruhig und abgeklärt gespielt. Es war meines Erachtens sogar die beste erste Hälfte. Im Grunde genommen hat alles gepasst – nur halt nicht das Halbzeitergebnis.“ Die Wende kam dann mit dem Treffer von Manuel Bittlmayer, der in 70. Minute den verdienten Ausgleich erzielte. In der Folge wurde Keeper Duric, der den TSV bis dahin mit seinen Paraden schier zur Verzweiflung getrieben hatte, wegen Reklamierens mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. „Der Treffer war eine große Erlösung“, stellte Kroll fest, „denn mit dem 1:1 war der Bann gebrochen, zumal die Gäste körperlich immer mehr eingebrochen sind. Meine Jungs haben sie nämlich wieder einmal unermüdlich beackert.“ Nur wenige Zeigerumdrehungen nach dem Ausgleich konnten die TSV-Anhänger dann auch den 2:1-Siegtreffer bejubeln, als Thomas Schreiner (76.) einen schönen Spielzug über die linke Seite gekonnt vollendete. Genervt von diesem Rückstand dezimierten sich die Landeshauptstädter im weiteren Spielverlauf zweimal selbst, indem Milos Vasiljevic (78.) und Ljubisa Jovic (89.) jeweils eine Zehn-Minute-Strafe kassierten. „In dieser Phase haben die Gäste ein wenig den Kopf verloren und die Partie wurde hitzig“, beschrieb Kroll. Doch der TSV rettete den knappen Vorsprung über die Zeit.
TSV Gaimersheim: Leixner, Hoti, Götz, Hüttinger, Anikin, Vati, Graßl, Nechita, von Swiontek Brzezinski (67. Düzgün), Schreiner, Bittlmayer (84. Reinwald).
Tore: 0:1 Mrdan (5.), 1:1 Bittlmayer (70.), 2:1 Schreiner (76.). – Gelb-Rote Karte: Duric (München, 70.). – Zeitstrafen: Vasiljevic (München, 78.), Jovid (München, 89.) – Schiedsrichter: Aynaci (Karlsfeld). – Zuschauer: 120.

DK