Bezirksliga Oberbayern Nord
Nach 5:5 in der Hinrunde: Gaimersheim mit Fanbus nach Dachau – Manching in Ismaning

03.11.2023 | Stand 03.11.2023, 16:33 Uhr

Wird es wieder ein spektakuläres Spiel? Beim turbulenten 5:5 in der Hinrunde erzielte Gaimersheims Gabriel Weiß (links) gegen Thomas Rieger (rechts) und den ASV Dachau zwei Tore. Am Sonntag steht das Rückspiel an. Foto: Traub

Auswärtsspiele bei Vereinen aus der unteren Tabellenregion hält der Rückrundenauftakt der Bezirksliga Oberbayern Nord für die beiden Vertreter aus dem Verbreitungsgebiet bereit. Der SV Manching ist am Samstag (14 Uhr) beim Tabellen-14. SC Grüne Heide Ismaning gefordert, und der TSV Gaimersheim gastiert als Zwölfter am Sonntag (14.30 Uhr) beim punktgleichen Tabellennachbarn ASV Dachau.

SC Grüne Heide Ismaning - SV Manching (Samstag, 14 Uhr): Nur 18 Tage nach dem neu angesetzten Hinspiel, das der SVM deutlich mit 3:0 gewann, stehen sich die Kontrahenten erneut gegenüber. Während die SVM-Schützlinge um Trainer Serkan Demir weiterhin von Erfolg zu Erfolg eilen und seit 14 Spieltagen ungeschlagen sind, stecken die Ismaninger mit zuletzt fünf Niederlagen in Serie in einer echten Krise – die sie bis auf den drittletzten Tabellenplatz abrutschen ließ. Auch wenn die Favoritenrolle erneut klar vergeben ist, will Demir „nichts dem Zufall überlassen“, wie er sagt. „Es gibt nur wenige Mannschaften, die uns Steine in den Weg legen können. In erster Linie liegt es an uns selbst. Deshalb lassen die Jungs nicht nach und trainieren weiterhin sehr hart – teilweise sogar dreimal in der Woche“, meint der Manchinger Coach. Dass er mit seiner Elf die Tabelle nach der neuerlichen Niederlage des FC Schwabing München (0:1 gegen den TSV Rohrbach) nun sogar mit drei Punkten Vorsprung anführt, hat man im Manchinger Lager natürlich positiv zur Kenntnis genommen. Demir, der am Dienstag seinen 38. Geburtstag feierte, sagt aber auch: „Wir schauen grundsätzlich nicht auf die anderen, weder auf Schwabing noch auf Ismaning. Wir selbst müssen unsere Hausaufgaben erledigen und die Spiele gewinnen.“ Kurz vor Schluss des Derbys in der Vorwoche in Gaimersheim hatte Marcel Posselt signalisiert, dass er Probleme hat. Der 38-jährige Abwehrspieler war schon mit Sprunggelenksbeschwerden in die Partie gegangen und dann auch noch unglücklich auf die Schulter gefallen. Ein Ausfall jetzt gegen Ismaning wäre extrem bitter. „Denn“, so betont der SVM-Coach“, „er ist im Moment einer unserer wichtigsten Spieler.“
ASV Dachau - TSV Gaimersheim (Sonntag, 14.30 Uhr): Mit dem letzten Hinrundenspieltag am vergangenen Wochenende ist der Saison-Torrekord vom ersten Spieltag eingestellt worden. Seinerzeit hatten sich der TSV Gaimersheim und der ASV Dachau in einem Zehn-Tore-Spiel mit einem 5:5-Unentschieden getrennt, jetzt schickte der SK Srbija München den BC Attaching mit einem 7:3 nach Hause. Solch torreiche Partien haben auf Bezirksebene schon Seltenheitswert. „Das war wirklich ein denkwürdiges Spiel, von dem wir heute noch reden“, berichtet Manfred Kroll. Seinerzeit hatte er mit seiner Elf einen 2:5-Rückstand wettmachen können und in der fünften Minute der Nachspielzeit den Punktgewinn gerettet. Ob er das anstehende Rückspiel nun lieber mit 1:0 oder 6:5 gewinnt? Das sei ihm „völlig egal“, wie der TSV-Coach versichert, „Hauptsache, wir holen die drei Punkte.“ Dabei sieht er Dachau als Landesliga-Absteiger jedoch viel eher in der Pflicht und in gewisser Weise unter Druck. Dabei haben die ASV-Akteure um Torjäger Sebastian Mack (acht Treffer) ihre jüngste Negativserie mit vier Pleiten in Folge am vergangenen Samstag mit einem überraschend deutlichen 3:0-Sieg beim defensivstarken FC Aschheim eindrucksvoll beendet. „Vor der Saison wäre es unvorstellbar gewesen, dass wir mit Dachau zum Ende der Hinrunde punktgleich sind“, sagt Kroll. Für das Rückspiel gegen den Tabellenelften sieht er seine Elf gewappnet. Da für beide Mannschaften im Abstiegskampf sehr viel auf dem Spiel steht, erwartet der Gaimersheimer Coach allerdings ein Spiel, bei dem beide Lager ihr Hauptaugenmerk zunächst auf eine stabile Defensive richten werden. Unterm Strich ist aber wohl trotzdem mit reichlich Toren zu rechnen, schließlich stehen beide Teams im bisherigen Saisonverlauf genau dafür: in den 15 Partien des ASV Dachau fielen bereits 66 Treffer, beim TSV Gaimersheim waren es 59. Zum Vergleich: Als Minimalist der Liga bringt es der FC Aschheim in 14 Spielen bislang auf 31 Tore. Auf ihrer Auswärtsfahrt in Richtung Landeshauptstadt werden die TSV-Fußballer im Übrigen erneut von einem Fan-Bus begleitet. „Es ist absolut klasse, was der Verein bei uns immer wieder auf die Beine stellt und dass erneut ein Bus gechartert wird. Das zeigt, dass alle den Weg mit uns gemeinsam gehen wollen“, freut sich Kroll und fügt an: „Und viele Zuschauer, die Stimmung erzeugen, sorgen für das gewisse Etwas auf den Fußballplatz und können schon Mal den einen oder anderen Prozentpunkt mehr herauskitzeln.“ Mit einem Erfolg könnten er und sein Team den Relegationsplatz verlassen.

DK