Fußball - Kreisklasse 2

Münchsmünsters Patzer bleibt ohne Folgen

TV steht trotz des 0:1 beim Türk SV Pfaffenhofen weiter an der Spitze – SV Karlskron nach 2:1-Heimsieg nur noch einen Zähler dahinter

07.11.2022 | Stand 07.11.2022, 17:39 Uhr

Enttäuscht: Die Münchsmünsterer (blaue Trikots) unmittelbar nach dem 0:1 in Pfaffenhofen. Foto: M.Schneider

Ingolstadt – Der TV Münchsmünster bleibt trotz der 0:1-Niederlage beim Türk SV Pfaffenhofen Spitzenreiter der Fußball-Kreisklasse 2 Donau/Isar. Der SV Zuchering und der TSV Lichtenau erledigten derweil ihre Pflichtaufgaben und bleiben hinter dem Top-Trio in der Verfolgergruppe.

TSV Lichtenau - SV Karlshuld 2:1 (1:0): Es war das Spiel der Elfmeter. In der vierten Minute der Nachspielzeit verwandelte Boris Manko einen Strafstoß zum Sieg für Lichtenau. Davor hatte Mentor Haliti per Handelfmeter das 1:0 (31. Minute) erzielt, Karlshulds Spielertrainer Dominik Berchermeier erzielte nach 52 Minuten und einem Foul an Julian Schilling vom Punkt aus das 1:1 erzielt. Lichtenaus Spielertrainer Bastian Wagner sprach von einer ausgeglichenen Partie mit vielen Chancen. „Das Spielglück war heute bei uns“, sagte er und stimmte dem Gegner bei der Bewertung der Elfmeter zu: „Der erste Elfer für Lichtenau war ein Witz, der für uns ein Kann-Elfer, der letzte klar berechtigt“, erklärte Berchermeier. Allerdings habe Karlshuld davor ein reguläres Tor nicht bekommen. Seiner Mannschaft macht er keinen Vorwurf, die Leistung sei mal wieder richtig gut gewesen und die Niederlage absolut unverdient.

SV Zuchering - BC Uttenhofen 3:1 (2:1): Der Tabellenletzte aus Uttenhofen ging nach neun Minuten nach Ansicht der Gastgeber durch einen unberechtigten Handelfmeter, der in Führung. Spielertrainer Claudio Maritato verwandelte. „Wir waren aber gegen den Ball zu passiv, so dass Zuchering das Spiel relativ leicht drehen konnte“, kommentierte er das folgende Geschehen. Manuel Pohl (17.) nach einer Kopfballvorlage von Dennis Weinrich und Weinrich selbst nach einer schönen Kombination (25.) waren die Torschützen. Danach war das Spiel offen und Uttenhofen hatte durchaus die Chance zum 2:2, es fehlten aber ein paar Prozent Entschlossenheit. Neun Minuten vor dem Ende ließ Sulaiman Abu Saleh drei Gegenspieler stehen und bediente Marcel Preuß, der das 3:1 nachlegte. SV-Trainer Stefan Hoffmann war sehr zufrieden. „Wir haben die Fehler der Vorwoche abgestellt und waren sehr zielstrebig.“

Türk SV Pfaffenhofen - TV Münchsmünster 1:0 (0:0): „Das Spiel war richtungsweisend für uns“, sagte Türk-SV Coach Alois Marb, der sein Team in der ersten Halbzeit drückend überlegen sah. Die zweite Halbzeit war dann ausgeglichener, doch Abdulhamit Zorlu erzielte das Tor des Tages (75.), während Münchsmünster nur die Latte traf. Marb lobte beide Torhüter, die je einen aus seiner Sicht unhaltbaren Ball abgewehrt hätten. Der Roten Karte gegen seinen Spieler Sercan Uzun (90.) sei eine Provokation des Gegners vorausgegangen. TV-Spielertrainer Andreas Müller sah das anders: „Wenn ich immer zuschlagen würde, wenn ich provoziert werde, wäre das zehnmal pro Spiel der Fall.“ Er erkannte die Niederlage ausdrücklich an: „Sie haben das Tor gemacht, wir nicht – und kicken können sie alle.“ Allerdings war er verärgert über das, was sich in den 90 Minuten an Provokationen, Reklamationen und ungeahndeten Tätlichkeiten abgespielt hatte.

FC Schweitenkirchen - TSV Wolnzach 0:1 (0:1): Das Tor des Tages fiel bereits nach 14 Minuten durch Simon Rebl. Schweitenkirchen spekulierte auf Abseits und blieb einfach stehen, der Pfiff blieb aber aus. Aus Sicht der Gastgeber, war es eine mehr als unglücklich Niederlage. „Wolnzach hat es geschafft, ohne echte Torchance zu treffen. Wir waren besser und haben viele Chancen vergeben“, haderte der Sportliche Leiter Baris Basaran. TSV-Trainer Florian Flicker wollte da nicht widersprechen. „Das beste heute war das Ergebnis.“ Zwar habe der Einsatz gestimmt, insgesamt habe seine Elf aber ein schwaches Spiel gezeigt und in einigen Situationen großes Glück gehabt. Schweitenkirchen wartet seit acht Spielen auf einen Sieg.

ST Scheyern - FC Geisenfeld 2:4 (2:2): In einem guten, temporeichen Spiel hatte Scheyern im ersten Durchgang Vorteile und war bei Standards immer gefährlich. Felix Grüger brachte den STS nach 17 Minuten freistehend in Führung. Fünf Minuten später setzte sich Kilian Kellermann im Strafraum durch und traf zum 1:1 ins lange Eck. In der 26. Minute köpfte Tizian Rakut Scheyern nach einer Freistoßflanke wieder in Führung, Matej Dujmovic glich in der 39. Minute aus dem Gewühl heraus zum 2:2 aus. Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste tonangebend, auch wenn beide Teams große Chancen hatten. Lukas Haslbeck brachte Geisenfeld nach einem Abpraller in Führung (68.), Kapitän Lukas Kellermann erzielte nach Vorarbeit seines Bruders Kilian den Endstand (88.). „Wir haben die ersten beiden Gegentore hergeschenkt aber Geisenfeld hat den Sieg verdient“, ärgerte sich STS-Coach Mathias Hoiß. Für FCG-Sprecher Matthias Gabler war es die beste Saisonleistung der Gäste.

SpVgg Langenbruck - FC Tegernbach 1:1 (0:0): „Am Ende hat uns in der Offensive etwas der Biss gefehlt, auch wenn wir mehr Ballbesitz hatten“, berichtete Langenbrucks Trainer Matthias Zimmermann. Die jungen Angreifer hätten sich doch einige Male abkochen lassen. Unmittelbar nach der Pause machte Christoph Ratberger aus spitzem Winkel das 0:1, dabei sah die Innenverteidigung der Gastgeber nicht gut aus. Nur zwei Minuten später gelang Sinan Zeka der Ausgleich. In der Schlussphase rettete dann zuerst Torwart Hirschmann die Langenbrucker vor einem Rückstand. Auf der Gegenseite setzte sich Gabriel Niedermeir auf rechts durch und seine Flanke setzte Marco Strasser an den Pfosten. Tegernbachs Trainer Oguzhan Halici: „Die Partie hatte keinen Sieger verdient.“

SV Karlskron - FSV Pfaffenhofen II 2:1 (1:0): Karlskron nutzte die Patzer von Münchsmünster und Scheyern und verkürzte den Rückstand auf die Tabellenspitze auf einen Punkt. Spielertrainer Christopher Haas brachte seine Elf mit einem Doppelschlag in der 39. und 41. Minute (Elfmeter) auf die Siegerstraße. Pierre König gelang in der 47. Minute nur noch das 2:1. „Der Platz war tief, meine Mannschaft hat kämpferisch und läuferisch eine starke Vorstellung gezeigt und verdient gewonnen“, meinte Haas. Allerdings hätte sein Team den Sack bei einigen Konterchancen früher zu machen können. FSV-Trainer Heiko Juhra sah sein Team hingegen 85 Minuten auf Augenhöhe. „Leider hatten wir fünf Minuten in der ersten Halbzeit mit zwei individuellen Fehlern im Spielaufbau, die uns die Gegentore eingebracht haben“, ärgerte er sich. Zum Teil fehle auch die Cleverness vor dem Tor, er wolle aber niemandem einen Vorwurf machen.

gam